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Amazon 09.02.2015
Amazon 09.02.2015

E-Commerce-Trends 09.02.15 Mister Spex schafft den Break-Even

Mister Spex meldet für 2014 schwarze Zahlen, das Land Bayern kündigt verschärfte E-Commerce-Kontrollen an, Björn Borg verkauft Mode über ein Online-Spiel und Zalando eifert Amazon Prime nach.

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- NEWS -

Deutschlands größter Online-Optiker, Mister Spex, hat im vergangenen Jahr den Break-Even geschafft. Die Umsätze kletterten um 38 Prozent auf 65 Millionen Euro. Für die kommenden Jahre peilt Firmengründer Dirk Graber Wachstumsraten zwischen 30 und 50 Prozent an - und will dabei aber profitabel bleiben. Das Wachstum soll unter anderem über Expansion erfolgen: Nach Norwegen startet Mister Spex demnächst in der Schweiz. >>>Wiwo.de

Zalando will die Kundenbindung mit einem neuen Premium-Angebot stärken. Das 19 Euro teure Programm verspricht Kunden Gratis-Express-Lieferung, Wunschtag-Zustellung, einen frühen Zugang zu Sales-Angeboten und ein verlängertes Zahlungsfenster. >>>Internetworld.de

MeinAuto.de baut sein Geschäftsmodell um und ergänzt es durch „MeinAuto.local“. Dadurch soll der stationäre Autohandel wieder mehr Gewicht im Verkaufsprozess bekommen. >>>Automobilwoche (für Abonnenten)

Am Freitag war es noch Gerücht, jetzt ist es bestätigt: Das Comeback des Düsseldorfer Traditionsmodehauses Eickhoff als Online-Shop ist gescheitert. Wie die potenziellen Investoren der European Media Holding gegenüber „Textilwirtschaft“ bestätigten, hätten sich insbesondere die in das Duo Susanne und Stefan Asbrand-Eickhoff gesetzten Erwartungen in die umfassende Akquise zugkräftiger Brands und Labels nicht erfüllt. Jetzt suchen die European-Media-Holding-Investoren einen neuen Partner im Luxussegment. Erfolgreiche Luxus-Einzelhändler, die den Sprung auf die digitale Ebene allein nicht schaffen würden, gebe es im europäischen Raum genug. >>>Textilwirtschaft.de

Monoqi hat sein Fulfillment an Hellmann E-Commerce ausgelagert. Der Berliner Online-Händler für Design und Produkte musste aufgrund seines Markterfolgs die eigenen Front- und Backendprozesse neu ausrichten und hat sich deshalb zu diesem Schritt entschieden. >>>MM Logistik

Home24.de hat in den ersten neun Monaten 2014 einen Netto-Umsatz von 105 Millionen Euro erzielt. Das entspricht einem Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 60 Prozent. Als Gründe werden unter anderem die Expansion nach Belgien und Italien genannt. Der operative Verlust beläuft sich auf 34 Millionen Euro. Bei Westwing wurde in den ersten neun Monaten 2014 ein Netto-Umsatz von 124 Millionen Euro erzielt - auch hier ein Plus von 63 Prozent. Der operative Verlust liegt bei 44 Millionen Euro. >>>Neuhandeln.de

DeinBus.de wurde von einem Selfmade-Millionär vor der Insolvenz gerettet: Tillmann Raith investierte einen niedrigen siebenstelligen Betrag in das Offenbacher Unternehmen. Jetzt sollen das Netz erweitert und die Preise angehoben werden. >>>Wiwo.de

Dass sich der Markt für Online-Bringdienste konsolidiert, wurde schon lange erwartet. Jetzt hat Rocket Internet einen gewaltigen Schritt getan und sich für 496 Millionen Euro mit 30 Prozent am Konkurrenten Lieferheld beteiligt. Der gesamte Bereich wurde in der Global Online Takeaway Group gebündelt. Delivery Hero vermittelte 2014 ein Bestellvolumen von 655,7 Millionen Euro. Der weltweite Umsatz lag bei 88,9 Millionen Euro, die EBITDA-Verluste bei 37,6 Millionen Euro. >>>Internetworld.de

Rocket Internet (II) bringt die Wohnungsvermittlungsbörse Nestpick nach Deutschland. Zielgruppe sollen wohlhabende Studenten sein. Acht Großstädte sind auf der Plattform schon vertreten. Bislang war Nestpick in den Niederlanden, Englad, Frankreich, Spanien und Italien aktiv. Im Jahresverlauf sollen noch Österreich, Schweiz, Skandinavien, Australien und die USA dazukommen. >>>Futurezone.at

WeeGreen.de, ein Marktplatz für nachhaltige Produkte, auf dem 180 Shops registriert sind, schreibt auch fünf Jahre nach dem Launch noch keine schwarzen Zahlen. Zwar sei das Segment ein Wachstumsmarkt, doch sei dieser in Deutschland noch sehr klein, heißt es zur Begründung. Jetzt soll die Expansion es richten. >>>Inforadio.de

- INTERNATIONAL -

Media-Saturn hat in Österreich ein Beacon-Pilotprojekt gestartet. Kunden können sich via Smartphone zielgenau zum gewünschten Produkt navigieren lassen und Datenblätter mit zusätzlichen Produktinfos abrufen. Media-Saturn analysiert Besuch und Verhalten der Kunden und den Kaufabschluss. Erfolgte dieser nicht, ist eine zusätzliche Incentivierung des Artikels möglich. >>>Location Insider

Amazon (I) ist es nicht geglückt, sich einen Teil der über 4.000 Filialen der insolventen US-Elektronikfachmarktkette RadioShack zu schnappen. 2.400 Filialen gehen an den Hedgefonds Standard General, Sprint übernimmt 1.700 Filialen. >>>manager-magazin.de

Amazon (II) wildert mal wieder in Moderedaktionen und hat jetzt Caroline Palmer von „Vogue“ abgeworben. Sie soll als Chefin Redaktion und soziale Aktivitäten leiten. Die Reichweite von Amazon ist für Palmer, die bislang in der Redaktion von Vogue.de arbeitete, erheblich größer als gewohnt: 35 Millionen Kunden zählt die Modeabteilung des E-Commerce-Riesen. >>>WWD.com

Amazon (III), Argos, House of Fraser, John Lewis und Marks & Spencer sind die größten Multichannel- und Online-Händler Großbritanniens, zeigt die aktuelle Liste „Internet Retailing Top 500“, die Internetretailing.net erstmals aufgelegt hat. >>>Internetretailing.net

Ebay hat sich verrechnet und im vergangenen Jahr nicht, wie bislang ausgewiesen, 41 Millionen Dollar Verlust, sondern einen Gewinn geschrieben. Es seien 2014 weniger Steuern fällig gewesen als angenommen, heißt es zur Begründung. >>>Handelsblatt.com

Björn Borg kennen die Älteren unter uns noch als Tennis-Ikone. Jetzt verkauft er Sportbekleidung und Wäsche - und das auch im Internet. Borg hat ein Online-Spiel kreieren lassen, in dessen Verlauf man Kleidung kaufen kann. Damit wird die aktuelle Sommerkollektion beworben. >>>Textilwirtschaft.de

- BACKGROUND -

E-Commerce-Kontrollen: Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat sich im Rahmen anonymer Testkäufe ein Bild vom Status Quo im Online-Handel gemacht. Weil gerade bei sehr spezieller Ware der Online-Handel mit Risiken für den Verbraucher behaftet sei, soll jetzt ein neues Kontrollprogramm für den Online-Handel starten. Als erstes Land will Bayern auch zukünftig Produkte verdeckt einkaufen und sie anschließend im Labor untersuchen. Auf diese Weise sollen die schwarze Schafe im Web aufgedeckt werden. Ein genauerer Blick werde dabei unter anderem auf die Einhaltung von Kühlketten geworfen. >>>Wochenblatt.de

Einkaufsvergnügen: t3n hat sich David Ogilvys Motto „You cannot bore people into buying“ zu Herzen genommen und im Web nach Shopping-Features gesucht, die Spaß machen oder einem zumindest ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. >>>t3n.de

Live-Paket-Tracking bei DPD: t3n.de hat den Service, den das Logistikunternehmen seit einem halben Jahr bietet, einmal selbst getestet. Feedback: Zustellung erfolgte im angegebenen Zeitfenster, aber das Tracking des Fahrers ist mehr Spielerei als Nutzwert. >>>t3n.de

- GEHÖRT -

„Transport (Uber) und Übernachtungen (AirBnB) sind nur die offensichtlichsten P2P-Marktplätze, die sich auch als Erweiterungen für Ebay angeboten hätten. Selbstgemachtes (Dawanda/Etsy), Second-Hand-Kleidung (Kleiderkreisel), Dienstleistungen wie Wohnungsreinigung (Helpling) - die Liste ließe sich endlos fortsetzen.“

„Wired“-Autor Marcel Weiss hätte sich Ebay gut als Social Hub oder Basis der Sharing Economy vorstellen können. Dass sich das Unternehmen stattdessen dem sterbenden stationären Handel zuwendete, könnte auch sein Todesurteil besiegelt haben. >>>Wired.de

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