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E-Commerce-Trends 22.05.2015 Rocket Internet plant weitere Börsengänge

Rocket Internet will seine globalen Mode- und Lieferdienst-Holdings aufs Parkett schicken, Amazon ruft zum Roboter-Wettstreit auf und dem Zalando-Vorbild Zappos laufen die Mitarbeiter weg.

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- NEWS -

Der Streik geht weiter: Nicht bei der Deutschen Bahn, dafür aber bei Amazon. Heute um 8 Uhr ruft die Gewerkschaft Verdi am Leipziger Standort des Unternehmens erneut zum Streik auf. Die Verhandlungen für den Einzel- und Versandhandel sollen am 26. Mail beginnen, Verdi will für die Amazon-Mitarbeiter einen Vertrag nach Einzelhandelstarif durchsetzen. >>>n-tv

Der E-Book-Händler Tigerbooks wandelt sich zur Medienplattform für Kinder. Die Tochter des Oetinger-Verlags bietet neben den aktuell 4.000 verfügbaren E-Books für Kinder ab sofort auch 400 Filme und Serien. >>>buchreport

Der Online-Kiosk Pocketstory ist an den Start gegangen. Das Start-up verkauft einzelne Printtexte aus deutschen Zeitschriften, Zeitungen und Büchern zu Preisen zwischen 0,39 Euro und 1,99 Euro. Auf der Plattform sind aktuell Angebote der Verlagsgruppen Zeit und Spiegel sowie den Zeitschriften Emotion, Mare, Berliner Zeitung und Technology Review verfügbar. Weitere Partner sollen folgen. >>>heise.de

- INTERNATIONAL -

Rocket Internet plant weitere Börsengänge: Die kürzlich gegründeten Global Fashion Group und Global Online Takeaway Group, die die weltweiten Aktivitäten des Investors mit Online-Modeshops und Essenlieferdiensten bündeln, könnten noch dieses Jahr aufs Parkett gehen, spätestens aber 2016, mutmaßt das manager magazin. Allerdings arbeitet Delivery Hero, der zur Global Online Takeaway Group gehört, wohl weiterhin an einem eigenen Börsengang, der 2016 stattfinden soll. >>>manager magazin

Amazon will die Lageroptimierung weiter vorantreiben und hat dafür zur "Amazon Picking Challenge" aufgerufen. Rund 30 Teams aus Forschungseinrichtungen schicken ihre Roboter ins Rennen. Deren Aufgabe: Ware aus Regalen entnehmen und auf einem Tisch ablegen. Für das korrekte Herausnehmen in einem vorgegebenen Zeitraum erhalten die Roboter ­Punkte. >>>Internetworld

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und der Schweizer Handelskonzern Migros planen ein gemeinsames Click&Collect-Projekt. Ab September können Migros-Kunden online bestellte Produkte 30 Minuten nach der Bestellung am Hauptbahnhof Zürich abholen. Das Pilotprojekt soll neun Monate dauern und umfasst 1.000 Artikel. >>>Location Insider

Dem US-Online-Schuhhändler Zappos laufen die Mitarbeiter davon. 14 Prozent der 1.500 Mitarbeiter haben in den letzten Monaten gekündigt. Hauptgrund ist die Einführung einer neuen Unternehmensstruktur, die unter dem Titel "Holocracy" sämtliche Manager- und Entscheider-Ebenen unter dem CEO Tony Hsieh komplett abschafft. Viele Mitarbeiter kommen mit dem Mehr an Organisationsaufwand sowie der fehlenden Anerkennung in Form von Titeln jedoch nicht zurecht. >>>manager magazin

- BACKGROUND -

Vertriebsbeschränkungen: Wie kam es zu den Vertriebsbeschränkungen auf Amazon, die Onlinehändler-News in dieser Woche massenhaft aufgedeckt hat? Das Amazon-Watchblog hat sich dazu ein paar interessante Gedanken gemacht, die auf eine bewährte Schlussfolgerung zielen: Am Ende gewinnt mal wieder nur Amazon. >>>Amazon Watchblog

Retargeting für Online-Händler: Traffic generieren war gestern, eine größere Herausforderung ist es heute den Traffic zu halten und in Conversions zu verwandeln. Eine Lösung dabei ist Retargeting. So kann es funktionieren - ohne den Kunden zu nerven. >>>Internetworld

Mobile Commerce: Was das Shoppen in mobilen Online-Shops so richtig nervig macht, hat Alexander Legge für das Shopbetreiber-Blog zusammengestellt. Wir können sämtlichen Punkten nur aus vollstem Herzen zustimmen. >>>Shopbetreiber-Blog

Werbe-Spendings: E-Commerce-Firmen geben immer mehr Geld für TV-Werbung aus. Wieviel genau, analysiert der Medienforscher Xad monatlich für INTERNET WORLD Business. Im April schalteten 221 E-Commerce-Firmen TV-Spots, fünf TV-Neulinge kamen dazu. Ingesamt generierten sie ein Brutto-Media-Volumen von 240,5 Millionen Euro. >>>Internetworld

- ZAHL DES TAGES -

59 Prozent der Deutschen können sich nicht vorstellen, ihr Fahrrad im Internet zu kaufen. Sie würden die klassischen Serviceleistungen der stationären Händler wie Probefahrt, Reparatur und persönliche Beratung vermissen. >>>ibusiness

- GEHÖRT -

"Wir brauchen endlich einen europäischen Dialog der Medienunternehmen und eine klare Strategie, um unsere Standortvorteile zu nutzen und im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Zu oft sehen wir bei uns nur die Defizite oder die Übermacht der amerikanischen Giganten. Auch gegenüber der Politik vertreten wir Medienunternehmer viel zu selten eine gemeinsame Linie."
ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling will die europäische Vorstöße gegen Vorstöße US-amerikanischer Konzerne wie Google und Netflix einschwören. >>>Welt

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