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E-Commerce-Trends 19.03.2015 posterXXL: plus 25 Prozent, 39 Mio. Euro Umsatz

Photoentwickler posterXXL schließt ein gutes Jahr ab, UberPop wird mal wieder verboten (und stört sich nicht dran) und ProSiebenSat.1 setzt die Einkaufstour fort.

- NEWS -

Harter Rückschlag für Uber: Das Frankfurter Landgericht hat den Fahrdienst-Vermittler UberPop deutschlandweit verboten. Dem Urteil nach darf das Unternehmen keine Fahrten anbieten, bei denen die Fahrer nicht im Besitz einer behördlichen Genehmigung sind. Damit droht Uber in ganz Deutschland das Aus. Uber will nun Berufung einlegen. Bis es soweit ist, hat der Fahrdienst ein Schlupfloch gefunden, um vorerst weiterzufahren: Das Urteil kommt erst dann zur Vollstreckung, wenn der Kläger Taxi Deutschland eine "Sicherheitsleistung" von 400.000 Euro hinterlegt. Uber hat Zweifel daran, dass die Genossenschaft diese Summe kurzfristig aufbringen kann. "Solange das Geld nicht da ist, fahren wir weiter", ließ Uber verlauten. >>>Internetworld, >>>Manager-Magazin

Die Einkaufstour von ProSiebenSat.1 geht weiter: Gestern berichteten wir über die Gesamtübernahme von Flaconi und das stärkere Engagement bei Amorelie, heute kommt die nächste Übernahme-Meldung: Der TV-Konzern schnappt sich den Rest der verfügbaren Anteile von Preis24 und steigert ihre Investment an dem Preisportal von 60 Prozent auf 84,6 Prozent. Die restlichen Anteile verbleiben bei Gründer Tim Heidfeld. >>>Gründerszene

posterXXL ist im Geschäftsjahr 2014/2015 um 25 Prozent auf einen Umsatz von rund 39 Millionen Euro gewachsen. Am stärksten legte der Kernmarkt Deutschland zu: Hier verzeichnete der Foto-Entwickler sogar ein Plus von 35 Prozent. Unterm Strich steht ein operatives Ergebnis von voraussichtlich über sieben Millionen Euro - damit hätten sich die Gewinne verdoppelt. >>>Finanzen.net

Die Otto-Einzelgesellschaft hat das magere Online-Wachstum des Mutterkonzerns Otto Group bestätigt: Der Web-Umsatz legte 2014 nur um drei Prozent auf 2,3 Milliarden Euro zu. Andererseits ist der Konzern dank einer hohen Rendite von drei bis fünf Prozent seit fünf Jahren profitabel. Im kommenden Jahr soll ein dreistelliger Millionenbereich in die weitere Digitalisierung investiert werden. >>>Internetworld

Der Taschenhersteller BREE hat seinem Shop einen Relaunch gegönnt. Die Seite wurde auf Shopware migiert und präsentiert sich jetzt in Responsive Design deutlich übersichtlicher als zuvor. Außerdem wurde eine Händler-Suche integriert, zudem Produktbewertungen, Merkzettelfunktionen und Cross-Selling-Module. Für den Relaunch verantwortlich zeichnet die dgroup GmbH. >>>per Mail

Westwing ist auf Erfolgskurs: Der Möbel-Shopping-Club hat in den ersten drei Quartalen 124 Millionen Euro Umatz gemacht, ist mittlerweile in elf Ländern vertreten und beschäftigt 1100 Mitarbeiter. Das Leben war aber nicht immer so schön: Bei Investoren kam das Geschäftskonzept anfangs gar nicht gut an, plauderte CEO Stefan Smalla im Rahmen des Münchner Start-up-Festivals "The Royal Jungle" gestern aus dem Nähkästchen: Sie hätten den USP des Unternehmens anfangs nicht erkannt. Smallas Rat an Start-up-Gründer: Nie Aufgeben, auch wenn andere an Dir zweifeln. >>>Internetworld

Unter der Adresse Valendo.de ist gestern ein Online-Pfandhaus an den Start gegangen. Das Unternehmen des Fintech-Inkubators Finleap soll schnelle Sachwertdarlehen für kleinere Unternehmer und Selbstständige, aber auch für Privatleute möglich machen. >>>Gründerszene

KORREKTUR: Im gestrigen E-Commerce-Trends-Newsletter haben wir über das Engagement von ProSiebenSat.1 im Beauty-Segment berichtet. Dabei hat sich ein Fehler eingeschlichen: Wir haben geschrieben, die Sendergruppe sei an dem Online-Optiker Mister Spex beteiligt. Das ist nicht korrekt. Vielmehr ist ProSiebenSat.1 an dem Online-Optiker Brille24 mit 21 Prozent beteiligt. Es folgt die Meldung in korrigierter Form:

ProSiebenSat.1
will die Berliner Online-Parfümerie Flaconi übernehmen. Die Sendergruppe hält aktuell 47 Prozent an dem Online-Unternehmen, will aber auf 100 Prozent aufstocken. Auch bei Amorelie will sich ProSiebenSat.1 stärker engagieren: Der Kauf einer 75 Prozent-Beteiligung ist beim Bundeskartellamt angemeldet. Bisher hält der Investor 23 Prozent der Anteile an dem Erotik-Shop. Zusammen mit den Beteiligungen am Schmuckhändler Valmano (51 Prozent) und an Brille24.de (21 Prozent) bastelt der TV-Konzern sich offenbar einen hübschen Beauty-Cluster zusammen. >>>Wirtschaftswoche

- INTERNATIONAL -

Amazon will 2016 seine E-Commerce-Hosting-Plattform Amazon Webstore einstampfen, berichten Branchenkreise dem Internet Retailer. Amazon selbst schweigt zu den Gerüchten. >>>Internet Retailer

Starbucks startet seinen schon länger geplanten Lieferservice in einer Testvariante in ganz Seattle und im New Yorker Empire State Building. Per App können Kunden dann Kaffee oder Nahrungsmittel bestellen, diese werden in Seattle  per Auto- oder Fahrradkurier ausgeliefert. In New York versorgt ein Mitarbeiter des Starbucks-Cafés im Erdgeschoß des berühmten Wolkenkratzers die Kunden. >>>The Guardian

Der weltgrößte Internet-Designmarktplatz 99Designs aus San Francisco will in den deutschen Markt einsteigen. Dafür kooperiert das Unternehmen mit dem Hamburger Web-Baukasten Jimdo. Gemeinsam wollen die Firmen Kunden für extrem günstige Design-Angebote begeistern, zum Beispiel für eine professionelle Logo-Gestaltung plus Website-Design ab 419 Euro. >>>Wirtschaftswoche

- BACKGROUND -

E-Recht: ebay kann für markenrechtswidrige Angebote haften, wenn diese Angebote auf dem Marktplatz durch Adwords-Kampagnen beworben werden. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. >>>Onlinehändler-News

Online-Luxusmarkt: Der Online-Verkauf von Luxusmode kommt in Deutschland langsamer voran als in anderen Ländern. Weltweit soll der Online-Umsatz mit Luxusdamenmode bis 2018 um durchschnittlich 20 Prozent pro Jahr auf dann 12 Milliarden US-Dollar klettern, prognostiziert McKinsey. Für Deutschland setzt die Unternehmensberatung nur ein jährliches Plus von 12 Prozent an. >>>Wirtschaftswoche

Online-Tourismus: Hotel-Vergleichsportale sind nicht so günstig, wie sie sich präsentieren: Einem Test des Vergleichsportals Vergleich.org zufolge fanden die geprüften Seiten Trivago, Kayak, Momondo, Discavo und Trip Advisor mitnichten immer den günstigsten Zimmerpreis. Am besten Schnitt Kayak ab, die Seite zeigte in 67 Prozent der Fälle den günstigsten Preis. Auf Platz 2 landete TripAdvisor. >>>Vergleich.org

- GEHÖRT -

„Ich habe alles verloren was ich hatte, aber ich habe eine neue erfüllende Art und Weise gefunden, weiterzuleben und weiterzuarbeiten. Ja, ich würde es wieder machen.“
Edward Snowden lieferte in einer Videokonferenz auf der CeBIT einen eindringlichen Appell für eine durchgängige Verschlüsselung der gesamten Online-Kommunikation ab. >>>Futurezone.at

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