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E-Commerce-Trends 19.06.15 HDE launcht Ausbildung zum E-Commerce-Kaufmann

Rewe Digital steigt bei Barzahlen.de ein, Rakuten.de plant TV-Werbung, der HDE definiert das Berufsbild E-Commerce-Kaufmann und die Verbraucherzentrale NRW mahnt Webshops wegen Payment-Aufschlägen ab.

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- NEWS -

Nach der Übernahme von Commercetools steigt Rewe Digital jetzt bei Barzahlen.de ein. Mit dem Investment will Barzahlen.de weitere Branchen wie Versicherungen, Kommunen und Banken erschließen, die eigene Position im Einzelhandel festigen und die Entwicklung zu einem universellen Payment-Infrastruktur-Unternehmen weiter vorantreiben. Seit dem Frühjahr 2015 kooperiert Barzahlen.de bereits mit den zur Rewe-Group gehörenden Penny-Märkten. Anfang 2016 soll der Rollout in 3.000 Rewe-Märkten folgen. >>>Pressemitteilung

Rakuten Deutschland denkt laut eines Berichts von Neuhandeln.de darüber nach, über TV-Werbung der dümpelnden Plattform einen neuen Schub zu verleihen. In Österreich wurden damit „sehr gute Ergebnisse“ erzielt. Ein Anschub ist dringend notwendig, verkaufen doch lediglich 7.000 Händler über die deutsche Alternative zu Ebay und Amazon. Bei Ebay sind es 175.000. >>>Neuhandeln.de / Futurezone.at

Only, das Modelabel der dänischen Bestseller-Gruppe, und Zalando designen eine eigene Schuhkollektion. Die Schuhe gibt es ab Anfang August natürlich bei dem Berliner Modeversender, aber auch in zehn Only-Stores in Deutschland sowie im Online-Store von Urbanwear. >>>Textilwirtschaft.de

Der Internet-Marktplatz Bike Exchange verknüpft die Kanäle. Künftig ist es möglich, online gekaufte Räder in einem Fahrradladen in der Nähe abzuholen. Zehn Prozent der angeschlossenen Händler bieten den Service bereits an. Allerdings: Die Abholung funktioniert nur bei Händlern, bei denen man das Rad auch gekauft hat. Cleverer wäre, die Händler auch als Filialnetz für andere Händler einzugliedern. Über den Marktplatz erreichen Händler rund 150.000 potenzielle Kunden. >>>Radmarkt.de

Tierwohltaeter.de heißt ein neuer Webshop, der 100 Prozent seines Gewinns für Tierschutzprojekte einsetzt. Im Shop finden sich Produkte für Hunde, Katzen und Kleintiere. Die Preise sollen marktüblich sein. >>>Pressemitteilung

- INTERNATIONAL -

Für den US-Möbelhändler Pier1 zahlt sich die Rückkehr in den Online-Handel aus. Die Online-Umsätze stiegen im ersten Quartal auf 35,7 Millionen US-Dollar und machen nun 17 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Im Vorjahreszeitraum lag der Wert bei der Hälfte. 36 Prozent aller Online-Bestellungen werden in den Filialen abgeholt. >>>Internet Retailer

Amazon hat sich mit Penguin Random House geeinigt und damit einen der letzten E-Book-Streitigkeiten beigelegt. Der Vertrag betrifft die USA und Großbritannien. Details wurden von beiden Seiten nicht genannt. >>>Internet Retailer

Etsy ordnet seine Produktbewertungen künftig nach Relevanz. Aktuell sind sie nach Erscheinungsdatum sortiert. >>>eCommerceBytes.com

- BACKGROUND -

E-Commerce-Ausbildung: Der HDE hat ein Konzept zum neuen Berufsbild „Kaufmann im E-Commerce“ vorgelegt. Die Ausbildungsordnung soll zum Beginn des Ausbildungsjahres 2017/18 zum 1. August 2017 in Kraft treten. Im Sommer 2020 stünden dann die ersten ausgebildeten E-Commerce-Kaufleute zur Verfügung. Rund 1.000 Ausbildungsplätze sollen aktiviert und besetzt werden. >>>Lebensmittelzeitung.net

Afghanistan: Afghanistan will mit der Schaffung eines Online-Marktplatzes den Export seiner Produkte erleichtern. Die Handelsplattform soll kleinen und mittelständischen Unternehmen direkten Zugang zu Käufern im Ausland verschaffen. >>>Watson.ch

E-Commerce-Handlungsempfehlungen: Welche Grundregeln können Händler befolgen, um sich für die Veränderungen im Handel fit zu machen. Matthias Hell hat in seinem Buch „Local Heroes“ zehn Handlungsempfehlungen abgeleitet. >>>Location Insider

Online-Payment: Händler, die Kauf auf Rechnung anbieten, lassen sich diese Payment-Option vom Kunden teuer bezahlen, fand die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen heraus, die dafür 120 Online-Shops - von Air Berlin bis Zalando - überprüfte. So verlangt beispielsweise der Lebensmittelhändler Saymo für Kauf auf Rechnung 4,5 Prozent vom Warenwert, 123Babyland schlägt fünf Prozent des Kaufpreises drauf. Bei einem Kinderwagen für 1.000 Euro sind das 50 Euro extra. Beide Shops will die Verbraucherzentrale abmahnen. Bei Pixass und Pearl sind die Payment-Aufschläge in den Versandkosten versteckt: Wer per Bankeinzug bestellt, zahlt 4,90 Euro, Kreditkarten kosten 5,90 Euro, Paypal und Rechnungskauf 6,90 Euro. >>>Golem.de

- ZAHL DES TAGES -

Gerade einmal jedes sechste Unternehmen sieht sich in der Lage, schnell und flexibel beispielsweise auf veränderte Kundenbedürfnisse reagieren zu können. Das zeigt die Studie „Change Management“, für die die Unternehmensberatung Kienbaum 200 Topmanager und Führungskräfte deutscher, österreichischer und Schweizer Unternehmen befragte. Die häufigsten Fehler im Change Management sind den Studienautoren zufolge: Alles diktieren, nichts entscheiden und zu viel wollen. >>>Wiwo.de

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