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E-Commerce-Trends 25.02.19 Notebooksbilliger verabschiedet sich von Weißer Ware

Shutterstock / Vasin Lee
Shutterstock / Vasin Lee

Nomos stoppt die Zusammenarbeit mit Online-Plattformen, chinesische eBay-Händler kapern Umsatzsteuer-IDs, Home24 kombiniert Outlet und Showroom, Notebooksbilliger verzichtet auf Weiße Ware, Wayfair wächst und wächst und in den USA stürzt ein Amazon-Frachtflugzeug ab.

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- NEWS -

Nomos stoppt Zusammenarbeit mit Online-Plattformen: Die Uhrenmarke wollte E-Commerce neu erfinden – und provozierte einen Krach mit den Juwelieren. Jetzt rudern die Glashütter zurück. Die Uhrenmarke schrieb ihre Fachhändler an und informierte diese, dass man nicht weiter mit Chrono24 und Chronext kooperieren werde. >>>Handelsblatt.com

Chinesische eBay-Händler kapern Umsatzsteuer-IDs: In der Wortfilter-Facebookgruppe berichtet ein Händler, er habe vier China-Accounts sperren lassen, die seine VAT ID verwendet haben. Das Gute: eBay reagiert innerhalb von Stunden und sperrt die Accounts. >>>Shopanbieter.de

Home24 eröffnet Mega-Outlet mit Showroom: Im stationären Einzelhandel setzt der Möbel-Versender Home24.de bislang auf zwei Konzepte. Auf der einen Seite gibt es Showrooms, in denen Bestseller aus dem Online-Sortiment präsentiert werden. Auf der anderen Seite betreibt Home24 aber auch Outlets, in denen Restposten und Retouren vermarktet werden. Nun verschmelzen die Berliner erstmals beide Offline-Konzepte in einem neuen Store-Format in Köln. >>>Neuhandeln.de

Notebooksbilliger.de schmeißt Weiße Ware aus dem Sortiment: Notebooksbilliger.de verkauft künftig keine Haushaltsgroßgeräte mehr. Der Händler hat Qualitätsprobleme beim Transport der Geräte durch Dienstleister. Deshalb sorgt er sich um sein bislang positives Image. >>>Lebensmittel Zeitung (für Abonnenten)

Flaschenpost will wachsen: Der Getränkelieferdienst will 2019 acht bis zehn neue Standorte eröffnen. Einen kritischen Spiegel-Artikel kontern die Geschäftsführer Stephen Weich und Christopher Huesmann auf Gründerszene.de. >>>Spiegel Plus / Gründerszene.de

Media-Saturn bremst bei der Werbung: Der kriselnde Elektronikhändler Media-Saturn knöpft sich seine Werbeausgaben vor. Im Zuge des Sparprogramms könnte das Marketing umgebaut werden. >>>Lebensmittel Zeitung (für Abonnenten)

Daimler und BMW starten gemeinsamen Mobilitätsdienst: Daimler und BMW wollen ihre Positionen auf dem umkämpften und wachsenden Markt des Carsharings ausbauen. Die Konzerne investieren dafür mehr als eine Milliarde Euro, um die bestehenden Angebote auszubauen und zu verzahnen. >>>Internetworld.de

Lieferando liefert gratis in Essen: Mit einer Marketing-Aktion feiert Lieferando seinen 10. Geburtstag. Unter dem Motto "Gratis Essen in Essen" versendete der Lieferdienst an die Bewohner von Essen Gutscheine, mit denen sie am Wochenende ein Essen gratis bestellen konnten. Zudem spendete Lieferando 200 Mahlzeiten an die Wohnungslosenhilfe des Diakoniewerks in Essen. >>>Food-Service.de

11teamsports expandiert weiter: Am 16. Februar feierte 11teamsports in Wadern (Saarland) die Eröffnung seiner insgesamt zwölften Filiale in Deutschland. Damit setzt das Crailsheimer Unternehmen, das nach eigenen Angaben den größten Online-Shop für Teamsport im deutschsprachigen Raum führt, seine Expansion auch stationär fort. Zuletzt war Anfang Februar das Filialnetz in Österreich um einen neuen Store in Wien auf insgesamt sechs Standorte aufgestockt worden; in der Schweiz gibt es bislang nur einen Shop (Schlieren). >>>SAZ Sport

- INTERNATIONAL -

Amazon verschärft die Wettbewerbsbedingungen für Werbung: Der E-Commerce-Riese führt aktuell offenbar Tests durch, in deren Rahmen jenen Nutzern, die Werbung angeklickt haben (für die Händler und Marken bezahlt haben) eine Empfehlung für ein ähnliches, aber günstigeres Produkt eingeblendet wird. Das kann auch von Amazons Eigenmarken stammen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. >>>OMR.com

Wayfair steigert Umsatz und Verlust: Der US-Online-Möbelhändler, der in Deutschland mit Barbara Schöneberger Werbung macht, hat seine Umsätze in den vergangenen fünf Jahren mehr als versiebenfacht und ist allein 2018 nochmal um gut zwei Milliarden Dollar auf knapp 6,8 Milliarden Dollar (+43,6%) gewachsen. Allerdings drückt das extreme Wachstum auf das Ergebnis. >>>Exciting Commerce

Hervis spürt Online-Konkurrenz: Der österreichische Sporthändler Hervis meldet für das Jahr 2018 stagnierende Umsätze. Allerdings stieg der Online-Handel um 40 Prozent. Fünf Prozent des Jahresumsatzes von 520 Millionen Euro werden inzwischen online erwirtschaftet. "Vielleicht gab es 2018 ein bisschen zu wenig Fokus auf das stationäre Geschäft, das soll sich 2019 wieder ändern", sagt Gerhard Drexel, CEO der Hervis-Mutter Spar. >>>Kurier.at

Joom erobert Frankreich: Der russische E-Commerce-Marktplatz Joom, auf dem Produkte aus China zu Schleuderpreisen verramscht werden, buhlt jetzt verstärkt um französische Marken. Ziel ist es, das Sortiment mit höherwertigen Produkten, die außerhalb von China produziert werden, aufzuwerten. Im nächsten Schritt will das Unternehmen französischen Händlern helfen, ihre Produkte in Europa zu verkaufen. Wenn man es in Frankreich schaffe, schaffe man es überall in Europa, so CEO Ilya Shirokov. >>>Reuters.com

Adidas setzt in China auf Tmall: Der Sportausrüster hat in China sein neuestes Laufschuhmodell Ultraboost 19 exklusiv auf Tmall gelauncht. Den Shop betreibt die Brand seit neun Jahren. Allein im vergangenen September verkaufte Adidas innerhalb von neun Stunden mehr als 70.000 Paare seines Models "Adidas Yeezy Boost 350 V Triple Whites". >>>Tamebay

Kroger investiert weiter in Automatisierung: Die US-Supermarktkette kooperiert erneut mit Ocado und kündigt zwei vollautomatisierte High-Tech-Lager für Online-Lebensmittelbestellungen an. Mit Hilfe von Robotern sollen online bestellte Lebensmittel schneller ausgeliefert werden. >>>Supermarktnews.com

Amazon-Frachtmaschine nahe Houston abgestürzt: Ein 27 Jahre altes Frachtflugzeug vom Typ Boeing 767, das im Auftrag von Amazon unterwegs war, ist über einer Bucht bei Houston im US-Bundesstaat Texas abgestürzt. Die Maschine mit der Kennung N1217A war laut der Luftfahrtaufsicht FAA von Miami nach Houston unterwegs, als sie aus unbekannten Gründen über der Bucht Trinity Bay nahe Anahuac, Texas, abstürzte. Drei Menschen sollen an Bord gewesen sein. >>>Morgenpost.de

- BACKGROUND -

Next-Generation-ERPs: Viele E-Commerce-Projekte scheitern am Datenzugriff und -export. Moderne Online-ERP-Systeme können helfen - und auch parallel zu SAP und Co. eingesetzt werden. >>>Internetworld.de

Taxibranche wehrt sich gegen Uber & Co: Taxifahrer fürchten um ihre Existenz und protestieren weltweit lautstark gegen Uber und andere Online-Fahrdienste. Uber und seinen Fahrern wird vorgeworfen, sich bereits jetzt nicht an die Regeln zu halten. Städte würden "heuschreckenmäßig überflutet". >>>Internetworld.de

Gratisuhren sind zu teuer: Online-Händler locken Kunden zunehmend mit Geschenken – zum Beispiel mit vermeintlich kostenlosen Uhren oder Schmuck. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt vor solchen Präsenten. Dem Käufer entstünden hohe Versand- und Logistikkosten, die den Wert der Produkte in vielen Fällen überstiegen. >>>Saarbruecker-Zeitung.de

Wo sind Amazons Lieferdrohnen: Im Jahr 2019, so versprach Jeff Bezos vor fünf Jahren, sollen Amazon-Pakete in den USA per Drohne ausgeliefert werden. Doch die größten Hürden sind noch immer nicht überwunden. >>>Thenextweb.com

- ZAHL DES TAGES -

Jeder dritte Paketzusteller erhält laut Zoll nicht einmal den Mindestlohn. Die Arbeitnehmergruppe in der CDU will den Missstand nun mit neuen Haftungsregeln begegnen. Das könnte den Paketversand erneut teurer machen. >>>Landeszeitung.de

- GEHÖRT -

"Die Apothekenlobby hat schon in der letzten Wahlperiode nur noch wenige überzeugt. Es wäre eine Blamage, wenn man uns hier als großer Koalition irgendwas diktieren könnte."

Der SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach lässt sich von den Drohungen der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ABDA nicht einschüchtern. Deren Präsident hatte erklärt, Online-Apotheken, die nach Deutschland liefern, müssten sich zumindest an deutsche Preise halten. Da sei man nicht kompromissfähig. >>>Wiwo.de

"Amazon sollte schlaflose Nächte haben. Ich meine, ganz ehrlich. Amazons flächenbereinigter Umsatz in den USA liegt im einstelligen Bereich. Die großen Einzelhändler Target und Walmart haben gelernt wie sie ihre Ladenbestände wirksam einsetzen können, um ein besseres Einkaufserlebnis zu schaffen. Dorthin gehen die Kunden jetzt."

Ron Johnson, der als ehemaliger Einzelhandelschef von Apple das Konzept der Apple-Stores erfand und heute als CEO von Enjoy Technology fungiert, hält den E-Commerce-Riesen Amazon für angezählt. >>>Finanzen.net

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