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E-Commerce-Trends 31.08.15

Ebay schließt Skrill und ProPay aus

Ebay verbannt zwei Zahlungsanbieter, während Paypal die Provisionsrabatte streicht, Windeln.de will sein Frauensortiment aufstocken und Amazon testet neue Logistik-Services.

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- NEWS -

Der digitale Zeitschriftenkiosk Blendle startet am 14. September in Deutschland. Im iTunes für journalistische Inhalte können Nutzer einzelne Artikel aus Zeitungen und Magazinen verlagsübergreifend für Centbeträge kaufen. >>>Spiegel.de

Windeln.de stockt sein Sortiment für junge Mütter auf. Mittelfristig soll der Anteil von Damenmode am gesamten Mode-Sortiment verdoppelt werden. Mit diesem Schritt hofft der Babybedarfsversender auf mehr Cross-Selling in der DACH-Region und mehr Umsätze mit höhermargigen Produkten. >>>Neuhandeln.de

Aboutyou scheint ein ernsthaftes Problem mit Retouren und/oder Lagerüberhängen zu haben, schimpft E-Commerce-Experte Jochen Krisch in seinem Blog Exciting Commerce. Anders sei kaum zu erklären, dass der neue Shoppingclub "About You Deals" konzeptionell und in der Nutzeransprache "so ziemlich jeden Anspruch an einen seriösen Shoppingclub vermissen lasse, sondern bestenfalls als Resterampe durchgehe". >>>Exciting Commerce

Der Luxusschuhhändler Budapester Schuhe, seit 25 Jahren an fünf Standorten in Berlin und Hamburg präsent, hat im August einen eigenen Webshop gelauncht. Welche Herausforderungen es zu meistern gab, erzählt Inhaber Andreas Schläwicke. >>>Internetworld.de

Unter Ibalo.de hat der Baustoff-Experte Christian Baldauf eine Vermittlungsplattform für Baustoffe online gestellt. Baustoff-, Holz- und Stahlhändler können sich kostenlos registrieren und bei Ausschreibungen von Bauunternehmen mitbieten. Den Zuschlag erhält der Verkäufer mit dem günstigsten Gebot. >>>Pressemitteilung

Der Frontlineshop gibt sich nach der Übernahme durch Menlook im Juni 2015 sentimental. Das aktuelle Blogpost mit dem Titel "Schatz, wir müssen reden", klingt ganz viel nach Abschied - nicht nur vom Frauensortiment, sondern unter Umständen auch vom Firmensitz Hamburg und der ganzen Marke Frontlineshop. >>>Frontlineblog

Ohlala heißt eine App für bezahlte Dates, die drei Wochen nach dem Launch schon in Frankreich für helle Aufregung sorgt. Das Département Loire-Atlantique nutzt "Ohlala" nämlich auch als Werbeslogan für das regionale Tourismusmarketing. Hoteliers und Politiker befürchten nun, die Marke könne durch die Date-, Escort- und Huren-Vermittlung Schaden nehmen. >>>Gruenderszene.de

- INTERNATIONAL -

Ebay streicht die Anbieter ProPay und Skrill aus seiner Liste der akzeptierten Payment-Partner. Eine weltweite Untersuchung habe ergeben, dass die Anbieter von Kunden nur sehr selten genutzt würden, heißt es zur Begründung. >>>eCommerceBytes.com

Amazon bastelt einmal mehr an seinen Logistik-Services. Nach der Ausdehnung von Prime auf Produkte, die nicht von Amazon selbst verschickt werden, bietet der E-Commerce-Riese ausgewählten Partnern an, selbst zu limitieren, in welche Regionen sie noch innerhalb von zwei Tagen liefern können. Darüber hinaus scheint Amazon über einen neuen Service namens "Amazon Day" nachzudenken. Hier können Kunden einen Wochentag auswählen, an dem alle ihre Amazon-Bestellungen gebündelt geliefert werden. Dem E-Commerce-Riesen würde dies in jedem Fall Logistikkosten sparen. Und die sind im zweiten Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahr um 29 Prozent auf 2,34 Milliarden US-Dollar gestiegen. >>>WSJ.com

Google steigt in die Vermittlung von Handwerkern und Dienstleistern ein. Anbieter können über "AdWords Express" um eine Top-Position in den Suchergebnissen buhlen. Allerdings müssen sie vorher von Google gescreent werden und ihre Lizenzen und Versicherungen vorweisen. Darüber hinaus gibt es Mystery Shoppings und Background-Checks durch Google-Mitarbeiter. Aktuell ist der Service auf San Francisco sowie Installateure, Handyreparaturdienste, Schlüsseldienste und Reinigungskräfte beschränkt. >>>WSJ.com

Der britische Online-Supermarkt Ocado sagt von sich selbst, seine Computer-Systeme und seine Warenhaus-Ausstattung seien effizienter als alles, was sonst weltweit am Markt zu finden ist. Diesen Vorsprung will er nun an andere Supermarktanbieter vermarkten, die den Sprung in den Online-Handel wagen wollen. Schon im Dezember soll der erste internationale Deal verkündet werden, sagte CEO Tim Steiner. Der allerdings muss namhaft sein, um die millionenschweren Investitionen zu rechtfertigen. Branchengerüchten zufolge verhandle Ocado nicht mit Unternehmen, die weniger als 15,4 Milliarden US-Dollar Umsatz machen. Davon allerdings gibt es weltweit nur rund 24 - und alle bis auf einen verkaufen bereits online. >>>Internet Retailer

Der im April dieses Jahres von der Pfeiffer-Gruppe gestartete österreichweite Online-Supermarkt Unimarkt verarbeitet eigenen Aussagen zufolge aktuell täglich zwischen 50 und 100 Bestellungen. Das Ziel, online den Umsatz von zwei guten Filialen zu erzielen, werde in diesem Jahr erreicht, so Pfeiffer-Geschäftsführer Markus Böhm. An einen Break-Even innerhalb der kommenden fünf Jahre glaubt Böhm allerdings nicht. >>>Wirtschaftsblatt.at

Try heißt eine neue Online-Plattform, die Kunden dazu motivieren will, neue Klamotten anzuprobieren. Dazu müssen sie lediglich einen "Try-Button" in ihrem Google-Chrome-Browser installieren. Wer auf seinen Shopping-Touren im Web dann auf eine Marke stößt, die Try unterstützt, erhält neben dem "In den Warenkorb"-Button einen "Try"-Button angezeigt, über den sich die Ware gratis ordern lässt. Nach zehn Tagen Bedenkzeit können Kunden die Ware entweder mit einem Gratis-Retourenlabel zurückschicken oder über die Try-Website bezahlen. Bis zu fünf Kleidungsstücke lassen sich gleichzeitig testen. Marken, die Try unterstützen, sind unter anderem Asos, J.Crew, Nike und Zara. >>>Springwise

Net-a-porter.com öffnet sein Social-Shopping-Network "The Net Set" für alle Nutzer - oder besser für die, die ein iPhone, ein iPad oder eine Apple Watch haben. Die können sich die entsprechende App aus dem Apple-Store herunterladen. Über das Netzwerk können die Labels im Sortiment mit den Konsumenten interagieren. Diese können außerdem eigene Profile erstellen, Fotos hochladen, Style-Tribes folgen oder mit anderen Nutzern ein Schwätzchen halten. Seit dem Launch auf Invitation-Only-Basis haben sich 70.000 Kundinnen registriert und ihre Daten hinterlassen. >>>WWD.com

Der US-Blumenversender 1-800-Flowers hat seine Umsätze im Geschäftsjahr 2014/15 um fast 55 Prozent auf 849,9 Millionen US-Dollar gesteigert. Vor allem bei Geschenkkörben legte das Unternehmen nach der Übernahme von Harry & David erheblich zu: Im vierten Quartal stiegen die Umsätze im Vergleich zu den davorliegenden Quartalen um 106,7 Prozent. >>>Internet Retailer

- BACKGROUND -

Abmahnwelle: Wer als Winzer rund um Trier das Thema LMIV nicht ganz ernst nimmt und seine Weine über Ebay verkauft, muss aktuell mit Abmahnungen rechnen. Darauf weisen die Rechtsanwälte Krell, Weyland und Grube hin. Das Landgericht Trier hatte mit Beschluss vom 8. Juli 2015 einem Winzer per einstweiliger Verfügung untersagt, Weine über Ebay ohne den Hinweis auf die darin enthaltenen Sulfite anzubieten. >>>Fleischwirtschaft.de

E-Payment: Paypal hebt in den USA die Gebühren um bis zu 32 Prozent, indem Volumenrabatte gestrichen werden. Aktuell berechnet Paypal 2,9 Prozent Provision vom Verkaufspreis plus zusätzlich 30 Cent pro Transaktion. Wer ein Umsatzvolumen von 3.000 US-Dollar erreichte, zahlte nur noch 2,5 Prozent plus 30 Cent, ab 10.000 US-Dollar reduzierte sich die Provision auf 2,2 Prozent. Dies fällt nun weg, was Händler, die 10.000 US-Dollar Umsatz machen, monatlich 70 US-Dollar mehr kostet. >>>eCommerceBytes.com

Urteil: Wer sich als Händler an ein Amazon-Angebot anhängt, das ein falsches Produktbild beinhaltet, verstößt gegen das Wettbewerbsrecht. Ein entsprechendes Urteil des Landgerichts Arnsberg wurde jetzt vom Oberlandesgericht Hamm bestätigt. Verklagt wurde ein Sonnenschirmhändler, der auf seinem Produktbild auch vier Betonplatten zur Beschwerung zeigte, die im Angebot nicht enthalten waren. In der Angebotsbeschreibung wurde dies detailliert erklärt, dem Gericht reichte das jedoch nicht aus. >>>Shopanbieter.de

Widerrufsrecht: Die Online-Shops der Mode-Luxuslabels protzen bei der Optik und patzen beim Kleingedruckten, zeigt ein Test des Shop-Zertifizierers Trusted Shops im Auftrag von INTERNET WORLD Business. Vor allem im Bereich Widerruf zeigen sich die großen Luxusmarken kein bisschen serviceorientiert und fassen Ausnahmen teilweise weiter als erlaubt. >>>Internetworld.de

Indien: Aktuellen Marktstudien zufolge kamen im Jahr 2014 über 70 Prozent aller E-Commerce-Transaktionen in Indien aus den zehn größten Städten des Landes. Um mehr Regionen zu erreichen, planen indische E-Commerce-Anbieter dort jetzt verstärkt Offline-Präsenzen. >>>Business-Standard.com

Shopping-Clubs: Die größten Online-Shopping-Clubs in Deutschland hat die Textilwirtschaft zusammengestellt, darunter Best Secret, Brands4Friends, BuyVIP, Limango, Vente-privée und die Zalando Lounge. >>>Textilwirtschaft.de

- ZAHL DES TAGES -

Wer oft im Web einkauft, tut dies auch immer häufiger außerhalb der eigenen Landesgrenze, zeigt eine Studie von Comscore. 24 Prozent der Web-Einkäufe werden importiert, die Hälfte davon aus den USA. >>>Internet Retailer

- GEHÖRT -

"For one outdoor campaign in a city like Bengaluru the marketing spending for a month is RS 50 lakh. Whereas to set up an experience centre we spend Rs 40 lakh annually."
Ambreesh Murty
, Mitgründer und CEO des indischen Möbel-Versenders Pepperfry, will bis Jahresende acht eigene stationäre Läden betreiben. >>>Business-Standard.com

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