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E-Commerce-Trends 16.07.18 H&M testet Same-Day-Delivery in Berlin

Shutterstock / Vasin Lee
Shutterstock / Vasin Lee

H&M testet Same Day Delivery, Foot Locker rauscht online ab, die Otto Group sammelt 300 Millionen Euro ein, die Shop Apotheke rettet nu3, AboutYou sucht Alternativen zum Influencer-Marketing und Amazon kontrolliert 49 Prozent des US-E-Commerce-Marktes.

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- NEWS -

H&M testet Same Day Delivery: In Berlin testet die schwedische Modemarke ab sofort die Zustellung am Tag der Bestellung. Allerdings müssen die Orders dazu bis 10.00 Uhr eingehen. Die Kosten sind mit 5,99 Euro verhältnismäßig moderat, denn die Standard-Lieferung in drei bis fünf Werktagen schlägt schon mit 4,99 Euro zu Buche. >>>eigene Recherche

Foot Locker meldet drastische Online-Einbußen: Im Geschäftsjahr 2016 sanken die Online-Umsätze von FootLockerEurope.com um 29,7 Prozent auf 15,5 Millionen Euro. Das Unternehmen erklärt dies mit einem Strategiewechsel für den Outlet-Shop SP24.com. Dieser sei bei neuen Produkten nicht mehr so preisaggressiv wie in der Vergangenheit. Im Jahr 2017 wurde der Umsatzrückgang auf sieben Prozent verlangsamt. In diesem Jahr legten die Online-Umsätze von Runners Point und Sidestep "deutlich" zu, konnten aber den Umsatzrückgang beim vormals wichtigsten Kanals SP24.de nicht ausgleichen. >>>Exciting Commerce

Otto Group sammelt 300 Millionen Euro ein: Für "allgemeine Unternehmenszwecke" hat der Hamburger Versandhändler zum zweiten Mal über eine Hybridanleihe 300 Millionen Euro eingesammelt. Institutionellen und Privatanlegern versprach das Unternehmen einen Zins von jährlich vier Prozent. >>>Abendblatt.de

Shop Apotheke kauft nu3: Das Drama um nu3 hat ein Ende! Der börsennotierte Pillenverkäufer Shop Apotheke übernimmt das Berliner Startup, das kurz vor dem Aus stand. Seit 2011 verkauft nu3 Superfood, Sportnahrung und Functional Food. >>>Deutsche-Startups.de

EK/Servicegroup launcht HappyBaby.de: Die Verbundgruppe hat unter Happybaby.de einen Online-Shop zum Thema Familie und Baby gestartet. 5.000 Artikel sind zum Start verfügbar. Sukzessive sollen jetzt teilnehmende Händler angedockt werden, die dann auch Multichannel-Services wie Click & Collect oder Click & Reserve anbieten können. Weitere Marktplätze, z.B. im Comfort-Bereich, sollen noch im laufenden Jahr folgen. >>>Moebelmarkt.de

Campus erwirtschaftet 15 Prozent des Umsatzes digital: Der Verlag Campus verkauft seine Inhalte als einzelne E-Books, aber auch als Paketlösungen digital für Firmenkunden und für Bibliotheken. Insgesamt liegt der Digitalumsatz bei rund 15 Prozent des Gesamtumsatzes. Der mit Abstand wichtigste Vertriebskanal bleibt der Handel. >>>Boersenblatt.net

Feneberg testet Gratis-Routen: Kunden, die ein bisschen Geduld mitbringen und mit drei festen Vier-Stunden-Lieferzeitfenstern in einer Woche leben können, werden von dem Allgäuer Lebensmittelhändler in seinem Online-Supermarkt Freshfoods künftig kostenfrei beliefert. Auch bei der Zulandung wurde optimiert. So richtig rund laufen die Geschäfte trotzdem nicht, hört man. Weder im eigenen Shop noch bei Amazon Prime. >>>Etailment.de / Unternehmen-heute.de

Wie Amazon mit dem "Prime Day" neue Prime-Kunden gewinnt: 73 Prozent der Kunden, die 30 Tage lang kostenlos eine Prime-Mitgliedschaft testen, bleiben auch an Bord, wenn sie dafür zahlen müssen, zeigt eine Analyse von Intelligence Research Partners. Somit wird Amazon auch am heutigen "Prime Day" viele neue Prime-Kunden gewinnen - zumal sie mit vergünstigten Echos, Kindles oder Fire Tablets auch gleich noch ans Imperium gebunden werden. Derweil ruft die Gewerkschaft Verdi mal wieder zum Streik auf. >>>Handelszeitung.ch / BR.de

AboutYou sucht Alternativen zum Influencer-Marketing: Der bislang größte Erfolgsfaktor von AboutYou, Influencer Marketing, beginnt zu schwächeln, gibt Gründer Tarek Müller im Interview mit der "Welt" zu. „Im Influencer Marketing sind in den letzten zwei Jahren zwei Dinge eingetreten: Zum einen ist es teurer geworden, zum anderen identifizieren die Nutzer es immer mehr als Werbung und blenden es aus“, erklärt er. Deswegen investiert der E-Commerce-Profi gerade sehr stark in neue Werbekanäle, etwa TV-Shows und ein eigenes Festival." Auch dass er nicht ewig bei der Otto-Tochter bleiben will, signalisierte Tarek in dem Gespräch.  Je mehr das Unternehmen wachse, umso stärker änderten sich die Ansprüche an die Geschäftsführer. Irgendwann seien sie nicht mehr die Richtigen. >>>Welt.de

Mifitto meldet Insolvenz an: Mit der Idee, Füße und Schuhe in 3D zu vermessen, hat das Duisburger Startup zwar Kunden wie Intersport, SportScheck oder Ochsner Sport überzeugt. Letzten Endes hat das aber doch nicht gereicht. Am 5. Juli musste das Unternehmen Insolvenz anmelden. >>>Schuhmarkt-News.de

- INTERNATIONAL -

Amazon kontrolliert 49 Prozent des US-E-Commerce-Marktes: Marktforscher eMarketer kommt zu dem Schluss, dass Amazon in diesem Jahr in den USA 258,2 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaften wird. Das sind 49,1 Prozent des gesamten E-Commerce-Marktes und fünf Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes. Auf Platz zwei folgt eBay mit 6,6 Prozent Marktanteil. >>>TechCrunch

Nike personalisiert den POS: Nutzer der Nike Plus App sollen in einem neuen High-Tech-Store in Los Angeles künftig von personalisierten Einkaufserlebnissen profitieren. Werden Kunden in der Nähe lokalisiert, werden schon einmal spezielle Angebote reserviert und in einer Paketstation platziert. Kunden erhalten per App den entsprechenden Hinweis und können ihr Produkt einfach abholen. >>>Fast Company

Amazon wirbt mit VR für den "Prime Day": Der E-Commerce-Riese hat in zehn US-Shopping-Malls VR-Kiosks aufgebaut, um für den "Prime Day" zu werben. Über eine Oculus Rift können Nutzer eine Ballon-Tour unternehmen und so die zu erwartenden Vorteile schon mal begutachten. >>>VentureBeat

Wie Airbnb zum Amazon des Tourismus werden will: Der Home-Sharing-Dienst hat gigantische Pläne. Schon jetzt gibt es auch Führungen und Konzerte, Flüge sollen folgen. Doch die Konflikte mit Städten steigen. >>>Tagesspiegel.de

Match.com profitiert von der Ware Liebe: Viele der beliebtesten Dating-Seiten und Apps, darunter Tinder, OKCupid und Match.com, gehören ein und demselben Konzern. Die Match Group nutzt ihre Marktmacht, um in großem Stil persönliche Daten von Nutzern zu sammeln. Mit intimsten Informationen wird dann Werbung immer präziser zugeschnitten. >>>Netzpolitik.org

- BACKGROUND -

Vorsicht beim grenzüberschreitenden Handel in den USA: Um in den USA steuerpflichtig zu werden, müssen Online-Händler dort nicht notwendigerweise auch mit einem eigenen Standort oder einem Logistikzentrum vertreten sein. Das entschied am 21. Juni 2018 der Oberste Gerichtshof der USA in einem Prozess des US-Bundesstaats South Dakota gegen den Online-Möbelhändler Wayfair. Damit können einzelne Bundesstaaten selbst entscheiden, ob sie Steuern kassieren wollen oder nicht. Shop-Betreiber, die in die USA liefern, müssen künftig genau prüfen, in welchen Bundesstaaten Steuern anfallen und müssen zudem checken, ob ihre Shop-Software dies auch unterstützt. >>>Tamebay

Ausländische Online-Händler müssen Zusatzgebühren für Schweizer Kunden deklarieren: Wer als Schweizer in Online-Shops einkauft, muss in vielen Fällen dem Lieferanten noch Zollgebühren nachzahlen. Manche Händler weisen die Käufer aber nicht auf solche Drittkosten hin, noch seltener wird der zu erwartende Betrag konkret beziffert. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) nimmt ausländische Händler jetzt stärker in die Pflicht. Seit 1. Juli müssen sie sich an Schweizer Gesetze zur Preisbekanntgabe und gegen den unlauteren Wettbewerb halten. >>>20min.ch

China will grenzüberschreitenden E-Commerce fördern: Die chinesische Regierung sieht grenzüberschreitenden E-Commerce als wichtigen Schritt zur Steigerung der globalen Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Daher wurden 22 Städte als Pilotzonen bestimmt, in denen die Zollabfertigung und die Logistik optimiert werden. >>>German.China.org

(Noch) kein Goldrausch bei E-Food: Der Lebensmittelmarkt ist einer der letzten analogen Bastionen des Handels – jetzt ist er reif für den digitalen Wandel. Noch nie waren so viele Wettbewerber am Start – wem gelingt der Durchbruch? Ein Blick auf einen Veteranen und einen Newcomer: Coop@Home und Picnic. >>>Etailment

Preiskartelle durch selbstlernende Algorithmen?: Wettbewerbshüter treibt die Frage um, ob intelligente Computerprogramme womöglich unbeabsichtigt Preise absprechen. Stimmt die Vermutung, hätten Kunden auf vielen Märkten künftig das Nachsehen. Aber ganz so einfach ist es nicht. >>>FAZ.net

- ZAHL DES TAGES -

Zwei Milliarden Dollar Umsatz pumpte sich Amazon allein im zweiten Quartal aus dem US-Markt für Kosmetik, Körper- und Gesundheitspflege in die eigenen Taschen. Das zeigen Zahlen des Marktforschers One Click Retail. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von 30 Prozent. Und es wandern nicht nur Billigprodukte über Amazons Ladentheke. Mit Luxuskosmetik erwirtschaftete Amazon 250 Millionen US-Dollar. >>>WWD.com

- GEHÖRT -

"Alexa, erzähle mir was zum Amazon Prime Day." "Das weiß ich leider nicht."

Amazons virtuelle Assistentin Alexa zeigt sich auf Fragen zum heute startenden "Prime Day" morgens um 6.00 Uhr noch reichlich blank. Auch auf die Frage "Welche Schnäppchen gibt es beim Amazon Prime Day" weiß sie keine Antwort - und das, obwohl Echo-Besitzer von besonderen Schnäppchen profitieren sollen. >>>Selbstversuch

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