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E-Commerce-Trends 20.01.2015 Fressnapf: 50 Millionen Euro Online-Umsatz

Eine Großinvestition im Backend verhagelt Fressnapf das Online-Wachstum, Windeln.de freut sich über frisches Kapital für die geografische Expansion und Amazon will billige Kinofilme produzieren.

- NEWS -

Fressnapf hat 2014 einen Rekordumsatz von 1,67 Milliarden Euro erzielt - das enspricht einer Steigerung von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Rechnet man die rund 50 neuen Filialen weg, die 2014 eröffnet wurden (jetzt führt die Tierfutterkette 1.347 Geschäfte), verbleibt eine flächenbereinigtes Wachstum von 3,5 Prozent. Mit dem deutschen Online-Shop setzte die Kette knapp 50 Millionen Euro um - ein Plus von knapp fünf Prozent gegenüber 2014, das sich nach dem Fabelwachstum des Vorjahres (+76 Prozent) bescheiden ausnimmt. Das abgeschwächte Wachstum ist vor allem der Backend-Migration auf Hybris geschuldet, die sich offenbar recht langwierig gestaltet. >>>neuhandeln

Windeln.de bekommt eine neue Finanzspritze in Höhe von 45 Millionen Euro. Das Geld stammt von Neueinsteiger Goldman Sachs sowie den Alt-Investoren Deutsche Bank, DN Capital, MCI Management und 360 Capital Partners. Das frische Kapital soll in die Erweiterung des Produktportfolios, die geografische Expansion und Akquisitionen fließen. >>>deutsche-startups

Der Fab-Nachfolger Hem ist noch gar nicht so richtig angelaufen, da gibt es schon die ersten Negativ-Schlagzeilen: Gründer Jason Goldberg soll massiv gegen die Gründung eines Betriebsrats agitiert haben, berichtet Gründerszene und beruft sich dabei auf eine der Redaktion vorliegende Email des CEOs, in der er allen Mitarbeitern, die für eine Wahl zum Betriebsrat in Frage kommen, Auflösungsverträge anbietet. Bei dem Design-Start-up herrsche ein "Klima der Angst", so der Bericht weiter. >>>Gründerszene

Das Karriere-Netzwerk Xing ist 2014 um fast 20 Prozent auf einen Umsatz von 100 Millionen Euro gewachsen. Die Prognose für den operativen Gewinn von 28 bis 29 Millionen Euro scheint damit realistisch. Für 2016 strebt das Unternehmen einen Umsatz von 150 Millionen Euro an. >>>Finanzen.net

Spreadshirt lässt sich wieder im Fernsehen sehen. Mit  einem 20-sekündigen Spot zum Valentinstag will der Mass-Customization-Anbieter Kunden zwischen 25 und 40 Jahren ansprechen. Spreadshirt investiert bereits seit 2009 regelmäßig in TV-Werbung. >>>neuhandeln

Auch der Wäscheversender Enamora investiert in TV-Werbung: Seit Anfang des Jahres läuft der 19-sekündige Spot unter dem Motto "Enamora – Das passt!" auf RTL2, Sixx, Viva, TLC und einigen anderen Sendern. Die Kampagne liegt im siebenstellligen Bruttovolumen-Bereich. >>>deutsche-startups

Der Multichannel-Händler JeansFritz hat das Fulfilment für seine 270 Filialen und den Webshop ausgelagert. Ab sofort übernimmt der Osnabrücker Fulfillment-Dienstleister Hellmann eCommerce die Prozesskette vom Auftragsclearing bis zur Retoure. >>>Internetworld

- INTERNATIONAL -

Amazon will künftig eigene Kinofilme produzieren und fremde Blockbuster einkaufen. Die Filme sollen dann vier bis acht Wochen nach der Kinopremiere in Amazon Video-Streamingdienst Prime Instant Video gezeigt werden. Der Online-Händler lässt bereits eigene Fernsehsendungen drehen, um sein Streaming-Angebot mit exklusivem Content aufzuwerten - die Amazon-Serie "Transparent" wurde kürzlich mit einem Golden Globe ausgezeichnet. Bei der Filmproduktion will man zunächst kleine Brötchen backen: 5 bis 25 Millionen Dollar sollen in die Produktion eines Kinostreifens laufen. Die meisten Hollywood-Blockbuster kosten über 100 Millionen Dollar. >>>Wirtschaftsblatt.at

Google denkt anscheinend darüber nach, seine virtuelle Brieftasche Wallet durch einen eigenen Bezahldienst zu ersetzen: Das Unternehmen soll nach Insider-Informationen derzeit in Verhandlungen mit dem US-amerikanischen Mobile-Payment-Anbieter Softcard stehen, schreibt Techcrunch. >>>Internetworld

- BACKGROUND -

Mobile Commerce: Informationen abrufen, Preise vergleichen, Rechnungen begleichen - die Einsatzmöglichkeiten für Smartphones am Point of Sale sind vielfältig. Und sie werden von fast zwei Dritteln der deutschen Internetuser aktiv genutzt. >>>Internetworld

B2B-Handel: Viele B2B-Online-Shops stehen unter akuter Abmahngefahr, wenn sie Endverbraucher nicht konsequent genug von einer Bestellung in ihrem Shop ausschließen. Tut ein Shop das nicht, darf er nicht auf das spezielle B2B-Handelsrecht (in dem beispielsweise kein Widerrufsrecht gewährt wird) zurückgreifen. Es muss eine echte Überprüfung der Kunden auf ihren gewerblichen Hintergrund durchgeführt werden, wenn der Händler auf der sicheren Seite sein will. >>>Onlinehändler-News

- ZAHL DES TAGES -

Knapp 40 Flüge hat die DHL-Test-Drohne von September bis Dezember zwischen dem Festland und der ostfriesischen Insel Juist durchgeführt. Auch bei Dunkelheit, Regen und Nebel brachte der Mini-Heli sicher und störungsfrei Medikamentenpakete zur Insel-Apotheke "Seehund". Damit ist das Testprojekt
vorerst beendet, die DHL wird die Daten jetzt auswerten und dann entscheiden, wie es mit dem Drohnenprojekt weitergehen soll. Bis dahin bleibt die Drohne am Boden. >>>heise.de

- GEHÖRT -

"E-Commerce funktioniert überall. Die Kleider sind verschieden, aber der Handel funktioniert gleich."
Oliver Samwer
plauderte auf dem DLD-Kongress in München aus dem Nähkästchen und hatte auf jede Frage von Moderator und Burda-Vorstand Stefan Winners eine Antwort wie aus dem Internet-Glückskeks. >>>Internetworld

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