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Die E-Commerce-Trends des Tages - 15.03.2012 Warum "Mein Haus, mein Auto, mein Flugzeug" out sind

Ganz harmlos wirkte gestern eine Pressemitteilung, die uns ins Haus trudelte: "Christian Wenger kehrt zurück zu Microsoft" hieß es darin. Doch der Zugewinn bei Microsoft ist für die Metro-Gruppe wieder einmal an Rückschlag in Sachen E-Commerce-Strategie. Darüber hinaus wollen drei ehemalige Groupon-Manager das Deal-Marketing optimieren, Noblego verführt Zigarrenraucher zum Geldausgeben und Amazon hat den reichweitenstärksten Mobile-Shop. Und wenn Sie Ihr Nachbar mit seinem protzigen "Mein Haus, mein Auto, meine Pferdepflegerin" schon lange geärgert hat - trösten Sie sich: Die Zukunft der Wirtschaft liegt im Teilen, prognostizieren Trendforscher.

- NEWS -

Die Metro-Gruppe hat mitten im Ringen um die richtige E-Commerce-Strategie jetzt auch noch ihren E-Commerce-Gesamtverantwortlichen Christian Wenger verloren. Zuvor krachte es personell schon in den E-Commerce-Abteilungen von Kaufhof und Media Saturn. ExcitingCommerce (Exciting Commerce)&utm_content=Google Reader:>>>Exciting Commerce

Dealvertise heißt ein neues Startup ehemaliger deutscher Groupon-Manager. Das "Reichweitennetzwerk für Deals" erlaubt Webseitenbesitzern, ihre Reichweite durch das Einbinden von Deals zu monetarisieren. >>>Gründerszene

eBay will den in den USA angebotenen Dienst, über das Smartphone Muster und Farben von Kleidungsstücken oder das Heck von Autos zu erfassen und dann vergleichbare Angebote auf eBay anzuzeigen, "aller Wahrscheinlichkeit nach auch bald in Deutschland" anbieten. Ein genauer Termin steht aber noch nicht fest. >>>Handelsblatt.com

Noblego heißt ein neuer Webshop für Zigarrenraucher, von dem sich Webhändler in Sachen Produktpräsentation und Produktbeschreibung vielleicht die ein oder andere Anregung holen können. "Setzen Sie sich vor dem Besuch der Website aber ein finanzielles Limit", warnen die Redakteure von Deutsche-Startups.de. >>>Deutsche-Startups.de

Amazon, Best Buy, eBay, Target und Walmart waren laut Nielsen - in dieser Reihenfolge - im Dezember 2011 die fünf  größten Mobile-Shop-Anbieter der USA. Amazon erreichte in der Vorweihnachtszeit zwischen 15 und 20 Prozent der Smartphone-Besitzer, so die Auguren. >>>Mobile Commerce Daily

French Connection erzielt eigenen Aussagen zufolge inzwischen 17 Prozent seines Gesamtumsatzes über das Internet. Weil trotz einer Umsatzsteigerung von fünf Prozent für das Gesamtjahr 2011 die Gewinne um 31 Prozent sanken, will der Multichannel-Retailer jetzt in Großbritannien stationäre Filialen schließen. >>>InternetRetailing

Club Monaco steigt jetzt auch in den E-Commerce ein. Am 26. März geht der Webshop des kanadischen Retailers online. >>>Fashionable Connection

Google Offers kooperiert künftig mit dem New Yorker Local-Deal-Anbieter Signpost. Das Unternehmen baut lokalen Händlern für 100 Dollar pro Monat einen E-Commerce-Auftritt und kreiert dann Kampagnen dafür. Diese werden künftig auch bei Google Offers zu sehen sein. >>>TechCrunch

Demandware hat seinen Aktienpreis zum Börsenstart bekannt gegeben. Die insgesamt 5,5 Millionen Aktien sollen für einen Stückpreis von 16 US-Dollar angeboten werden. Dies würde Demandware 88 Millionen US-Dollar in die Kassen spülen. >>>Demandware.com

Kabbage.com, der US-Funding-Anbieter für kleinere Online-Shops, will künftig auch Shopbetreiber in Großbritannien mit Krediten beglücken. Das Unternehmen verspricht Finanzierungszusagen innerhalb von sieben Minuten - inklusive des Geldtransfers an ein PayPal-Konto. Typische Kabbage.com-Kunden sind bislang eBay-Powerseller sowie Händler auf Yahoo, Etsy, Amazon und Shopify. >>>practical ecommerce

- BACKGROUND -

Unser Wirtschaftssystem steht dank des stetigen Wachstums von sozialen Netzwerken vor einem Paradigmenwechsel, zeigten sich führende Trendforscher auf dem "8. Europäischen Trendtag" in Zürich überzeugt. Waren Besitz und Eigentum bis dahin zentrale Elemente des Wirtschaftssystems, so gehe die "Mein Auto, mein Haus, mein Boot"-Mentalität langsam in eine "Meins ist deins"-Ökonomie über. >>>Wirtschaftswoche

Multichannel-E-Commerce macht keinen Sinn mehr, glaubt Forrester-Research-Analyst Brian Walker. Kunden interagieren mit Händlern nicht mehr in Kanälen, sie interagieren über Touchpoints in Shops, Call-Centern, Websites, Apps, Social Media, Mobile Sites, SMS und interaktive Werbung auf Smartphones, Tablets, in Autos oder Haushaltsgeräten. >>>Forbes.com

Versandkosten zu sparen muss das Ansinnen eines jeden Webhändlers sein. Doch viele Händler wählen die falsche Verpackung, den falschen Dienstleister oder innerhalb des Dienstleisters den falschen Service und verschenken so Geld, warnt Logistik-Consultant John Haber. >>>Practical Ecommerce

Fehlende Grundpreise sind immer wettbewerbswidrig, urteilte das Oberlandesgericht Hamm in einem aktuellen Fall eines Erotikwebshops, der 200 Milliliter Gleitgel für 8,95 Euro anbot. In einem früheren Urteil vertrat das Gericht die Auffassung, dass fehlende Grundpreise Bagatellverstöße seien, wenn der Grundpreis durch eine einfache Rechenoperation ohne Weiteres zu ermitteln sei. >>>shopbetreiber-blog.de

Facebooks Timeline für Brands erfordert von Shopbetreibern ein bisschen Kreativität. Nachhilfe und praktische Tipps, was Händler auf der Timeline machen könnten, gibt das Content Marketing Institute. >>>Content Marketing Institute

eBay-Verkäufer, die eine Auktion vorzeitig abbrechen, müsssen den Artikel an denjenigen verkaufen, der zum Zeitpunkt der Beendigung der Höchstbieter war, urteilte das Landgericht Detmold. Deshalb wanderte ein Wohnwagen im Wert von 2.000 Euro für 56 Euro an den neuen Besitzer. >>>Take me to Auction

Sechs bemerkenswerte E-Commerce-Startups, deren Modell oder Idee man vielleicht später an anderer Stelle wiederfindet, hat Etailment zusammengestellt.  Darunter: der Reisefinder itravel, der Zigarrenshop Noblego, das Spielzeug-Abo Wummelkiste, den Bioladen Dein Biogarten, den Modeanbieter Red Boto und den Social-Gifting-Dienst Dropgifts. >>>Etailment.de

- ZAHL DES TAGES -

82 Prozent aller Facebook-Brand-Pages werden weniger als fünf Mal pro Monat aktualisiert, konstatiert eine Studie von Recommend.ly. Und in 91 Prozent der auf der Seite stattfindenden Unterhaltungen klinken sich die Unternehmen gar nicht ein. Am schludrigsten in dieser Hinsicht sind lokale Unternehmen. >>>Econsultancy.com

- GEHÖRT -

"Wenn ich Newsletter mit "Der neue Katalog ist online" im Subject bekomme, weiß ich, dass die's überhaupt nicht verstanden haben."
Björn Schotte, Geschäftsführer Mayflower.de >>>via Twitter

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