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Die E-Commerce-Trends des Tages - 27.08.2012 Etsy verbietet den Verkauf von Organen und menschlichen Körperflüssigkeiten

Erstaunliches förderte die E-Commerce-Branche über das Wochenende zutage: Erstens hat der US-Marktplatz für Handgemachtes in seinen neuen Verkaufsrichtlinien offiziell verboten, Organe, Totenköpfe, Knochen oder Skelette über die Plattform zu verkaufen. Doch es bleiben noch Lücken für andere Dinge, die nach Auffassung gläubiger Christen von Gottes Hand gemacht wurden. Zweitens haben Saturn und dessen Mobile-Agentur Sapient Nitro den "Mobile Agency Award" gewonnen. Wer den mobilen Shop schon mal gesehen hat, der lediglich durch die mobile Abfrage von stationären Verfügbarkeiten glänzt, muss sich fragen, wie schlecht die Konkurrenz gewesen sein mag. Und drittens hat es der Versandhandel (Katalog, Telefon, Internet) in Österreich einer aktuellen Studie zufolge geschafft, seine Nutzerzahlen von 43 Prozent 2008 auf 34 Prozent 2012 zu minimieren. Da kann man nur staunend sagen: "Oh Gott, ein Wunder!"

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- NEWS -

Saturn hat beim Google-Wettbewerb "Mobile Agency Award" mit seiner mobilen Website den ersten Preis gewonnen. Kreiert wurde der Auftritt von Sapient Nitro. Insgesamt nahmen 100 Agenturen an dem Wettbewerb teil. >>>Internetworld.de

Urbanara experimentiert weiter mit Offline-Werbung. Nach einer Plakatkampagne und der Ankündigung einer TV-Kampagne für Ende des Jahres - finanziert über einen Media-for-Equity-Deal mit GMPVC German Media Pool - gibt es jetzt aktuell in drei Berliner Freiluftkinos Kinowerbung. Vor jeder Aufführung ist ein kleiner Spot von Urbanara zu sehen. Darüber hinaus wird pro Abend eine Gotland-Decke verlost. >>>Urbanara-Blog

Bella & Liz heißt ein neues Startup aus Stuttgart, das gerade den Launch einer Fashion-Plattform für Schmuck und Accessoires vorbereitet und dabei Shopping-Party, Social Media und E-Commerce verbinden will. >>>Deutsche-Startups.de

- INTERNATIONAL -

Der britische Modeversender Boden setzt ab sofort auch auf Pop-Up-Stores. Im September soll in Birmingham der erste temporäre Laden eröffnet werden. >>>Versandhausberater

Der US-Online-Marktplatz Etsy hat seine Verkaufsrichtlinien verändert und verbietet seit 8. August den Verkauf von menschlichen Schädeln, Knochen, Skeletten, Organen und menschlichen Körperflüssigkeiten. Davor war der Verkauf auf dem Marktplatz für Handgemachtes offenbar erlaubt - und schließlich hat Gott laut Bibel ja auch den Menschen von Hand erschaffen. Der Verkauf von Haaren und Zähnen wurde übrigens nicht verboten. >>>ReadWriteWeb

eBay hat mit der US-Golfsport-Organisation PGA eine Kooperation geschlossen. In einem eigenen Shop auf eBay können Kunden auf ein breites Sortiment an neuer und gebrauchter Golfausrüstung zurückgreifen, die von den Golf-Profis des PGA ausgewählt und geprüft wurde. >>>eCommerce Bytes

- BACKGROUND -

Mit einer für E-Commerce-Anwendungen sinnvollen Marktdurchdringung der mobilen Internet-Nutzung von 50 Prozent und mehr ist nicht vor 2015 zu rechnen, hat Exciting-Commerce-Blogger Jochen Krisch der aktuellen ARD-ZDF-Onlinestudie entnommen. Auch Tablets hätten weiter vor allem Showcase-Status und würden mit vier Prozent hierzulande noch kaum genutzt. >>>Exciting Commerce

Standard-Glühlampen mit einer Leistung von mehr als zehn Watt dürfen von 1. September an nicht mehr hergestellt oder vertrieben werden. Händler müssen mit scharfen Kontrollen rechnen, denn die Deutsche Umwelthilfe hat angekündigt, nach dem Stichtag Kontrollbesuche zu machen, Hinweisen aus der Bevölkerung nachzugehen und Lampen-Sünder zu verklagen. Altbestände dürften aber weiterhin verkauft werden. >>>Wiwo.de

Die Top-Ten-Markenhersteller im Heimwerkersegment zeigen sich in Sachen E-Commerce-Strategie noch verhältnismäßig schwach auf der Brust, zeigt die aktuelle Ausgabe des "ECC-Monitor Markenhersteller". Lediglich drei der zehn untersuchten Hersteller, nämlich Hilti, Kärcher und Festool, betreiben einen eigenen Webshop, die restlichen sieben präsentieren und beschreiben im Web lediglich ihre Produkte. So ist auch nicht weiter verwunderlich, dass der Anteil der Hersteller am E-Commerce-Umsatz im DIY-Segment nur bei rund fünf Prozent liegt. >>>ECC-Handel.de

Eine neue Eye-Tracking-Studie enthüllt zwölf Taktiken zur Website-Optimierung. Darunter: Überschriften sind aufmerksamkeitsstärker als Bilder, vor allem wenn sie im linken Bereich einer Seite platziert werden. Und die Leser scannen nur die ersten Worte einer Überschrift, um zu entscheiden, ob sie weiterlesen. >>>Direct Creative Blog

Josh Goldman, General Partner beim Investor Norwest Venture Partners, sieht Curated Shopping als logische Konsequenz der Entwicklung auf dem E-Commerce-Markt. Den Anfang des E-Commerce hätten Preissuchmaschinen gebildet, dann sei Google erste Anlaufstation geworden und die Preissuchmaschinen hätten um prominente Plätze bei Google gerungen. Curated-Shopping-Sites hätten den Preiskampf auf Preissuchmaschinen beendet, indem sie dem Nutzer versprechen, die für ihn wirklich relevanten Produkte zu finden. Zu interessanten Anbietern in diesem Bereich zählt Goldman unter anderem ModCloth, Gilt, Fab und One Kings Lane. >>>eCommerce Bytes

- ZAHL DES TAGES -

38 Prozent der Österreicher nutzen das Internet oft oder ab und zu, um online einzukaufen. Bei den 30- bis 39-Jährigen liegt der Anteil sogar bei 55 Prozent, zeigt eine Langzeitmessung des Linzer Meinungsforschungsinstituts IMAS. Der gesamte Versandhandel - per Katalog, Internet und Telefon - hat aber in den vergangenen Jahren Kunden verloren, so die alarmierende Botschaft der Studie: Nutzten 2008 noch 43 Prozent der Österreicher diese Einkaufsmöglichkeit, so waren es 2012 nur noch 34 Prozent. Grund sei unter anderem die Quelle-Pleite. >>>Wirtschaftsblatt.at

- GEHÖRT -

"Die erfolgreichste E-Commerce-Marke der Welt ist Apple. Ist Apple auf Facebook zu finden? Nein! Es ist nicht relevant."
Matthias Schrader, CEO bei der Internet-Agentur SinnerSchrader, hält Social Commerce für einen überschätzten Trend. Stattdessen sieht er für den Online-Handel drei Trends: Mobile bleibt relevant. Marken wandeln sich wieder zu den Direktvertrieblern, als die sie vor 150 Jahren starteten. Und Produkte werden unterscheidbarer durch digitale Mehrwerte (vgl. Nike+ mit digitalem Schrittzähler). >>>via Kassenzone.de

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