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E-Commerce-Trends 05.02.19 OLG München bestätigt: Amazon-Checkout ist rechtswidrig

Shutterstock / Vasin Lee
Shutterstock / Vasin Lee

Das OLG München hält den Amazon-Checkout für rechtswidrig, Intersport hegt Plattform-Ambitionen, Amazon Advertising sorgt mit neuen Biet-Dynamiken für Aufruhr, Ikea vermietet Möbel und die Stimmabgabe für den "Händler des Jahres" beim Shop-Award endet heute um 23.59 Uhr.

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- NEWS -

Amazons Checkout ist rechtswidrig: Das OLG München hat am 31. Januar ein neues Urteil zur Button-Lösung gefällt, das alle Online-Händler nachhaltig beeinträchtigen dürfte. Demnach muss der Händler dem Verbraucher unmittelbar vor der Bestellung bestellrelevante Informationen zur Verfügung stellen. Amazon tut dies nicht, stellte das OLG klar - und bestätigte damit ein Urteil des Landgerichts von April 2018. >>>Onlinehaendler-News.de

Intersport hegt Plattform-Ambitionen: 42 Prozent der Sportartikel kaufen die Deutschen inzwischen im Internet, will die Verbundgruppe Intersport in einer Branchenuntersuchung festgestellt haben. Jetzt will der Verbund ebenfalls 40 Prozent der Umsätze im Netz erzielen. Die Vision: Mithilfe von Kooperationen und Partnerschaften die größte Sportplattform Europas zu werden. Das allerdings wollen auch andere… >>>Etailment.de

Amazon Advertising führt Biet-Dynamiken ein: Ohne große Ankündigung hat Amazon gravierende Änderungen bei seinem Werbeprogramm vorgenommen. Das Ziel: Mehr Dynamik bei den Geboten, höherer Wettbewerb unter den werbenden Händlern – daraus ergeben sich üblicherweise mehr Werbedollars für Amazon. >>>Shopanbieter.de

XXXLutz baut neues E-Commerce-Verteilzentrum: Am Erfurter Kreuz soll dieses insgesamt 200.000 Quadratmeter Lagerfläche bieten. "Das ist mit rund 90 Millionen Euro unsere größte Einzelinvestition", sagte der XXXLutz-Deutschlandchef Alois Kobler. >>>Weserreport.de

Lidl lässt Fiat 500 online leasen: Unter Lidl-Autos.de können Kunden 1.000 Modelle der Knutschkugel in einer Variante ordern. Möglich macht dies eine Kooperation mit dem Berliner Start-Up Vehiculum. >>>Internetworld.de

Karstadt lässt sich von Adesso helfen: Das Online-Warenhaus baut sein Online-Angebot zu einem vernetzten Marktplatz aus. Die Weiterentwicklung begleitet Adesso als Lead-IT-Dienstleister. >>>Pressemitteilung

Facebook plant Marktplatz für Gebrauchtwagen: Konkurrenz für Mobile.de und Autoscout24. Auch Facebook will mit PKW-Kleinanzeigen Geld verdienen und Gebrauchtwagen vermitteln. In den USA zählt der Marktplatz bereits zu den größten Plattformen für private Autoverkäufe. >>>Automobilwoche.de

Loopingo ködert Online-Käufer mit Gutscheinangeboten: Nach dem Bestellabschluss ist in den meisten Online Shops nicht mehr viel los. Das Münchner Start-up Loopingo will das ändern. >>>Internetworld.de

- INTERNATIONAL -

Ikea vermietet Möbel: Beliani tut es bereits in der Schweiz - jetzt steigt die schwedische Möbelkette in den Mietmarkt ein. In der Schweiz wird das Konzept getestet - anfangs mit Büromöbeln. Weitere Sortimente sollen folgen. >>>The Guardian

Rebuy expandiert in Europa: Der Gebrauchtwaren-Händler betreibt erstmals Online-Shops für Kunden in Italien und Spanien. Darüber können Verbraucher in diesen Ländern sowohl gebrauchte Elektronik zu Geld machen als auch aufbereitete Ware von reBuy kaufen. >>>Neuhandeln.de

Amazon macht den Bus zur Paketstation: "Mobile Pickup Locations" heißt ein neues Patent des E-Commerce-Riesen. Die Idee dahinter: Busse und ähnliche Fahrzeuge werden zu mobilen Paketstationen. Kunden werden per App informiert, wenn der Bus die ihnen nächstgelegene Haltestelle anfährt. Ihre Pakete können die Kunden dann aus Containern abholen, die sich per Code oder Gesichtserkennung öffnen lassen. >>>Channelnews.com

Amazon verkauft vorgefertigte Krankenzimmer: Amazon festigt seinen Platz auf dem Gesundheitsmarkt. Der Logistik-Konzern bietet ab sofort vorgefertigte Patientenzimmer für US-amerikanische Krankenhäuser an. Die sogenannten "MedModular"-Zimmer kosten 284.999 US-Dollar und werden demnach in Modulbauweise in Finnland hergestellt und in die USA verschifft. >>>Bibliomedmanager.de

Warby Parker testet virtuelle Brillenanprobe: iPhoneX-Besitzer können die Brillenmodelle des US-Multichannel-Optikers nun auf dem eigenen Gesicht testen. Technisch basiert das Ganze auf Apple's Face ID und AR. >>>TechCrunch

Amazon kauft für 1,68 Milliarden Dollar ein: Der Internet-Riese hat 2018 für Unternehmensaufkäufe 1,68 Milliarden Dollar auf den Tisch gelegt. Die größten Summen flossen in Ring und PillPack. >>>Geekwire.com

Neue Multichannel-Uhrenmarke: Er war Regionalfussballer und Marktverantwortlicher bei Breitling, nun will Ben Küffer mit der eigenen Uhrenmarke durchstarten. Norqain verbindet dabei E-Commerce und den stationären Handel auf neue Art. >>>Bieler Tagblatt (für Abonnenten)

- BACKGROUND -

Endspurt bei der Leserwahl "Händler des Jahres": 2.600 Stimmen wurden bereits abgegeben bei der ersten Leserwahl zum "Händler des Jahres", der neuen Sonderkategorie beim INTERNET WORLD BUSINESS Shop-Award. Fünf Händler führen aktuell das Feld an - und das mit extrem knappem Abstand. Bis heute Abend um 23.59 Uhr lässt sich das Rennen noch beeinflussen. >>>zur Umfrage

Post beendet E-Commerce-Innovationen: Die Deutsche Post macht Schluss mit dem Ausbau neuer Zustellmodelle wie dem Postbot und Paketkästen für Privathaushalte. Die Kosten sind laut Post-Chef Frank Appel derzeit zu hoch und die Nachfrage noch zu gering. >>>Internetworld.de

Studie: Webshops überzeugen mit hohen Standards: E-Commerce-Shops haben inzwischen einen hohen Prozessstandard für alle Kaufphasen ihrer Kunden. Bei den Retouren gibt es aber noch Lücken im Serviceablauf. >>>Springer Professional

Ohne gute Digital-Experience kein florierender Laden: Wer eine schöne App oder eine gut aufgemachte Webseite hat, hat deutlich mehr Chancen, dass Leute ins Geschäft kommen und vor Ort kaufen. Was Kunden schätzen und was sie abtörnt. >>>wuv.de

- ZAHL DES TAGES -

190 Millionen US-Dollar von 115.000 Kunden hat der Gründer einer kanadischen Kryptobörse offenbar mit ins Grab genommen. Durch seinen Tod ging das Passwort verloren. Das Geld ist damit futsch. >>>t3n.de

- GEHÖRT -

"Die meisten deutsche Modemarken haben zu wenig Profil. Ihre Produkte sind nicht einzigartig genug, damit sie Käufer anlocken und gleichzeitig sind sie zu teuer, als dass sie mit den Billiganbietern mithalten könnten."

Thomas Harms von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young hält die Probleme der deutschen Textilindustrie für hausgemacht. >>>Business Insider

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