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Die E-Commerce-Trends des Tages - 10.05.2012 Rocket Internet bald eine Milliarde Euro schwer

Otto sucht sein Heil in Brasilien, Rocket Internet verfügt bald über Kapital von einer Milliarde Euro, der deutsche Online-Buchhandel leidet und Amazon will nun auch noch Pfennigartikel in sein Sortiment aufnehmen - in der E-Commerce-Landschaft ist heute wieder einmal viel geboten.

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- NEWS -

Otto startet mit E-Commerce in Brasilien durch: 323 Millionen US-Dollar wurden 2011 in Brasilien im Online-Modehandel umgesetzt. Da besteht noch viel Potenzial, glaubt die Otto Group und engagiert sich jetzt selbst in dem südamerikanischen Land. INTERNET WORLD Business begleitete Otto-Vorstand Hanjo Schneider auf die brasilianische Insel Florianapolis, um sich vor Ort ein Bild vom brasilianischen Mode-Einzelhandel und seinen Chancen im E-Commerce zu machen.

Zalando und Otto werden für die Strategie von Modeherstellern immer wichtiger: 87 Prozent arbeiten bereits mit solchen Online-Händlern zusammen, hat die Zeitschrift „TextilWirtschaft“ in einer Umfrage ermittelt. Das sind 22 Prozent mehr als 2010. Hält das Wachstum an, wird bereits 2014 kaum ein Hersteller mehr auf diese Vertriebswege verzichten. Am bekanntesten war unter Managern Zalando, erst dahinter folgten Amazon, Breuninger, Ebay, Engelhorn, Conley’s und Otto. >>>DerHandel.de

Der Schuhfachhandel gerät wegen der Online-Konkurrenz zunehmend unter Druck. 2011 ist der Markt um 0,5 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro gewachsen. Davon wurden bereits mehr 900 Millionen Euro online umgesetzt und Händler wie Zalando.de oder Javari.de konnten sich über 54,5 Prozent Umsatzwachstum freuen. >>>iBusiness.de

Zalando-Inkubator Rocket Internet erhält offenbar frisches Kapital: Das Start-Up-Portal Gründerszene spekuliert recht konkret darüber, dass der US-Milliardär Len Blavatnik (mit einem geschätzten Vermögen von 11,9 Milliarden US-Dollar Platz 72 auf der Forbes-Liste) mit 200 Millionen US-Dollar bei Rocket Internet eingestiegen sei. >>>Gruenderszene.de

Douglas ist wegen der Sanierung der Buchtochter Thalia in die Verlustzone gerutscht: Von Januar bis März dieses Jahres machte der Konzern 155 Millionen Euro Verlust. Wachstumstreiber waren die Juwelierkette Christ und die Douglas-Parfümerien. Verlust machte Thalia, die weiter Kunden an den E-Commerce-Giganten Amazon verliert. >>>DerHandel.de

Buch.de Internetstores AG wird in diesem Jahr kaum noch wachsen: Der Vorstand hat die Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr von 15 Prozent auf Null gesenkt. Schuld haben die „anhalt negative Preisentwicklung in der Schweiz“ und der „intensive Wettbewerb in Deutschland“. >>>ibusiness.de

Pauldirekt ist schuld: Die ECommerce Alliance konnte ihren Umsatz vergangenen Jahr um gut ein Drittel von 19,4 Millionen Euro auf 26,7 Millionen Euro steigern. Beim EBITDA fährt das Unternehmen nichtsdestotrotz ein Minus von knapp 2 Millionen Euro ein. Ursächlich dafür sei die Wachstumsfinanzierung für die Tochter Pauldirekt. >>>Gründerszene.de

Intershop macht rote Zahlen, erwartet aber Wachstum: Für das erste Quartal 2012 weist das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 17 Prozent auf 13,3 Millionen Euro, aber auch einen Verlust von 150.000 Euro aus. Grund sei die Markteinführung der neuen Softwareversion von Intershop 7, mit der das Unternehmen nun weiter wachsen will: Plus 10 bis 20 Prozent sind bis Jahresende angepeilt. >>>Heise.de

Kleine Online-Händler rüsten sich zu wenig gegen das Risiko von Zahlungsausfällen, wie eine aktuelle ECC-Studie zeigt. In einer anonymen Online-Umfrage haben die Forscher 619 Mitarbeiter von Unternehmen und Selbstständige, die Ihre Produkte im Internet vertreiben, befragt.

Fashionlend heißt ein neues Startup, das sich nicht den Verkauf von Mode, sondern den Verleih auf die Fahnen geschrieben hat. Dabei verfügt Fashionlend nicht über ein eigenes Warenlager, sondern organisiert lediglich den Verleih von Privat zu Privat. >>>deutsche-startups.de

- INTERNATIONAL -

Die Ausgaben für E-Commerce sind in den USA im ersten Quartal 2012 auf mehr als 44 Milliarden US-Dollar gestiegen, haben die Marktforscher von Comscore errechnet. Das ist ein Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die wichtigsten Produktkategorien waren dabei Digital Content / Subscribtion sowie Computer Software and Electronics. Außerdem haben bereits mehr als 38 Prozent der Tablet-Besitzer ein Produkt damit eingekauft. >>>Bizreport.com

Amazon will nun auch ins Low-Price-Segment einsteigen und Produkte, die es eigentlich nur in größeren Stückzahlen gibt, einzeln verkaufen. So können Kunden etwa einzelne Tafeln Schokolade zu ihrem Warenkorb hinzufügen, obwohl es sie eigentlich nur als 6er-Packung gab. Das „Add-on Program“ soll es Kunden ermöglichen, die 25-US-Dollar-Grenze zur versandkostenfreien Lieferung leichter zu überspringen. Prime-Kunden müssen ebenfalls mindestens für 25 Dollar bestellen, wenn die Lieferung „Add on“-Produkte enthält. Das Programm umfasst derzeit lediglich 32 Produkte, soll aber bald auf „einige tausend“ ausgedehnt werden. >>>Internetretailer.com

Facebook Offers testet in den USA eine neue Version, in der auch Gutscheincodes für Online-Shops und -Dienstleistungen untergebracht werden können. In den USA löst vor allem Verwunderung aus, dass Facebook solange brauchte, um dieses Feature zu integrieren. Zumal in UK online einlösbare Codes schon seit einiger Zeit verfügbar waren. allfacebook (Facebook Blog):>>>allfacebook.com

Piperlime, zur Marke Gap gehörender Online-Shop für Schuhe und Bekleidung, folgt dem Trend zum Multichannel und wird im Herbst seine erste Filiale in Manhattan eröffnen. Die ebenfalls zu Gap gehörende Sportswear-Marke Athleta ist bereits mit gutem Beispiel vorangegangen und hat im Januar einen ersten Shop in San Francisco eröffnet. >>>Internetretailer.com

Amazon ist der Beste (I), wenn es um die höchste Kundenzufriedenheit in Online-Shops geht, haben die Marktforscher von ForeSee festgestellt. Der Retail-Riese wurde mit 89 von 100 möglichen Punkten bewertet (Vorjahr: 86). Auf den Plätzen zwei und drei folgten Apple und QVC mit je 85 Punkten. Insgesamt wird es an der Spitze eng: 36 der hundert größten US-Online-Händler kamen in der Untersuchung auf einen Wert von mehr als 80 Punkten. >>> Internetretailer.com

Amazon ist der Beste (II): In der Top-500-Liste von Internet Retailer ist das Unternehmen nicht nur mit 40,08 Milliarden US-Dollar Umsatz auf der Nummer eins, sondern hat den Rest der Branche auch beim Wachstum ausbeschleunigt. Während Amazon um 40,6 Prozent wachsen konnte, brachte es der Rest des Marktes gerade einmal auf die Hälfte (20,4 Prozent). Rechnet man das Wachstum von Amazon heraus, blieben sogar gerade einmal 14,4 Prozent. shopanbieter/ohmv (shopanbieter.de Blog für den Onlinehandel):>>>Shopanbieter.de

Trend zu Herstellershops: Unter den Top 50 US-Online-Shops (nach Internet Retailer) finden sich bereits zahlreiche Herstellershops. Etwa Mode-Marken wie Gap und Abercrombie & Fitch oder Computerhersteller wie Apple, Dell und Sony. Der Trend zu Herstellershops sei in den USA schon weit verbreitet, findet shopanbieter/ohmv (shopanbieter.de Blog für den Onlinehandel):>>>Shopanbieter.de (selber Artikel)

- BACKGROUND -

Was treibt Anbieter wie die Bahn oder die Lufthansa dazu, auch ihren Stammkunden mit immer neuen Rabattaktionen billigere Tickets hinterherzuwerfen? Die „Volksseuche Gutscheincode“ grassiert und verdirbt gute Kunden, findet >>>DerHandel.de

Neue Antworten auf die ewige Frage, was ein Facebook-Fan wert ist: Forrester Research hat in drei Case Studys untersucht, wie sich Fans einer Marke von Nicht-Fans unterscheiden. Ergebnis: Fans kaufen häufiger Produkte einer Marke und empfehlen diese vor allem auch in ihrem Freundeskreis weiter. Unklar bleibt, ob sie dies tun, weil sie als Facebook-Fan den Social-Media-Aktivitäten des Unternehmens ausgesetzt sind. Oder weil sie - Facebook hin oder her - einfach von der Marke überzeugt sind und deswegen Facebook-Fan geworden sind. >>>Allfacebook.com

Das Ende des PCs naht. Dies wird deutlich, wenn man die Zugriffszahlen bei Facebook betrachtet oder die Zuwachsraten im eigenen Webshop. Besonders anschaulich macht dies jedoch eine Grafik, die das Statistikunternehmen Statista angefertigt hat und das die Verkäufe von von PCs (2012: 371 Millionen weltweit) mit denen von Smartphones und Tablets vergleicht (2012: 766 Millionen). Bis zum Jahr 2016 sollen auf 518 Millionen PCs 1,359 Milliarden Tablets und Smartphones kommen. >>>Basicthinking

Pinterest für Unternehmen – der ultimative Guide für’s Marketing“ heißt der Titel eines 40-seitigen PDF-Whitepapters, das von A-Z erklärt, wie man eine eigene Pinterest-Seite anlegt, wie sich Follower gewinnen lassen, welche Postings sich lohnen und welche Analyse Werkzeuge es schon gibt. DoingBussinessOnFacebook (doing bussiness on facebook):>>>Futurebiz.de

- Zahl des Tages –

855 Millionen Euro soll der Inkubator Rocket Internet inzwischen insgesamt schwer sein - kein anderer europäischer Start-Up-Financier dürfte auf ein annähernd ähnlich großes Volumen kommen. >>>Gruenderszene.de

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