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E-Commerce-Trends 21.06.17 Große Nachfrage nach Delivery-Hero-Aktien

Die Delivery-Hero-Aktien finden reißenden Absatz, Zalando lässt sich beim Kapitalmarkttag ein bisschen in die Karten gucken, Rewe wird zum Marktplatz und Henkel investiert in digitale Kanäle.

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- NEWS -

Delivery Hero: Die Aktien von Delivery Hero finden beim Börsengang offenbar reißenden Absatz. Gut eine Stunde nach dem Beginn der Zeichnungsfrist lagen bereits ausreichend Kaufaufträge vor, um das Orderbuch für die Papiere des Essens-Lieferdienstes einmal zu füllen, wie Investmentbanker Christoph Stanger von Goldman Sachs am Dienstag in einer Telefonkonferenz sagte. Die US-Bank organisiert zusammen mit Citi und Morgan Stanley die Emission. >>>Wiwo.de

Zalando: Was sind die „Next Big Things“ des Berliner Modeversenders. Exciting-Commerce-Blogger Jochen Krisch hat sich die Unterlagen zum „Zalando Kapitalmarkttag“ genauer angeschaut und neben den Plattform-Initiativen auch Vorstöße in Sachen Logistik und AI gefunden. >>>Exciting Commerce

Rewe: Auch Rewe folgt dem Trend der Zeit und erweitert seinen Online-Shop zum Marktplatz rund um das Thema Lebensmittel, Küche und Haushalt. Erste Tests mit fünf Partnern und 1.000 Kunden sollen bereits Anfang Juli beginnen. Danach sollen Schritt für Schritt weitere Kunden und Lieferanten aufgeschaltet werden. Ziel sei es, "dass Kunden eine zentrale Anlaufstelle für ihren gesamten Einkauf des täglichen Bedarfs haben", betonte Rewe-Manager Jean-Jacques van Oosten. Zu den Partnern in der Testphase gehören unter anderem Dallmayr, Käfer, myToys und Butlers. >>>Internetworld.de

Henkel: Der Konsumgüterkonzern erzielt über digitale Kanäle im B2C- und B2B-Geschäft inzwischen mehr als zehn Prozent seines Konzernumsatzes. Bis zum Jahr 2020 sollen die Umsätze über digitale Plattformen auf mehr als vier Milliarden Euro verdoppelt werden. Unter anderem soll das Investment in Startups ausgebaut werden. Ein dreistelliger Millionenbetrag steht für gezielte Investitionen und Partnerschaften bereit. >>>Wiwo.de

Amazon: 50 neue Dash-Buttons sollen Kunden in Deutschland und Österreich die Nachbestellung von Produkten erleichtern. Zu den Markenpartnern zählen Afri Cola, Desperados, Duracell, Heineken und Nivea. Selbst den „Playboy“ kann man sich jetzt per Knopfdruck liefern lassen. >>>Heise.de

Amazon: Der Münchner Apotheker Hermann Vogel jr. mahnt derzeit Apotheker bei Amazon ab. Vogel und die Rechtsanwaltskanzlei Smith, Gambrell und Russell (SGR) sind der Ansicht, dass der Vertrieb über Amazon gegen den Datenschutz verstößt. Amazon könne durch die Bestellungen Kenntnis über sensible Gesundheitsdaten seiner Kunden erhalten. >>>Apotheke-adhoc.de

Etraveli: Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 hat sein Online-Flugreiseportal Etraveli für knapp eine halbe Milliarde Euro an den Finanzinvestor CVC verkauft. Das Geld soll in den Ausbau anderer Beteiligungen und den Kauf neuer Online-Geschäfte investiert werden. >>>Internetworld.de

Weltbild: Das Familienunternehmen Droege hat sich an die eigene Planung gehalten und drei Jahre nach der Mehrheitsübernahme die restlichen Anteile der insolventen Weltbild-Gruppe gekauft. Ein Kaufpreis wurde dabei nicht bekannt. >>>Wiwo.de

Scout24: Die Deutsche Telekom hat sich von ihren restlichen Scout24-Aktien getrennt. Das Bonner Unternehmen hielt insgesamt noch Anteile im Wert von 350 Millionen Euro. Die Titel rutschten nach dem Verkauf deutlich ab. >>>Handelsblatt.com

Media-Saturn: Der Händler MediaMarktSaturn übergibt die Aktivitäten der Musiktochter 24-7 an 7digital. Im Gegenzug werden die Ingolstädter jedoch größter einzelner Anteilseigner und zugleich Kunde. Das Ziel: das hauseigene Streaming-Angebot zu stärken. Somit wird der Dienst Juke zukünftig durch 7digital beliefert. >>>Lead Digital

Intersport: Weil das bestehende Online-Geschäft nicht in Schwung kommt, will Intersport mit einem neuen Marktplatz-Modell verlorenen Boden gutmachen. Diesen Plan hat der Verbund erstmals vor anderthalb Jahren in Aussicht gestellt. Bekannt war bislang aber nur, dass jeder Intersport-Händler einmal selbst eigene Ware auf einer zentralen Online-Plattform anbieten soll. Nun steht fest, wie Intersport konkret auf dem neuen Online-Portal verkaufen wird. >>>Neuhandeln.de

- INTERNATIONAL -

Nestlé: Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé führt über seine US-Tochter Nestlé USA eine 77-Millionen-Dollar-Finanzierungsrunde für die Online-Bestellplattform Freshly an. Das Startup mit Sitz in New York und Phoenix hat rund 400 Mitarbeiter und liefert gesunde Mahlzeiten aus, wobei die Lieferung lediglich einmal pro Woche erfolgt. >>>TechCrunch

Amazon: Unter dem Motto „Try before you buy“ führt der E-Commerce-Riese mit „Prime Wardrobe“ in den USA einen neuen Service für den Online-Modekauf ein. Kunden können aus mehr als einer Million Kleidungsstücke auswählen und diese sieben Tage lang zur Anprobe nach Hause bestellen. Gefallen die Klamotten nicht, stellt man die Box einfach vor die Tür und lässt sie abholen. Allerdings verführt Amazon mit Rabatten dazu, mehr zu behalten, als man eigentlich will: Bei zwei bis drei gekauften Artikeln räumt Amazon einen Rabatt von zehn Prozent ein, ab vier Artikeln gibt es 20 Prozent. >>>Meedia.de

Asos: MTV bringt zusammen mit Asos eine Limited Edition Collection in den Online-Modehandel, die den Look der 80er Jahre zurück in die Kleiderschränke bringt. Aber ganz ehrlich: verzierte Jeans, Graffiti-Zweiteiler, Stücke mit Leoprint in Neon-Pink oder One-Shoulder-Cocktailkleider haben wir doch auch schon in den Verkleidungskisten unserer Kinder versteckt. >>>WWD.com

Spotify: In der Streaming-Ära kann das Auftauchen eines Songs in den Playlisten eine große Rolle für den Erfolg eines Titels spielen. Nun testet Spotify die Möglichkeit für Musikfirmen, sich mit ihren Songs in Playlisten des Dienstes einzukaufen. >>>Internetworld.de

Immonow: Die Raiffeisen Immobilien Vermittlung hat ein Portal gestartet, das Vermieter und Mieter miteinander vernetzt – wie bei einer Online-Partnerbörse. >>>Horizont.at

American Express: Das Kreditkartenunternehmen hat in Next Insurance investiert. Das Startup mit Sitz in Palo Alto verkauft individualisierte Versicherungen für Kleinunternehmen über das Internet. >>>Reuters

- BACKGROUND -

China: Warum scheitern internationale Händler am großen Markt China? Elena Gatti von der Azoya Group sieht vor allem drei Gründe: Nicht alle Produkte und Händler sind für China gemacht, ohne lokale Partner geht wenig bis gar nichts und die Händler unterschätzen das Thema Mobile. >>>ecommerce-news-magazin.de

Generation Z: Die Generation der zwischen 1995 und 2010 Geborenen, in deren Leben das Internet von Anfang an präsent war, hat eine andere Einstellung zu Konsum als die Generationen davor, hat Hearst Digital Media festgestellt. Durch Spotify oder Netflix sind sie es gewohnt, zu leihen, statt zu besitzen. Das übertragen sie auch auf andere Produktgruuppen wie Mode. 82 Prozent der jungen Konsumenten zwischen 13 und 17 Jahren scheren sich auch nicht um Markennamen. 75 Prozent lieben es, neue Brands auszuprobieren und 66 Prozent denken, dass Marken, die mit neuen Möglichkeiten, Waren zu verkaufen oder auszuliefern, innovativ sind. >>>Digiday UK

B2B-Handel: In den kommenden fünf Jahren wird der B2B-Ein- und Verkauf verstärkt über Online-Shops und Marktplätze abgewickelt werden, prognostiziert Marktforscher ibi research in der aktuellen Studie „Online-Kaufverhalten im B2B-E-Commerce 2017“. Die Umfrageteilnehmer erhoffen sich davon Bequemlichkeit, Schnelligkeit, mehr Auswahl und günstigere Preise. >>>zum kostenlosen Studiendownload

Personalisierung: Mit der Personalisierung von Shop- und Webseiten beschäftigen sich Marketingverantwortliche seit einiger Zeit intensiv. Eine aus Kundensicht vielleicht nervige Maßnahme, der Kundenstopper, hat dabei das womöglich größte Potenzial. >>>Etailment.de

Online-Modehandel: Die meisten Besucher von Fashion-Shops im Internet kommen aus Nordrhein-Westfalen und Bayern, zeigt eine Analyse von AnalyticA. Spitzenreiter ist NRW mit 21,9 Prozent der Sessions, darauf folgt Bayern mit 20,9 Prozent. Baden-Württemberg liegt mit immerhin noch 11,6 Prozent auf Rang drei. Außerdem zeigte sich bei der Befragung der Panelteilnehmer auch ein Zusammenhang zwischen On- und Offline-Kanälen: Wo Filialen vor Ort sind, konnten die Forscher auch mehr Traffic im Webshop beobachten. >>>Textilwirtschaft.de

- ZAHL DES TAGES -

Nur 1,2 Prozent des deutschen FMCG-Umsatzes wird online erwirtschaftet, zeigt eine Studie von Kantar. In Großbritannien liegt der Anteil bei 6,9 Prozent, in Frankreich bei 5,3 Prozent. Am weitesten entwickelt ist der Markt in Südkorea. Hier liegt der Anteil bei 16,6 Prozent. >>>Statista

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