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Amazon 22.07.2014
Amazon 22.07.2014

E-Commerce-Trends 22.07.14 Groupon will nobler werden

Groupon will zum lokalen Marktplatz mit allen interessanten Händlern vor Ort werden, Amazon will in den kommenden zwei Jahren sein Sortiment stark ausbauen und Interdiscount setzt auf Speed.

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- NEWS -

Groupon will nobler werden. "Wir wollen die Sterneköche als Partner haben, die besten Friseure, die schönsten Fitness-Clubs und angesagtesten Attraktionen", so Deutschland-Chef Emanuel Stehle gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Rabatte von mehr als 60 Prozent sollen künftig die Ausnahme sein. Stattdessen begnüge man sich mit 20 Prozent, die aber auf "Top-Events und Partner". Ziel von Groupon ist es, ein lokaler Marktplatz mit allen interessanten Händlern vor Ort zu werden. "Kein Mensch managt seine Freizeit optimal. Groupon kann das übernehmen. (...) Künftig soll jeder einmal am Tag auf Groupon gucken, was in seiner Stadt gerade los ist", so Stehle. >>>Golem.de

Der Entry-Standard-notierte Krefelder Kunsthändler Weng Fine Arts startet mit einer neuen Schweizer Tochtergesellschaft in den E-Commerce. Die WFA Online AG soll zeitgenössische Kunst via Internet vertreiben und schon im kommenden Jahr schwarze Zahlen schreiben. >>>Wallstreet-Online.de

Ernsting's family hat eine neue Smartphone-App gelauncht. Die erste App erschien bereits 2011, 2013 folgte der mobile Shop. Die neue App soll den mobilen Nutzer über emotionale Einstiege in das Produktsortiment zum regelmäßigen Besuch des Online-Shops bewegen und ihm über lokal ausgespielte Push-Nachrichten Mehrwert bieten. Man glaube an den Mobile-Weg und sehe diesen als Brücke zwischen Webshop und Filiale, so Bereichsleiterin E-Commerce Stephanie Wölfel. Für die App zeichnet die Hamburger Agentur AundO verantwortlich. >>>Adzine.de

Cash4brands, ein Online-Shop für Second-Hand-Designerware, zeigt künftig auch im realen Leben Flagge. In einem Laden in Hamburg werden auf 55 Quadratmetern Mode für Damen, Herren, Kinder sowie Accessoires und Schuhe verkauft. >>>Textilwirtschaft.de

Home24 hat seiner Website eine neue Optik verpasst. Mit größeren Bildern und einer verbesserten Produktdarstellung soll der überarbeitete Shop bei den Kunden punkten. Neu ist auch ein Konfigurationstool, mit dem Kunden Möbel nach Bedarf individuell zusammenstellen und bestellen können. >>>Internetworld.de

Guido Maria Kretschmer hat zusammen mit S.T. Dupont einen Kugelschreiber in limitierter Stückzahl designt und verkauft diesen über einen eigenen Online-Shop unter der klangvollen und einprägsamen URL st-dupont-gmk.de. Schick allerdings ist, wie der Kugelschreiber durch den Shop dekliniert wird. Davon können andere Web-Händler sich vielleicht einmal inspirieren lassen. >>>zum Webshop

- INTERNATIONAL -

Amazon (I) fragt in einer Umfrage unter seinen Marktplatz-Partnern gerade die Akzeptanz für ein neues Handelsmodell ab. Demzufolge sollen Händler, die eine Kundenbestellung nicht innerhalb von zwei bis drei Werktagen ausliefern können, diese an einen anderen Händler weiterleiten, der schneller liefern kann, um keine unzufriedenen Kunden zu hinterlassen oder schlechte Bewertungen zu akzeptieren. Unvorhergesehene Lieferschwierigkeiten können unter anderem entstehen, wenn es für ein Produkt eine unerwartet hohe Nachfrage gibt, Ware beim Versand beschädigt wird, Händler krank werden oder das Wetter die Logistik verlangsamt. >>>eCommerceBytes.com

Amazon (II) will in den kommenden zwei Jahren sein Sortiment auf 120 Millionen Produkte in 30 verschiedenen Kategorien mit 200 Millionen SKUs ausbauen. Für die Zukunft hält UK-Amazon-Chef Christopher North auch eine Milliarde SKUs für möglich. Im Modebereich hat der E-Commerce-Riese, der in der öffentlichen Wahrnehmung bislang vor allem für Bücher und Elektronik steht, vor kurzem die Schallmauer von einer Million Bestellungen pro Woche durchbrochen. >>>eCommercebytes.com

Lands' End Kids eröffnet vor dem Schuljahresbeginn in den USA einen digitalen Pop-Up-Shop. Darin stellen sieben bloggende Mütter jede Woche eine Auswahl ihrer Lieblingsstücke für den ersten Schultag vor. Die beworbenen Produkte werden mit einem Rabatt von 25 Prozent angeboten. >>>Retailing Today

Target hat mit "In a Snap" eine App gelauncht, über die Nutzer Produkte aus Werbeanzeigen online bestellen können. Möglich macht dies die Bilderkennung von Apple. >>>WWD.com

Interdiscount hat seine Liefergeschwindigkeit optimiert. Wer bis 20 Uhr bestellt, erhält sein Paket am darauf folgenden Tag. Bislang endete die Bestellfrist um 18.00 Uhr. Damit ist Interdiscount in der Schweiz der schnellste Online-Versender. Bei Digitec endet die Bestellfrist um 17.00 Uhr, bei ARP um 16.45 Uhr, bei Brack um 16.00 Uhr. Im europäischen Umland endet die Frist oft allerdings erst um 22.00 Uhr. Dass eine schnellere Lieferung den Umsatz ankurbelt, will Interdiscount bereits gemerkt haben. Das Plus im vorjährigen Online-Geschäft von 87 Prozent wurde vor allem von Expresslieferungen angetrieben. >>>Tagesanzeiger.ch

Der US-Verlag HarperCollins kooperiert mit BitLit, um Kunden von Büchern, die sie bereits besitzen, auch den Zugang zu einer E-Book-Version davon zu erlauben. Es ist der erste große Verlag, der den Service von BitLit nutzt. Aktuell hat das Startup nur 20.000 Titel im Programm, zumeist Programmier-Titel von O'Reilly. >>>TechCrunch

Der Online-Shop GartenXXL ist mit einem Ableger in Österreich gestartet. Bei bestimmten Produktgruppen wie Rasenmähern, Gartenmöbeln oder Gartenhäusern soll der Shop das umfassendste Angebot am österreichischen Markt haben. Betreiber Tengelmann E-Stores hofft auf ein großes Wachstumspotenzial, da es bislang noch keinen vergleichbaren Wettbewerber im Alpenland gebe. >>>Internetworld.de

Die Samwer-Brüder und Holtzbrinck haben in das russische Reiseportal OnlineTours.ru investiert. Mit dem Geld will sich die Plattform als Marktführer in Russland positionieren. Wachstumspotenzial ist vorhanden: Von 15 Milliarden US-Dollar, die die Russen 2013 für Pauschalreisen ausgegeben haben, wurden nur zwei Prozent online generiert. >>>Gruenderszene.de

1.000 Bestellungen pro Monat wickelt das Logistik-Startup Jinn vier Monate nach dem Launch ohne Werbung bereits in London ab. Über eine App können sich Londoner Kunden alles, was sie wollen, innerhalb von einer Stunde nach Hause liefern lassen. Dafür steht ein Netzwerk professioneller Kuriere der Stadt parat. Die Liefergebühr beträgt 5,95 Pfund zuzüglich zehn Prozent des Einkaufspreises. >>>TechCrunch.com

- BACKGROUND -

Brick & Click: Worauf müssen Online-Händler achten, wenn sie stationäre Läden eröffnen? PracticalEcommerce hat vier Tipps parat. >>>PracticalEcommerce

Wohnungs-Sharing: Die Vermittlung privater Unterkünfte über Online-Portale wie Airbnb oder 9Flats ist in Deutschland noch ein Nischenmarkt, zeigt eine aktuelle Bitkom-Umfrage. Nur drei Millionen Bürger hätten bereits solche Angebote genutzt, 27 Prozent allerdings können sich vorstellen, künftig auf diese Weise eine Unterkunft zu buchen. >>>DerStandard.at


Conversion-Testingtools: Der Markt für Testing-Tools ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Wer das Tool haben will, das er wirklich braucht, sollte einen Blick in das 101 Seiten starke Buch von Konversionskraft werfen, das alle Tools analysiert. >>>zum kostenlosen E-Book

- ZAHL DES TAGES -

1,2 Millionen Dollar werden weltweit alle 30 Sekunden im E-Commerce umgesetzt. Allein fast 100.000 Dollar davon entfallen auf Amazon, Alibaba erzielt im gleichen Zeitraum allerdings 262.000 Dollar. Mehr Zahlen und Fakten, auch als Real-Time-Version, gibt es bei EverMerchant aus New York. >>>via Wiwo-Blog / EverMerchant

- GEHÖRT -

"Es wäre trügerisch, zu glauben, wir könnten das traditionelle Geschäft schützen, indem wir keine Online-Shops öffnen. Der Kunde, der online kaufen will, klickt dann eben woanders."

Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub sieht für seine Baumarkttochter Obi keine andere Chance, als offensiv im Online-Handel mitzumischen. Ein großer Teil des Marktes werde künftig von Cross-Channel-Anbietern geprägt sein, während es im reinen Online-Geschäft auf Dauer nur wenige große Anbieter geben werde, so seine Meinung. >>>mv-online.de

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