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E-Commerce-Trends 06.11.15 Jamie Oliver wirbt für HelloFresh

Jamie Oliver kooperiert mit HelloFresh, H&M-Shop geht in Deutschland wegen Balmain in die Knie, Zalando wird von der Wettbewerbszentrale verklagt, Mytheresa hält nichts von Big Data und alle machen SDL.

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- NEWS -

Ein Online-Ansturm auf die aktuelle Balmain-Kollektion zwang den Webshop von H&M in Deutschland in die Knie. Man sei darum bemüht, Kunden schnellstmöglich Zugang zu gewähren, hieß es am Donnerstagmorgen auf Englisch auf dem deutschen Shop. Wer nicht schnell genug zum Checkout marschierte, hatte ebenfalls das Nachsehen. Waren im Online-Warenkorb werden bei H&M nämlich nicht reserviert. >>>eigene Recherche

Scoop für Hello Fresh: Der Promi-Koch Jamie Oliver lässt sich als Testimonial für den Kochboxen-Versender einspannen. Unter anderem bekommen HelloFresh-Abonnenten Rezepte von Oliver zum Nachkochen. Die Kooperation von Jamie Oliver und HelloFresh wird in sechs Ländern umgesetzt: Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Belgien, Österreich und die USA. >>>Kurier.at

Die Wettbewerbszentrale hat beim Landgericht Berlin Unterlassungsklage wegen irreführender Werbung gegen Zalando eingereicht. Die Zentrale zur Bekämpfung unlautereren Wettbewerbs, so der vollständige Name des Vereins, hatte den Online-Modehändler zuvor bereits abgemahnt. Dabei hatte der Verein beanstandet, dass Zalando "bei verschiedenen Artikeln mit einem geringeren Warenvorrat als tatsächlich vorhanden geworben hatte". >>>Internetworld.de

Der Online-Luxusmodeversender Mytheresa hält nichts von Big Data. "Big Data bringt Ihnen gar nichts. Wir beschäftigen uns nicht mit Daten, sondern lieber mit Fragen", sagte Michael Kliger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Mytheresa.com, auf einer Veranstaltung der "Textilwirtschaft". Statt in Datenbergen zu stochern, setzen er und sein Team lieber auf Feedback-Bögen und freie Textfelder und freuen sich über Rücklaufquoten an Kundinnen-Tipps von 30 Prozent. >>>Textilwirtschaft.de

Spreadshirt lässt ab sofort auch im tschechischen Krupka produzieren. Neben den Druckereien am Firmensitz und im polnischen Legnica ist dies für den Print-on-Demand-Spezialisten der dritte Produktionsstandort in Europa und der fünfte weltweit. >>>Textilwirtschaft.de

Kondome als Give-Aways für Unternehmenskunden scheinen etwas befremdlich. Dennoch will der neue Kondom-Online-Shop mein-kondom.de mit individualisierbaren Angeboten wie diesen auf dem Markt bestehen. >>>Internetworld.de

- INTERNATIONAL -

Amazon startet mit Prime Now in Italien. In Mailand und den angrenzenden Regionen können Prime-Kunden Bestellungen im Wert von über 19 Euro gratis taggleich in einem Zwei-Stunden-Fenster zustellen lassen. Die Ein-Stunden-Lieferung kostet 6,90 Euro. Die Ware wird nicht aus dem Logistikcenter in Piacenza geliefert, sondern aus einem Warenhaus in der Nähe von Affori. Die Bestellungen werden innerhalb von 15 Minuten gepickt und gepackt. >>>eCommerceBytes.com

Der Online-Marktplatz für Luxusmode-Boutiquen, FarFetch, startet Same-Day-Delivery in neun Regionen in Europa und den USA. In Barcelona, Madrid, Rom, Mailand, Paris, London, Miami, New York und Los Angeles können sich Kundinnen Garderobe, die sie vor zehn Uhr bestellen, von Montag bis Freitag noch taggleich liefern lassen. Die Preise liegen bei rund 25 US-Dollar. >>>Internet Retailer

Die Parfümeriekette Sephora baut in Paris einen vernetzten Laden. Interaktive Tablets, Smartphone-Ladestationen, Selfie-Spiegel und NFC-Tags sollen für ein besonderes Einkaufserlebnis sorgen. Weitere Filialen sollen folgen. >>>Mobile Commerce Daily

Nike startet in der Schweiz mit dem Direktvertrieb über das Netz - allerdings mit erheblichen Preisaufschlägen gegenüber Deutschland und dem Rest Europas. So kostet ein Laufschuh in Deutschland 165 Euro, in der Schweiz 230 Schweizer Franken. Das entspricht - ohne Mehrwertsteuer - einem Aufschlag von 27 Prozent, hat Malte Polzin von Carpathia Consulting entdeckt. Darüber hinaus berechnet Nike in der Schweiz Versandkosten von zehn Franken - in den Rest Europas wird gratis geliefert. Die eher kundenunfreundliche Online-Strategie der Sportmarke in der Schweiz verwundert vor dem Hintergrund, dass Nike jüngst gegenüber "Internet Retailer" bekundete, durch den Ausbau des internationalen Geschäfts, bessere Kanalverknüpfung und einer Mobile-Offensive die Online-Umsätze bis 2020 von aktuell einer auf sieben Milliarden US-Dollar steigern zu wollen. Der Gesamtumsatz soll dann 50 Milliarden US-Dollar betragen. >>>Carpathia-Blog / Internet Retailer

Airbnb will in den USA im kommenden Jahr 100 Home-Sharing-Clubs gründen, die ihre Interessen gegenüber den Behörden vertreten. Eine erfolgreiche Kampagne in San Francisco lässt den Hotelschreck auf positive Wirkung hoffen. >>>CNet.com

Der Online-Juwelier Blue Nile konnte seine Umsätze im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur um vier Prozent auf 109,9 Millionen US-Dollar steigern. Der Nettogewinn verbesserte sich von 1,7 auf zwei Millionen US-Dollar. Man baue trotz kontinuierlicher Investitionen in weiteres Wachstum die Profitabiltät aus, heißt es von Unternehmensseite. >>>WWD.com

Alibaba bindet in diesem Jahr rund 1.000 Handelsmarken mit 180.000 Filialen oder Shop-in-Shop-Flächen in 330 Städten in China in das Cyber-Monday-Äquivalent "Singles' Day" am 11. November ein. Kunden, die über T-Mall bestellen, können die Ware in den Filialen abholen oder sie sich von den Stores nach Hause liefern lassen. Das geht schneller als über den klassischen Postweg, so die Alibaba-Argumentation. Viele Filialen trommeln am Point of Sale für das Event. Sie verteilen entweder Coupons, die am 11. November eingelöst werden können, oder integrieren QR-Codes, die Kunden scannen und so von Rabatten profitieren können. >>>Internet Retailer

- BACKGROUND -

Kundenbindung: Statt sich auf Social-Media-Aktivitäten zu fokussieren, sollten Online-Händler lieber an ihrem E-Mail-Marketing feilen, zeigen aktuelle Zahlen von Tryzens. Denn 77 Prozent der Briten halten am liebsten über den E-Mail-Postweg Kontakt zu ihren bevorzugten Händlern. Nur 23 Prozent bevorzugen Social Media. >>>eMarketer.com

Web-Weihnachten: Die Bedeutung des Black Friday steigt auch in Deutschland massiv an. Die Suchmaschine Google registriert hierzulande knapp vier Wochen vor Black Friday am 26. November einen Anstieg entsprechender Suchanfragen um mehr als 130 Prozent. Auch der Veranstalter des Black Friday Sale meldet wesentlich mehr Interessenten als in den vergangenen Jahren. >>>Business-Handel.de

Web-Weihnachten 2: Der Spielzeughersteller Toys'R'Us berichtet von guten Erfahrungen mit so genannten Unboxing-Videos auf Youtube. Experten empfehlen auch anderen Webhändlern, derartige Clips in ihren Werbeplan vor Weihnachten aufzunehmen. >>>ClickZ.com

- ZAHL DES TAGES -

Der 22. Dezember, 12.00 Uhr, ist für den Logistiker Hermes der Stichtag für pünktliche Paketauslieferung vor Weihnachten. Für alle bis dahin abgegebenen Sendungen erfolgt einer erster Zustellversuch bis Heiligabend. Bei internationalen Sendungen ist die Deadline der 15. Dezember zu Geschäftsschluss. >>>ecommerce-news-magazin.de

- GEHÖRT -

"Die vereinfachte Gleichung Google = Suchen, Amazon = Kaufen wird Wirklichkeit, mit allen Nebenwirkungen, die sich betroffene Händler und Hersteller vorgestellt haben."
Kassenzone-Blogger Alexander Graf betreibt Zahlenspiele und errechnet für Amazon in Deutschland für das Jahr 2015 ein Gross Merchandise Volume von 19,7 Milliarden Euro. Damit gehöre Amazon in Deutschland knapp die Hälfte des E-Commerce-Marktes. >>>Kassenzone.de

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