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E-Commerce-Trends 24.02.2015 Glossybox erfolgreich gesund geschrumpft

Letztes Jahr sah es nicht gut aus für den Beauty-Box-Versender Glossybox: Sieben Ländergesellschaften wurden geschlossen. Jetzt ist der Turnaround geschafft - das Startup schreibt siebenstellige Gewinne.

- NEWS -

Funktioniert Abo-Commerce doch? Nach vielen Startup-Pleiten in diesem Geschäftssegment macht Glossybox Hoffnung: Der Berliner Beauty-Versender meldet für 2014 erstmals einen siebenstelligen Euro-Gewinn vor Zinsen, Steuern, Zu- und Abschreibungen. Der Umsatz entspricht mit rund 30 Millionen in etwa dem Vorjahreswert, allerdings hat Glossybox die Marketing-Kosten um ein Drittel gesenkt und sieben Ländergesellschaften geschlossen. Offenbar hat die Gesundschrumpfung funktioniert. >>>Gründerszene

Xing setzt weiter auf den Geschäftszweig Stellenmarkt und will dafür innerhalb der nächsten zwei Monate eine eigene Smartphone-App auf den Markt bringen. Auch andere Apps und Webangebote rund um das Thema Jobsuche sollen entstehen. >>>Wirtschaftswoche

DriveNow-Chef Nico Gabriel wehrt sich in einem Interview gegen den Vorwurf, Carsharing-Dienste würden den öffentlichen Nahverkehr kannibalisieren und so dem Klima schaden - und er verrät in seiner Verteidigungsrede ein paar interessante Zahlen: So nutzen seine Kunden im Schnitt zwei bis dreimal ein DriveNow-Auto, sieben Prozent haben ihr Auto wegen DriveNow abgeschafft, 25 Prozent der Kunden verzichten dank des Carsharing-Services auf die Anschaffung eines zweiten Autos. 15 Prozent der operativen Kosten entstehen für DriveNow durch Parkgebühren. >>>Wirtschaftswoche

- INTERNATIONAL -

Die britische Versendergruppe Shop Direct hat den Luxusmode-Shop VeryExclusive gestartet. Kunden finden dort Mode von über 150 Fashoin-Marken. Die Pakete werden auf Wunsch über den Paketdienst Collect+ kostenlos an ein Ladengeschäft ihrer Wahl geschickt. Die Lieferung nach Hause kostet dagegen 5,95 Pfund. Auch Wunschtag-Lieferung und Over-Night-Lieferung sind möglich. Zum Vergleich: MyTheresa bietet Mode von 170 Designern und langt bei den Versandkosten in UK deutlich kräftiger zu. >>>neuhandeln

Die US-Retailkette Target hat die Mindestbestellgrenze für kostenlosen Versand im Online-Shop gesenkt. Jetzt kommen Kunden schon ab einem Bestellwert von 25 US-Dollar in den Genuss einer kostenfreien Lieferung. Damit liegt Target deutlich unter der Mindestbestellgrenze von Amazon, Staples, Wal-Mart und den fast allen anderen Top20-Händlern der USA. >>>Internet Retailer

Der japanische E-Commerce-Riese Rakuten denkt über die Integration von Bitcoins als Zahlungsvariante nach. In Japan steigt die Zahl der Startups rund um das Thema Bitcoin rapide an, außerdem wird die Ausbreitung der virtuellen Währung von der Regierung unterstützt. >>>Wall Street Journal

- BACKGROUND -

Online-Automarkt: Immer mehr Autofahrer kaufen Autoersatzteile und Zubehör im Internet, so eine Studie von TNS Infratest. Im Jahr 2014 haben in Deutschland demnach rund 6,5 Millionen Autofahrer Teile für ihren Ersatzteile, Reifen, Felgen oder Zubehör online gekauft - im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von etwa 15 Prozent. >>>Internetworld

Betrügerische Kunden sind für Online-Händler ein größeres Problem als bisher angenommen. Das zeigt eine Forschungsarbeit von ehemaligen PayPal-Mitarbeitern. Am problematischsten ist demnach der Schwindel-Kauf, bei dem Käufer ein Produkt bestellen, danach aber behaupten, sie hätten den Artikel nicht erhalten - und dann darauf pochen, dass sie ihr Geld zurück bekommen. Ein Viertel aller Betrugsverluste ist laut Studie auf dieses Verhalten zurückzuführen. >>>Onlinehändler-News

Online-Handel in der Türkei: Der schnellwachsende türkische Online-Markt entwickelt sich gerade zum bevorzugten Ziel von ausländischen Investoren: Bis 2017 werden sich die Investitionen auf 6,6 Milliarden US-Dollar verdoppeln, schätzt das Marktforschungsunternehmen Euromarket International. >>>Wall Street Journal

- ZAHL DES TAGES -

68 Prozent der Kaufentscheidungen werden von US-amerikanischen Kunden inzwischen mithilfe des Smartphones getroffen. >>>ibusiness (nur für Premium-Nutzer)

- GEHÖRT -

„Amazon ist böse, 'der kleine Buchladen um die Ecke‘ hingegen ein Segen. Wirklich? Wir haben mit unseren Büchern andere Erfahrungen gemacht.“
In einem Blogbeitrag lassen sich Manueal Thieme und Christian Deutschländer, Geschäftsführer des kleinen Satire-Verlags Seitenstraßen, sehr konkret über die Vorteile von Amazon für kleinere Verlage aus - und über arrogante Stationär-Buchhändler. >>>Blog Seitenflügel

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