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E-Commerce-Trends 28.07.17 Feneberg verkauft über Amazon Prime Now

Feneberg will durch Amazon lernen, Bonprix expandiert nach Norwegen, eBay führt die Tiefpreisgarantie ein, Amazon setzt wieder auf Investitionen und die Banken mühen sich, den Fintech-Trend nicht zu verschlafen.

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- NEWS -

Amazon: Neuer Partner für Amazon Prime Now in München: Die Allgäuer Supermarktkette Feneberg verkauft 4.000 ihrer Produkte, darunter viele Bioprodukte und Produkte regionaler Herkunft, an Münchner Prime-Kunden jetzt auch über Same Day Delivery. Ausgeliefert wird über das Lager der Feneberg-Tochter Freshfoods in der Landsberger Straße. Dem Familienunternehmen war die Lernkurve mit dem eigenen Online-Player Freshfoods nicht hoch genug. Die Kooperation mit Amazon soll neue Einblicke in den Online-Lebensmittelhandel liefern. Erste Einblicke in das Leben als Amazon-Prime-Now-Partner gibt es übrigens auch auf dem „Internetworld Kongress“ am 10. und Oktober in München. Neben dem Kochhaus hat auch Feneberg angekündigt, aus der täglichen Praxis zu berichten. Das dürfte spannend werden. Bis 29. August 2017 gibt es noch Early-Bird-Tickets zum Vorzugspreis von 990 Euro. >>>wuv.de / Internetworld Kongress

Bonprix: Ab sofort können auch norwegische Kundinnen Mode von Bonprix shoppen. Seit diesem Monat ist die internationale Modemarke mit einem eigenen Webshop in dem skandinavischen Land vertreten. 20 Jahre nach dem Launch der deutschen Website ist bonprix damit erstmalig in 30 Ländern aktiv. Innerhalb der Otto Group ist bonprix heute die internationalste Marke und zählt zu den umsatzstärksten Unternehmen des Konzerns. >>>Boerse.de

eBay: Anfang Juli wurde sie bereits angekündigt, jetzt ist sie da: die eBay WOW! Tiefpreisgarantie. Ab heute gilt sie für mehr als 15.000 Deals-Angebote auf der deutschen eBay Seite. Damit garantiert eBay, dass der Preis eines WOW! Angebots mindestens ebenso günstig ist wie bei einer Reihe großer Wettbewerber. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, passt eBay den Preis des eigenen Angebots dem des Wettbewerbsangebots an. >>>Pressemitteilung

Ceconomy: Media-Saturn-Minderheitseigner Kellerhals stellte sich erst gegen die Metro-Aufspaltung. Nun macht er der daraus hervorgegangen Ceconomy Probleme. Sie dürfe sich nicht mit mehr als 25 Prozent an einem Wettbewerber beteiligen. >>>Wiwo.de

Trivago: Abinav Kumar, ein Mitarbeiter von Trivago aus Düsseldorf, wurde zum Internet-Promi und Meme, nachdem das Startup TV-Spots in Indien ausstrahlte. >>>Gründerszene.de

- INTERNATIONAL -

Amazon: Der E-Commerce-Riese hat zum Halbjahr erstmals Zwölfmonatsumsätze von mehr als 150 Milliarden Dollar gemeldet, bei anhaltend hohem Wachstumstempo, aber stark rückläufigen Gewinnen. Die Börse reagierte verschnupft. >>>Exciting Commerce

Amazon: Der E-Commerce-Riese hat mit „Hub“ eine neue Lösung für die letzte Meile vorgestellt. Es handelt sich dabei um ein Schließfach, das in Mehrfamilienhäusern aufgestellt und per Code geöffnet werden kann. >>>TechCrunch

DocMorris: Neuzugang bei der holländischen Versandapotheke DocMorris: Ab sofort verstärkt Philipp Storb den Spezial-Versender als neuer "Vice President Purchase". Er folgt in dieser Funktion auf Jörg Wienpahl, der sich im nächsten Jahr in den Ruhestand verabschiedet. Als neuer Einkaufschef berichtet Neuzugang Storb direkt an DocMorris-CEO Olaf Heinrich. Dieser kann sich über einen neuen Kollegen freuen, der über viel Erfahrung in der Pharma-Branche verfügt. >>>Neuhandeln.de

PayPal: Der Bezahldienst Paypal hat seine Geschäftsziele nach einem starken zweiten Quartal angehoben. Verglichen mit dem Vorjahreswert kletterte der Überschuss in den drei Monaten bis Ende Juni um 27 Prozent auf 411 Millionen US-Dollar (350 Millionen Euro), wie die ehemalige eBay-Tochter nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Erlöse stiegen um über 18 Prozent auf 3,1 Milliarden US-Dollar. >>>Internetworld.de

UPS: Der US-Paketriese hat dank des boomenden Online-Handels im zweiten Quartal deutliche Zuwächse verbucht. Der Umsatz sei um 7,7 Prozent auf 15,85 Milliarden US-Dollar gestiegen. Der operative Ertrag legte um 8,7 Prozent auf 2,2 Milliarden US-Dollar zu. >>>derStandard.at

- BACKGROUND -

Schuhmarkt: Die deutschen Verbraucher haben im vergangenen Jahr rund 9,7 Milliarden Euro für Schuhe ausgegeben. Damit wächst der Schuhmarkt nur leicht um 0,9 Prozent und liegt damit knapp unter der durchschnittlichen jährlichen Entwicklung seit 2010 (Plus ein Prozent). Der Fachhandel habe zwar weiter den stärksten Anteil am Schuhmarkt, werde seit einigen Jahren jedoch zunehmend durch branchenfremde Vertriebsformate verdrängt. Am stärksten drängen die Internet-Pure-Player in den Markt, die ihren Ursprung und Vertriebsschwerpunkt im Onlinehandel haben. Deren Umsatzanteil liege mittlerweile bei über neun Prozent. >>>Schuhmarkt-News.de

Stadtplanung: Die Mittelzentren im unmittelbaren Einzugsbereich der Großstädte werden durch den boomenden Online-Handel die meisten Verluste zu verzeichnen haben, prognostiziert die BBE Handelsberatung. Denn die Bewohner des Umlandes konzentrieren sich beim stationären Freizeit-Shopping auf die Großstädte. Kleinstädte sollen durch den Internethandel oft keine weiteren Verluste erleiden, da die Bevölkerung auch weiterhin das reine „Versorgungsangebot“ (vornehmlich Nahversorgung) dort in Anspruch nehmen wird. >>>HV-Bayern.de

E-Commerce-Trends: Welche Trends werden den (Online)-Handel nachhaltig prägen? Diese Frage hat die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC in ihrer Studie "Total Retail 2017" untersucht. Befragt wurden 25.000 Konsumenten in 29 Ländern. Unter den Befragten sind auch mehr als 1.000 deutsche Online-Käufer, also Konsumenten, die schon mindestens einmal etwas im Internet gekauft haben. >>>Internetworld.de

- ZAHL DES TAGES -

Die Banken in Deutschland mischen sich unter die Fintechs. Jedes vierte Institut (27 Prozent) hat selbst ein Fintech gegründet, beispielsweise in Form einer selbständigen Digitaleinheit unter dem Konzerndach oder als komplett losgelöste Marke. 61 Prozent der Institute arbeiten in irgendeiner Form mit einem Finanztechnologieunternehmen zusammen. Übernahmen sind dagegen weniger verbreitet. Das sind die Ergebnisse des neuen Branchenkompass Banking 2017 von Sopra Steria Consulting und dem F.A.Z.-Institut. >>>ibusiness.de

- GEHÖRT -

"Marktplätze und Plattformen sind heutzutage selbstverständliche Infrastruktur und pauschale Nutzungsverbote für Händler sind Diskriminierung. Selektivvertriebsmodelle bieten jedoch neben besonderem Service und Inspiration für die Kunden auch Marktchancen für spezialisierte Händler insbesondere aus dem Mittelstand. Echte Qualitätsanforderungen für Premiummarken sollten deshalb auch in Zukunft möglich sein.“
bevh-Präsident und Vorstandssprecher des Designmöbelhändlers Cairo kommentiert die anstehende EuGH-Entscheidung im Fall Coty. >>>Verbaende.com

"Wenn die Entscheidung so fällt, wird sie sicherlich Anbieter höherpreisiger Ware dazu ermuntern, strengere Kritierien in ihren Verträgen anzuwenden, um den Vertrieb über Plattformen auszuschließen.“
Holger Gauss, Markenexperte der Kanzlei Grünecker in München, erwartet sich von dem Urteil weitreichende Folgen. >>>Textilwirtschaft.de

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