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E-Commerce-Trends 17.02.15 Komplett Group übernimmt Comtech

Die Komplett Group steigt durch die Übernahme von Comtech in den deutschen Markt ein, Westwing baut sein Angebot in Richtung Möbelhaus aus und Tollabox muss Insolvenz anmelden.

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- NEWS -

Die norwegische Komplett Group steigt durch die Übernahme von Comtech in den deutschen Markt ein. Das Unternehmen ist nach eigener Aussage Marktführer in Skandinavien und betreibt in Norwegen, Schweden und Dänemark insgesamt 14 Online-Shops mit einem Schwerpunkt auf IT, Unterhaltungselektronik und Weißer Ware. Comtech erzielte 2014 einen Nettoumsatz von 103 Millionen Euro. >>>Channelpartner.de

Westwing steigt mit „WestwingNow“ in den klassischen Online-Möbelhandel ein. Ein dauerhaftes Sortiment aus Möbeln und Deko-Artikeln soll Zielgruppen jenseits des Shopping-Club-Gedankens ansprechen. Kunden können aus fertig eingerichteten Räumen jedes Teil kaufen. Die Lieferung soll kurzfristig erfolgen. >>>Exciting Commerce

Bei Amazon gingen am Sonntag zwischen 19.30 Uhr und 0.00 Uhr mindestens zwei Mal für rund eine Stunde teilweise die Lichter aus. Die Amazon-Websites unter mehreren Länder-Domains, darunter Deutschland, Großbritannien, Italien und Frankreich konnten zeitweise nicht erreicht werden. Auch andere Services wie das FireTV, die Smart-TV-Apps oder das Kindle fielen aus. Offenbar handelte es sich nicht um einen Server-Ausfall, sondern um ein DNS-Problem. >>>Heise.de

Der 2012 gestartete Bastelbox-Aboversender Tollabox hat Insolvenz angemeldet, weil eine Finanzierungsrunde kurz vor dem Abschluss platzte. Zur Insolvenz führten zu kurze Abolaufzeiten. Eltern bestellten die Box im Schnitt nach 7,5 Monaten ab. Um schwarze Zahlen zu erreichen, wären elf Monate nötig gewesen. >>>Gruenderszene.de

Der Möbelhändler Ikea überarbeitet seine Website Hej.de. Zum ersten Mal werden Wohntipps von Experten und Usern zusammengebracht. >>>OnetoOne.de

Bonprix kooperiert mit Teradata. Mit Unterstützung des Marketing-Cloud-Anbieters wollen die Hamburger über alle Kanäle hinweg eine maßgeschneiderte Multichannel-Kommunikation mit dem Endkunden realisieren. >>>Adzine.de

- INTERNATIONAL -

Der Schweizer Elektronikhändler Digitec will eventuell das Netz seines Mitgesellschafters Migros nutzen, um Kunden die Abholung von online bestellter Ware anzubieten. Noch gebe es allerdings nur Überlegungen, keine Beschlüsse, sagen die Gründer. Im Interview mit der „Aargauer Zeitung“ erzählen sie noch mehr über ihr derzeitiges Business. >>>Aargauerzeitung

Der italienische Online-Modehändler Yoox plant eine chinesische Mobile App. Damit rüstet sich das Unternehmen für den Mobile-Commerce-Aufschwung im Land des Lächelns. >>>WWD.com

Ausgerechnet Jeff Bezos eigene Zeitung, die "Washington Post", brachte die Meldung zuerst: Amazons Traum von Drohnen-Logistik ist erstmal ausgeträumt. Denn die US-Flugaufsichtsbehörde FAA hat jetzt einen Entwurf mit Regeln für die gewerbliche Nutzung von Drohnen veröffentlicht. Und die sehen Transportflüge für E-Commerce erst einmal nicht vor. Amazon kritisiert die geplanten Regelungen - und erwägt die Abwanderung in Länder, wo die Idee von Amazon Prime Air regulatorische Unterstützung bekomme. >>>Internetworld.de / Kölner Stadtanzeiger

Ebay.com experimentiert mit dem Webshop-Design und hat bei einzelnen Händlern die Artikelbeschreibungen ausgeblendet. Wer sie lesen will, muss einen Link anklicken, der ihn zur Artikelbeschreibung führt. Der Test soll angeblich für ein besseres Kauferlebnis sorgen. „In Wahrheit wird es eher darum gehen, Platz für weitere Werbeanzeigen zu schaffen“, schimpft tmta.de-Bloggerin Marion von Kuczkowski. >>>tmta.de

- BACKGROUND -

E-Commerce-Wachstum: Vor zwei bis drei Jahren hatten Online-Händler mit mehr als einer Milliarde Euro Umsatz noch absoluten Seltenheitswert, schreibt Exciting-Commerce-Blogger Jochen Krisch in einem aktuellen Beitrag. Heute gibt es bereits mehr als ein Dutzend davon. In Zukunft rechnet er mit mindestens fünf bis zehn Online-Handelsriesen, die die Zehn-Milliarden-Euro-Umsatzgrenze knacken werden. „Exponentielle Entwicklungen werden gerne unterschätzt“, warnt er. „Aber mit jährlich 60 Prozent Wachstum verzehnfachen sich die Umsätze in fünf Jahren, mit 26 Prozent Wachstum verzehnfachen sie sich in zehn Jahren.“ >>>Exciting Commerce

Shopping-TLDs: Glaubt man den Anbietern von Internet-Domains, sind sie die neue Wunderwaffe des E-Commerce: die neuen Web-Endungen wie .kaufen, .deals oder .reise. Von ihrer tatsächlichen Relevanz für den Online-Handel sind aber längst nicht alle überzeugt. Und nur wenige Unternehmen haben sich bisher mit einem Shop in das größtenteils unerschlossene Gebiet gewagt. >>>Internetworld.de

- ZAHL DES TAGES -

Jedem dritten Handelsvertreter aus Konzernen mit einem Jahresumsatz von mindestens 100 Millionen Euro fällt auf Nachfrage kein Beispiel für ein gelungenes Multichannel-Projekt ein, zeigt eine Studie des IT-Dienstleisters Salt Solutions und des Marktforschers Lünendonk. Für acht Prozent der Befragten ist Multichannel selbst auch noch gar kein Thema. >>>Neuhandeln.de

- GEHÖRT -

"Während Karstadt in den letzten 15 Jahren in Deutschland mehr als 20.000 Arbeitsplätze abgebaut hat, wurden bei Amazon Deutschland mehr 20.000 Arbeitsplätze aufgebaut, davon mehr als 10.000 für Festangestellte. Hätte Amazon dies nicht getan, würde der Staat mit mindestens 1,0 Milliarden Euro Arbeitslosengeld zusätzlich belastet. Die möglichen Steuereinnahmen wären nur ein Bruchteil dieser Summe, denn sollte Amazon irgendwann einmal in Deutschland konsolidieren und eine handelsübliche Rendite von rund zwei Prozent anstreben, wären dafür in Deutschland gerade einmal 50 Millionen Euro Körperschaftssteuer fällig nach heutiger Umsatzgröße. Insofern ist es volkswirtschaftlich zu begrüßen, dass Amazon unter Verzicht auf Gewinne vor allem im Bereich geringqualifizierter Beschäftigter mit hohem Langzeitarbeitslosen-Potenzial neue Arbeitsplätze und das auch noch  in einer Zukunftsbranche schafft. Nicht ohne Grund hat Jeff Bezos im letzten Jahr den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft erhalten. Immerhin zwei Bundesministerien waren Schirmherr, und zwar das Forschungs- sowie das Wirtschaftsministerium. Sicherlich war der Preis auch als Appell an den deutschen Handel gedacht, endlich offensiv zu imitieren.“
Gerrit Heinemann
, Leiter des eWeb-Research-Center an der Hochschule Niederrhein, platzt angesichts der zahlreichen Vorwürfe gegen Amazon die Hutschnur. Denn deutsche Unternehmen sind keinen Deut besser. >>>Internetworld.de

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