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E-Commerce-Trends 23.07.18 JD.com will in Deutschland verkaufen

Shutterstock / Vasin Lee
Shutterstock / Vasin Lee

Toom verschiebt den Online-Start, Metro digitalisiert Cash & Carry-Großmärkte, Outfittery dementiert finanzielle Schwierigkeiten, JD.com greift nach Europa und Deutschland und Amazon wehrt sich gegen Trumps Strafzölle.

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- NEWS -

Toom-Onlineshop kommt erst 2019: Eigentlich wollte der Baumarktbetreiber Toom im Sommer mit seinem Online-Shop und der Heimzustellung beginnen. Doch die Rewe-Tochter verschiebt wegen "technischer Herausforderungen" den Start. >>>Lebensmittel Zeitung (für Abonnenten)

Großhändler Metro digitalisiert Cash & Carry-Geschäftsmodell: Der angeschlagene Großhändler Metro will sein Geschäft zunehmend ins Internet verlagern. Dazu wechselt Real-Digitalchef Philipp Blome im August zum Mutterkonzern, um eine neue Einheit namens Metro Markets aufzubauen. Deren Zweck ist "der Groß- und Einzelhandel mit Waren aller Art aus dem Food- und Non-Food-Bereich einschließlich der Entwicklung und des Betriebs einer Internetplattform zum Handel (Marktplatz) von solchen Produkten (…)." >>>manager-magazin.de

Outfittery dementiert Schwierigkeiten: Laut eines Berichts des "manager magazins" haben bisherige Investoren des Curated-Shopping-Anbieters wie Holtzbrinck Ventures und Northzone nur eine Brückenfinanzierung genehmigt, um "Outfittery vor der Pleite zu bewahren." Am Ende des Jahres müsse neues Geld her. Eine Outfittery-Sprecherin dementiert: "Wir und unsere Investoren widersprechen entschlossen dem Bericht, dass wir kurz vor der Pleite stehen." >>>Gründerszene.de

Zooplus legt um 24 Prozent zu: Der Heimtierbedarfshändler konnte seine Umsätze in den ersten sechs Monaten des aktuellen Jahres um 24 Prozent auf 643 Millionen Euro steigern. Die positive Entwicklung führt der Konzern vor allem auf die hohe Wiederverkaufsrate und Kundenloyalität zurück. Gleichzeitig konnte Zooplus die angegebene Jahresprognose bestätigen. >>>Onlinehaendler-News.de

Amazon investiert Millionen in Hochregallager in Leipzig: Größere Produkte wie Rasenmäher und Mikrowellen will Amazon in Leipzig künftig in einer neuen Halle lagern. Fünf Millionen Euro werden dafür investiert. >>>LVZ.de

Productswithlove tritt Dawanda-Nachfolge an: Zwei Wochen nach dem Aus von Dawanda Ende geht der neue DIY-Marktplatz productswithlove.de an den Start. Der Anbieter positioniert sich als neuer, professioneller Onlinemarktplatz im DIY-Segment für selbstgemachte Produkte und Handarbeitsmaterial. Der Zielmarkt ist dabei auf Verkäufer- und Käuferseite auf die DACH-Region (Deutschland, Österreich und die Schweiz) ausgerichtet. >>>Pressemitteilung

Windeln.de trennt sich von Osteuropa-Geschäft: Im Rahmen seiner "Effizienz- und Profitabilitätsmaßnahmen" steht der Online-Babyausstatter kurz vor dem Verkauf seiner Tochter Feedo an den osteuropäischen Konkurrenten Ags 92. Der seit 2015 zur Gruppe gehörende Spezialversender verkauft Babybedarf in Tschechien, der Slowakei und Polen. >>>Neuhandeln.de

Wie sich About You alle Zukunftsoptionen offenhält: Besser als der Deal mit Bestseller hätte es für About You nicht laufen können, findet Exciting-Commerce-Blogger Jochen Krisch. Denn About You könne sich damit strategisch weiter von der Otto-Gruppe emanzipieren und der neue Partner wisse, was es heißt, gegen Zara und H&M bestehen zu müssen und wann Wachstum und wann Profitabilität angesagt ist. >>>Exciting Commerce

Soll Müller online mehr riskieren? Erwin Müller ist kein Digital Native, aber er kann als erfahrener Kaufmann gut rechnen. Deshalb hat der Patriarch im Onlinegeschäft im Parfümeriesegment die Direktzustellung nun doch wieder gecancelt. Der Unternehmer scheut die höheren Kosten, die ein vollwertiger Onlineshop nach sich zieht. >>>Lebensmittel Zeitung (für Abonnenten)

HSE24 soll 2019 an die Börse: Die US-Beteiligungsgesellschaft Providence Equity hat sich nach einem gescheiterten Verkauf des Shoppingsenders für den Börsengang entschieden. Angestrebt wird eine Bewertung von mindestens 1,75 Milliarden Dollar. >>>Handelsblatt.com

Tante Emma mit KI: Das Fraunhofer Institut startet ein Projekt, bei dem ein mobiler Tante-Emma-Laden ländliche Gebiete in Bayern versorgen soll. Der Lieferwagen soll über neueste Technik verfügen. >>>NGIN Food

Pippa & Jean trennt sich von Investoren: Bei Pippa & Jean haben sich die Erwartungen in den letzten Jahren nicht so wirklich erfüllt. So sind jetzt Vorwerk, Holtzbrinck Ventures und Klingel als Investoren ausgestiegen. >>>Exciting Commerce

Bijou Brigitte will online investieren: Die Modeschmuckmarke will ihre Online-Aktivitäten ausbauen. Noch sei der Online-Umsatz im Vergleich zum Konzernumsatz nicht relevant, wachse aber kontinuierlich weiter, heißt es von Unternehmensseite. Freiwillig ist die neu entdeckte Liebe zum E-Commerce aber nicht. Im ersten Halbjahr ging nach vorläufigen Zahlen der Umsatz um 2,1 Prozent auf 146 Millionen Euro zurück. >>>Der Aktionär

Casper trommelt für Essential: Das Matratzen-Start-up feiert den Launch seines neuen Modells "Essential" mit einer Kampagne, die einmal mehr ein vermeintlich rein funktionales Produkt als unverzichtbares Element des modernen Lifestyles inszeniert. >>>Horizont.net

Onlineshop für Wohndesign zu verkaufen: Aus gesundheitlichen Gründen sucht ein Händler für Heimtextilien, Dekorationsartikel, Haushaltswaren sowie Artikel aus den Bereichen Baumarkt & Garten für seinen Online-Shop einen neuen Besitzer. Der Jahresumsatz lag zuletzt bei 140.000 Euro - allerdings quasi fast ohne Marketing-Ausgaben. >>>Shopanbieter.de

- INTERNATIONAL -

JD.com greift nach Europa und Deutschland: Richard Liu, Gründer und Vorstandschef des chinesischen E-Commerce-Riesen JD.com, will noch 2018 ein eigenes Büro in Deutschland eröffnen. Es gehe nur noch darum, Details zu klären. Bis Ende des Jahres soll dann eine ausgearbeitete Strategie zur Erschließung des Marktes stehen. "Mir geht es nicht mehr nur darum, Produkte von Deutschland nach China zu verkaufen. Ich möchte auch Produkte in Europa verkaufen, sagte Liu im Interview mit dem Handelsblatt. Dazu schließt er auch Zukäufe nicht aus. "Wenn wir eine gute Chance sehen, dann nutzen wir sie". >>>Handelsblatt.com (für Abonnenten) / Reuters

Amazon will gegen US-Strafzölle rebellieren: Aus Sorgen um ihr Geschäft drängen in den USA Großkonzerne wie Amazon die Regierung verstärkt zu einem Einlenken im Handelsstreit. Der weltgrößte Onlinehändler erwägt branchenweite Werbekampagnen und eine umfangreichere Lobbyarbeit, um die Pläne für weitere Sonderzölle zu vereiteln, wie aus dem Umfeld des Unternehmens verlautete. >>>T-Online.de

Amazon-App identifiziert Schrauben mit der Smartphone-Kamera: Amazon baut die integrierte Bilderkennungstechnik seiner Shopping-App weiter aus. Nutzer können darüber nun Schrauben und andere Befestigungselemente automatisch identifizieren lassen. Der neue Teilefinder soll derzeit bereits über 100 Arten von Befestigungselementen erkennen. Dies soll das Auffinden von mehreren Tausend wenn nicht Millionen Teilen ermöglichen. >>>Heise.de

Wie SwissCommerce in der Nische groß wird: SwissCommerce betreibt eine Palette von Nischenshops. Was ist das Erfolgsrezept, das hinter dem Konzept steckt und welche Existenzberechtigung Nischenshops neben Warenhaus-Giganten wie Amazon und Galaxus haben, wollte Evecommerce von der Gründerin und CEO Friederike von Waldenfels wissen. >>>Evecommerce.com

- BACKGROUND -

Netshops und Etribes fusionieren: Hochzeit in Hamburg: Weil Kunden nach ganzheitlicher Digitalkompetenz verlangen fusionieren die E-Commerce-Agentur Netshops Commerce und die Unternehmensberatung Etribes Connect und werden zukünftig unter dem Namen Etribes agieren. Die Marke Netshops erhält den Zusatz “part of Etribes”. Unter dem Markendach Etribes verantwortet die neue Geschäftsführung ab sofort einen achtstelligen Jahresumsatz im laufenden Jahr 2018, 70 festangestellte Mitarbeiter sowie ein 35-köpfiges Partnernetzwerk, dem deutsche E-Commerce-Experten und Digitalunternehmer wie beispielsweise Tarek Müller (About You), Dr. Gerald Schönbucher (Real/Metro) und Hubertus Bessau (MyMüsli) angehören. >>>Pressemitteilung

Warum Amazon ein Fall für die Kartellbehörden ist: Die EU-Kommission sollte sich nicht nur darum kümmern, ob der US-Konzern auch brav seine Steuern in Europa bezahlt, schreibt "Handelsblatt"-Autor Florian Kolf. Stattdessen sollten die Wettbewerbskontrolleure auch das eigentliche Geschäft und den Verdrängungseffekt einmal kritisch unter die Lupe nehmen - so, wie sie es mit Google ja schon machen. Denn das Unternehmen schafft jetzt Fakten, die später kaum noch korrigiert werden können. >>>Handelsblatt.com

So machen Microinteractions den Shop besser: Das Nutzungserlebnis ist oft das entscheidende Kriterium, ob der Kunde auf "Bestellen" klickt oder den Kauf abbricht. Microinteractions können das Kauferlebnis deutlich verbessern. >>>Internetworld.de

So gelingt ein Shopping-Erlebnis ohne Brüche: Was unterscheidet Händler und Käufer? Die einen trennen nach Kanälen, die anderen nicht. Die Kunden wünschen sich ein Einkaufserlebnis ohne Brüche, egal ob sie mobil, im Store oder online shoppen. Wir geben drei Tipps für ein nahtloses Einkaufserlebnis. >>>Internetworld.de

- ZAHL DES TAGES -

200 Euro monatlich - mehr dürfen Mobility-as-a-Service-Angebote nicht  kosten, damit Kunden ihre Autos und andere Verkehrsmittel nur noch abonnieren oder nach Nutzung bezahlen, zeigt eine Umfrage von Globis Consulting. Das Problem: Laut ADAC kostet selbst der kleinste Gebrauchtwagen monatlich über 200 Euro Unterhalt. >>>Pressemitteilung

- GEHÖRT -

"Im Onlinehandel kaufen die Leute überwiegend die Dinge mit ganz kleinen Margen. Und deswegen funktioniert es nicht. Wir haben in den letzten 17 Jahren noch nicht ein Jahr Geld verdient."

Dirk Rossmann erklärt zum wiederholten Male, warum sich seine Drogeriemarktkette mit dem Online-Handel so schwer tut. >>>HY Podcast

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