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Die E-Commerce-Trends des Tages - 11.07.2012 Groupon verlegt internationales Headquarter nach Berlin

Das internationale Headquarter von Groupon ist ab sofort nicht mehr in der Schweiz, sondern in Berlin. 1.000 Mitarbeiter sollen das globale Wachstum des Daily-Deal-Anbieters von dort aus ankurbeln. E-Commerce-Umsätze ankurbeln will indes das neue Startup Miacosa.de - und zwar mit Hilfe von Prominenz. Und da kann der Curated Shopping Club schon heute ein paar bekanntere Namen aufweisen als die Konkurrenz. Apropos Konkurrenz: Gestern kündigte Getgoods an, in diesem Jahr mindestens 400 Millionen Euro Umsatz zu erzielen. Heute folgt Redcoon, der 500 Millionen Euro schaffen will. Die Wachstumskurve zeigt auch steil nach oben: 2016 oder 2017 sollen es eine Milliarde Euro werden.

- NEWS -

Groupon hat sein internationales Hauptquartier vom schweizerischen Schaffhausen ins deutsche Berlin verlegt. Die Schweiz soll zwar weiterhin eine wichtige Rolle für den Daily-Deal-Anbieter spielen, doch sei Berlin nach Chicago der zweitgrößte Standort, heißt es zur Erklärung. Das "Groupon International Headquarter" wird mit mehr als 1.000 Mitarbeitern in dem ehemaligen Sat.1-Sendezentrum in der Berliner Oberwallstraße residieren. >>>Netzwertig.com

Globetrotter startet unter ein neues Online-Portal für Outdoor-Einsteiger. Auf der Plattform sollen das Warenangebot und die Inhalte von Online-Portalen wie 4-Seasons.de, 4-Seasons.tv oder reiseberichte.com in einem neuen, spannenden Mix gebündelt werden, so Globetrotter-Chef Thomas Lipke in der Ankündigung. >>>per Mail

Die neue Shopping-Community Miacosa.de lässt Internet-Nutzer mit Prominenz wie Ursula Karven, Bettina Zimmermann und Frauke Ludowig shoppen, die auf der neuen E-Commerce-Plattform ihre Lieblingsstücke präsentieren. Nutzer können sich ihre Kuratoren selbst auswählen und erhalten dann regelmäßig exklusive Empfehlungen und Produkttipps der Experten. Darüber hinaus zählt auch Design-Blogger Philipp Thom oder die Gastronomin des Jahres 2011, Claudia Stern, zu den Kuratoren des E-Commerce-Startups. >>>Pressemitteilung

Neckermann wird von der Gewerkschaft Verdi im Kampf um die Abfindungen für 1.400 Mitarbeiter auf einen unbefristeten Streik eingeschworen, der noch in dieser Woche beginnen und letzten Endes auch für die restliche Belegschaft existenzgefährdend werden kann. Die Drohung: Wenn wir streiken, wird eine Werbeaktion, mit der überflüssig gewordene Ware abverkauft werden soll, wirkungslos, da kein Verkauf ohne Versand.  >>>FTD.de

Billiger.de hat den "OnlineStar/Publikumspreis" 2012 in der Kategorie "Beste Preisvergleichsseite" gewonnen. Beste Shopping-Site wurde Amazon.de, die beste Versicherungs- und Finanzsite wurde Check24.de. Insgesamt gingen 500.000 Stimen bei der diesjährigen Wahl ein, die die Verlagsgruppe Ebner Ulm zum inzwischen vierzehnten Mal veranstaltete. >>>Internetworld.de

Mit dotbooks betritt einer der ersten eBook-Verlage den deutschen Buchmarkt. Im Unterschied zu klassischen Verlagen werden Bücher zuerst digital als eBooks produziert, auf Leserwunsch können sie aber auch gedruckt geliefert werden. Zum Start gibt es rund 40 Romane und Sachbücher, die über den Webshop dotbooks.de sowie über große Plattformen wie Amazon oder dem Apple iBook-Store zu Preisen zwischen 99 Cent und 9,99 Euro verkauft werden. >>>per Mail

- INTERNATIONAL -

Die Konkurrenz aus dem Ausland wird für deutsche Webhändler stärker, prognostiziert der E-Business-Beirat für E-Commerce der INTERNET WORLD Business in der aktuellen Ausgabe 14/2012. Der Beleg folgt auf dem Fuße: Die britische Warenhauskette Debenhams streckt ihre Fühler nach Deutschland aus und hat einen eigenen Webshop gelauncht. Verkauft werden Damen-, Herren- und Kindermode, Wohnaccessoires, Spiel- und Schreibwaren, die für sechs Euro innerhalb von drei bis sechs Werktagen nach Deutschland verschickt werden. >>>Lebensmittelzeitung

Asos hat seine Umsätze im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 31 Prozent gesteigert. Besonders stark wächst Asos international - auch dies ein weiterer Beleg für die wachsende Konkurrenz ausländischer E-Commerce-Akteure in Deutschland. 65 Prozent der Umsätze stammen nicht aus dem Heimatland Großbritannien. Und: Diese zogen gegenüber dem Vorjahr mit einem Plus von 49 Prozent auch stärker an als im Heimatland selbst. Insgesamt belaufen sich die Umsätze auf 178,5 Millionen Euro. >>>Internet Retailing

eBay hat im Jahr 2011 rund 38 Prozent seines Umsatzes über die Payment-Tochter PayPal erwirtschaftet, zeigen aktuelle Zahlen von Statista. Bis 2014 könnte der Umsatzanteil von PayPal höher liegen als der des Marktplatzes. >>>ibusiness.de

Der Social-Network-Dienst GroupMe will es seinen Mitgliedern künftig erleichtern, gemeinsam Tickets für ausgewählte Events zu buchen und die Bezahlung abzuwickeln. Nutzer können sich durch die vorgeschlagenen Events klicken, Freunde dazu über Facebook oder Mail einladen und sich dann die Rechnung teilen. >>>Fast Company

Der Reisekonzern Thomas Cook kooperiert in Indien mit dem Online-Reisebüro Expedia India und bietet dessen Kunden eine Reihe von Dienstleistungen im Hinblick auf Visa-Anträge an. Ziel sei es, indischen Reisebuchenden die Ausreise aus dem Land leichter zu machen. >>>Business Standard

- BACKGROUND -

Der traditionelle Möbelhandel präsentiert den Online-Newcomern aktuell eine offene Flanke. Wie die Traditionalisten ihre Marktanteile schützen können, zeigt die aktuelle Studie "Möbel online verkaufen 2012" des Ferdinand Holzmann Verlags. Der Report umfasst Bewertungen von 200 Shops, gibt Prognosen für die Entwicklung des Marktes und veröffentlicht Insider-Statements. >>>Moebelkultur.de

Die Pariser Unternehmensberatung Capgemini sieht den stationären Handel zu Showrooms mutieren. In einer globalen Verbraucherbefragung unter 16.000 Konsumenten in 16 Ländern erwartete jeder zweite Teilnehmer, dass sich Ladengeschäfte bis zum Jahr 2020 in reine Showrooms wandeln, in denen Konsumenten Ware anschauen und dann nach Hause ordern können. Eine thematisch ähnliche Studie von eBay Deutschland kommt zum gleichen Fazit. >>>GigaOM

Wieviel kostet der Online-Vertrieb will das ECC Handel am IFH Köln wissen und startet eine entsprechende Umfrage. Um Teilnahme wird gebeten. Für den Zeitaufwand von rund 15 Minuten erhalten mitmachende Händler auf Wunsch die Studienergebnisse sowie die Chance, ein Apple iPad 3 zu gewinnen. >>>Link zur Studie

Retargeting im Online-Handel hat offenbar zu Unrecht einen schlechten Ruf. Denn eine Umfrage unter 5.343 US-Shoppern, die die Shopzilla-Tochter Bizrate Insights Anfang April durchführte, zeigt: Ein Viertel der Web-Nutzer schätzt diese Anzeigen als nützlichen Wegweiser zurück in die Shops. 60 Prozent allerdings ignorieren diese Werbeformate, die restlichen 15 Prozent haben zu Produktwerbung, die sie quer durchs Netz verfolgt, überhaupt keine Meinung. >>>Internet Retailer

Zehn Händler, die vormachen, wie man die Facebook-Timeline sinnvoll nutzt, hat Econsultancy.com vorgestellt. Die Conclusio der Analysten: Die meisten Marken haben noch keinen Schimmer davon, was sie mit dem Feature eigentlich anfangen sollen. >>>Econsultancy.com

Wer einen Online-Shop für hochwertige Markenfliesen braucht: Ein dreijähriges Exemplar mit laut Anbieterangabe guter Suchmaschinenpositionierung, 1.900 Euro durchschnittlicher Warenkorbhöhe und 140.000 Euro Jahresumsatz steht aktuell zum Verkauf. >>>Shopanbieter.de

- ZAHL DES TAGES -

Au weia: Rund 50 Prozent des Umsatzes in Deutschland werden laut IHK über Onlinehandel gemacht, schreibt die "Allgäuer Zeitung". Aber 80 Prozent der Handelsunternehmen hätten noch keinen Webshop. Wir hoffen inständig, dass es sich hierbei um einen Tippfehler der Allgäuer Zeitung handelt oder der Lokalredakteur da etwas missverstanden hat. Die IHK sollte ihre mittelständischen Unternehmen jedoch nicht auf dieser Zahlenbasis beraten. Richtig ist: Im Non-Food-Bereich kommt der Online-Handel aktuell auf einen Anteil am Gesamteinzelhandel von rund zehn Prozent. Bis 2020 sollen es 20 Prozent werden. >>>Allgäuer Zeitung

- GEHÖRT -

"Ein Laden muss viel mehr sein als ein Ort, an dem man Waren kauft. Ein Besuch dort muss eine Bereicherung für das Leben der Kunden darstellen. Wenn der Laden lediglich Produkte bereitstellt, schafft er für den Konsumenten keinen Mehrwert. Er tätigt ein Geschäft, mehr nicht. Aber das kann er im Internet tatsächlich genauso gut. Wenn es einem Händler jedoch gelingt, seine Läden so zu gestalten, dass sie den Kunden helfen - etwa dabei Kleidung zu finden, in der sie sich selbstbewusster fühlen, oder ein neues Gerät zu entdecken, das ihr Kommunikationsverhalten verändern kann -, dann liefert er einen Mehrwert, der über die simple Bereitstellung von Waren hinausgeht. Die Läden, die das schaffen - davon bin ich fest überzeugt -, werden geradezu zwangsläufig erfolgreich werden."
Ron Bruce Johnson stieß im Januar 2000 als Senior Vice President Retail zu Apple und war für die Umsetzung und Entwicklung der Apple Stores verantwortlich. Jetzt wechselte er als CEO zu J.C. Penney und ist sich sicher: Den meisten Einzelhandelsketten steht eine Generalüberholung bevor. >>>Harvard Business Manager

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