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E-Commerce-Trends 16.02.15 Endspurt im Bieterrennen um Fluege.de

Zwei finale Interessenten duellieren sich im Kampf um Fluege.de, Cyberport wächst um zehn Prozent, Cewe beteiligt sich an Juniqe, myTime wächst und Base experimentiert mit Schaufenster-Avataren.

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- NEWS -

Endspurt im Rennen um das Online-Reiseportal Fluege.de: ProSiebenSat.1 und der Finanzinvestor EQT sind Insidern zufolge die letzten Interessenten an der Plattform. EQT soll sein finales Angebot bereits abgegeben haben. >>>Wiwo.de

Cyberport meldet für das Geschäftsjahr 2014 ein Umsatzplus von zehn Prozent auf 606 Millionen Euro (Vorjahr: 548 Millionen Euro). Wesentlicher Wachstumstreiber soll die Fortsetzung des Multichannel-Konzepts - unter anderem mit Same-Day-Pickup - gewesen sein. Rainer Kiefer, Sprecher der Geschäftsführung, ist zufrieden: „Wir sind 2014 stärker gewachsen als der Gesamtmarkt, haben also wichtige Markanteile für uns gewinnen können“, sagt er. >>>Pressemitteilung

Europas größter Fotodienstleister Cewe hat sich an dem Berliner Start-Up Kollwitz Internet beteiligt. Das Unternehmen betreibt unter dem Namen Juniqe einen Online-Shop, der Kunstwerke auf Shirts, Bettwäsche und Handyhüllen druckt. 70 bis 80 Prozent von Druck und Vertrieb soll von April an Cewe übernehmen. >>>Wiwo.de

Die E-Commerce-Tochter von Bünting, myTime.de, entwickelt sich erwartungsgemäß. Das sagte E-Commerce-Chef Joosten Brüggemann gegenüber der „Lebensmittelpraxis“. Die Kundenzahlen würden stetig steigen, die Wiederkaufrate liege bei 50 Prozent, die Warenkörbe im Schnitt bei 70 Euro. Kunden würde ihre Lieferung am liebsten nach Feierabend (18 bis 22 Uhr) sowie am Wochenende empfangen wollen. Daher wurde die Feierabendzustellung auf neun Städte ausgeweitet. Same-day-Delivery spielt in der Kundenerwartung eine geringere Rolle. Insgesamt sei der myTime-Kunde stärker qualitäts- als preisortientiert und habe entsprechende Erwartungen bezüglich Sortiment, Lieferung, Service und Preis. >>>Lebensmittelpraxis.de

Base experimentiert in Düsseldorf, Ludwigshafen und Osnabrück mit Avataren im Schaufenster. Die Dialog-Marketing-Agentur Ameria konzipierte die lebensgroße Verkäuferin Anna, die Menschen, die sich auf ein gelbes Kreuz am Gehsteig stellen und dann per Gestensteuerung mit ihr interagieren, aktuelle Sortiments-Highlights vorstellt. >>>Ameria-Blog

Weltbild trennt sich von fast jeder zweiten Filiale. Insgesamt 70 Läden wurden an eine mittelständische Buchhandelskette verkauft - inklusive den 400 dort arbeitetenden Mitarbeitern. Weltbild selbst betreibt jetzt nur noch 75 Filialen. >>>n-tv.de

Atalanda setzt in Sachen Same-Day-Delivery künftig nicht mehr nur auf die eigene Logistikplattform Atalogics, sondern auch auf die Dienste von DHL. Den Kurierservice von DHL gibt es bereits in 14 deutschen Ballungsgebieten und somit rund 50 Städten. In Wuppertal als Pilotstadt sollen alle Prozesse getestet und optimiert werden. >>>Location Insider

Brille24 startet einen neuen TV-Flight. Der Film mit dem Motto „Der Traummann ist nur eine Frage der passenden Brille“ läuft auf Kabel 1, ProSieben, Sat.1 und Sixx. >>>Mail Men

Der Online-Handel bringt offenbar auch Branchen in Bedrängnis, die man bislang eher für E-Commerce-fern hielt. So meldet das Landgestüt Sachsen-Anhalt, dass aufgrund des wachsenden Marktes für Tiefgefriersperma aus dem Internet statt wie in guten Jahren 500 nun nur noch 170 Stuten pro Jahr von Sachsen-Anhalts Hengsten gedeckt werden. Entsprechend sinken die Einnahmen. >>>mdr.de

- INTERNATIONAL -

Der weltgrößte Drogeriemarktkonzern Walgreens Boots Alliance versucht seit zehn Jahren, den Online-Handel mit Drogeriewaren zum Fliegen zu bekommen. Doch mit 1,32 Milliarden US-Dollar weltweit machen die Online-Umsätze nur einen Bruchteil des Gesamtumsatzes von 90 Milliarden US-Dollar aus. 450 Millionen davon kommen vom Online-Pure-Player Drugstore.com, den der Konzern 2011 übernahm. >>>Lebensmittelzeitung (Print)

Die französische Supermarktkette Carrefour hat eine Smartwatch-App entwickeln lassen, die den Kunden ihren Einkaufszettel auf das Handgelenk bringt. Dabei wird die Liste nach Laufwegen sinnvoll geordnet. Am Ausgang erinnert die Uhr - vorausgesetzt es ist eine Samsung Gear S - noch an Rabatte und Sonderaktionen der Treuekarte. >>>Smartwatch.de

- BACKGROUND -

Online-EU-Binnenhandel: Der europäische E-Commerce-Verband Ecommerce Europe hat Abgeordneten in Brüssel die aktuellen Hindernisse für einen internationalen Online-Handel erklärt. Unter anderem die EU-Regelung, dass Online-Shops bei der Internationalisierung grundsätzlich in alle europäischen Ländern liefern müssten, sei für viele Online-Händler nicht tragbar, erklärte Verbandspräsident François Momboisse. Die EU-Kommission will die betreffende Nicht-Diskriminierungsrechtssprechung überarbeiten, weil sie auch ihrer Meinung nach noch nicht klar genug formuliert sei. >>>Onlinehaendler-News.de

Logistikroboter: Der Logistikdienstleister BLG setzt als erstes Unternehmen in Europa mobile Kommissionier-Roboter von Grenzebach ein. Sie heben Regale mit Nachschub an und fahren sie zu den Mitarbeitern. Einer der ersten Web-Händler, die die Roboterarbeiter nutzen, ist der Arbeitsbekleidungshersteller Engelbert Strauss. >>>Logistik-Heute.de

Mobile Shop-Optimierung: Juliane Hartmann, Managing Director und Senior UX Consultant beim vom Usability- und Conversion-Spezialisten M-pathy, gibt sechs Tipps, wie Mobile Commerce auch auf kleinen mobilen Screens attraktiv wird. >>>Internetworld.de

Beacons gelten als das nächste große Ding im Handel. Wir haben uns bei Händlern umgehört, die erste Tests bereits gemacht haben. >>>Internetworld.de

Google Helpouts: Schlechte Nachrichten für Online-Händler, die in Sachen Online-Kundenservice auf Google Helpouts setzten: Der Internet Riese stellt das Angebot im April ein. >>>Googlewatchblog.de

- GEHÖRT -

„Der Online-Handel führt zu einer Proletarisierung der Handelsmitarbeiter.“
Der Handelsexperte Peter Schnedlitz von der WU Wien findet drastische Worte über die sozialen Aspekte des Internetgeschäfts. Logistikmitarbeiter und Paketzusteller könnten von ihrer Arbeit kaum leben, sagt er. Dagegen könne man mit Jobs im stationären Handel noch eine Familie ernähren. Allerdings finden sich dort auch Berufe mit mehrjähriger Lehrzeit, im Logistikzentrum reicht zur Einarbeitung ein halber Tag. >>>Format.at

„An Hello Fresh haben wir vor drei Jahren nicht geglaubt und heute macht das Unternehmen zirka 100 Millionen Euro Umsatz. Auch bei Westwing haben wir die erste Runde ausgelassen. Das war ein großer Fehler, den wir Ende 2013 korrigiert haben.“
Tengelmann-Ventures-CEO Christian Winter tut der Verkauf von Tengelmann E-Stores eigenen Aussagen zufolge nicht weh. Die Zusammenarbeit mit Rocket Internet bezeichnet er als „exzellent“. Trotzdem gibt er auch zu, Chancen verpasst zu haben. >>>Lebensmittelzeitung (Print)

„Wir betreiben keine Online-Supermärkte, die ohne Marge Wasser an die Haustür liefern - das ist nicht unser Geschäft.“
Oliver Samwer will im Online-Lebensmittelhandel Konzepte realisieren, die langfristig Profitabilität bringen. HelloFresh allerdings wird derzeit größer verkauft, als es wirklich ist. >>>Lebensmittelzeitung (Print)

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