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E-Commerce-Trends 09.03.15 Douglas führt Click & Reserve ein

Douglas führt Click & Reserve ein und steht dem Vernehmen nach zum Verkauf, Miriam Lahage heuert bei Navabi an und dem Elektrohandel droht durch eine Rücknahmeverordnung Ungemach.

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- NEWS -

Douglas hat heimlich, still und leise eine neue Multichannel-Funktion in seinen Webshop integriert. Ab sofort können Kunden verfügbare Produkte in den Filialen auch reservieren lassen. Bislang wurde Click & Collect ausschließlich über die E-Commerce-Logistik abgewickelt. Ebenfalls still und leise scheint Douglas-Eigentümer Advent den Verkauf der Parfümeriekette vorzubereiten. Auch ein Börsengang ist möglich. Der Preis für Douglas wird auf drei Milliarden Euro beziffert. >>>Wiwo.de

Das Große-Größen-Label Navabi hat mit Miriam Lahage eine ausgewiesene Mode-Expertin als Chief Merchant an Board geholt. Lahage baute für Peek & Cloppenburg den Online-Shop auf, beriet Net-a-Porter und arbeitete als Global Head of Fashion für Ebay. Bei Navabi soll sie helfen, die Modewelt aufzurütteln und zu verändern. >>>Fashion United

Die Otto-Group-Tochter Collins firmiert ihre vStores in About You Open Commerce um. Der neue Name soll die längst vollzogene Verschmelzung  mit About You signalisieren. >>>Collins-Blog

EP baut seine E-Commerce-Aktivitäten aus. Der aktuelle Online-Warenkatalog soll im Sommer um eine kombinierte Reservierungs- und Zahlungsfunktion ergänzt und im vierten Quartal mit einer auf Versand ausgerichteten Online-Bestelllösung abgerundet werden. Bei der Tochter Medimax wird Click & Collect schon am 1. Mai eingeführt. „Wir gehen den Weg zum Omnichannel-Anbieter schrittweise“, so EP-Chef Friedrich Sobol am Rande der Jahresveranstaltung der Verbundgruppe in Düsseldorf. „So können wir unsere Erfahrungen regelmäßig analysieren und einen optimalen Startschuss für unsere jeweiligen Marken setzen.“ >>>Channelpartner.de

Bei Adidas brummt das Online-Geschäft. Die E-Commerce-Umsätze stiegen weltweit um 69 Prozent auf 466,3 Millionen US-Dollar. Ein Blick auf den Gesamtumsatz relativiert die Jubelmeldung allerdings: Denn nur drei von 100 US-Dollar Umsatz werden derzeit online erzielt. >>>Internet Retailer

ProSiebenSat.1 bekommt vom Online-Erotikshop Amorelie nicht genug. Die Sendergruppe will ihre Anteile auf 75 Prozent aufstocken. >>>Internetworld.de

Die Otto-Group-Tochter Baur hat ihren E-Commerce-Bereich ausgelagert und in eine neue Tochtergesellschaft namens Empiriecom überführt. Das Unternehmen betreut rund 40 Online-Auftritte verschiedener Otto-Unternehmen. >>>Fashion United

Thomas Cook reagiert auf den Smartphone-Boom der Verbraucher und gestaltet seine Urlaubskataloge um. Die gedruckten Kataloge für die Sommersaison 2015 wurden mit Online-Inhalten verknüpft. Allerdings brauchen Urlaubswillige dafür eine eigene App. Dann gibt es Hotelfilme, Helikopter-Views, 360-Grad-Rundgänge, Bildergalerien und einen Lageplan auf Google Maps. >>>Adzine.de

Deutsche Finanzinstitute wollen mit einer eigenen Bezahl-App den US-Konkurrenten PayPal und Apple in die Parade fahren. Vielleicht sollten sie mal bei Yapital anrufen und sich erzählen lassen, wie schwer so etwas ist. Oder sie übernehmen das Unternehmen. Gerüchteweise sucht man in Hamburg ja ohnehin einen Käufer. >>>Wiwo.de

- INTERNATIONAL -

Die US-Beauty-Marke Sephora hat in San Francisco ein Innovation Lab gegründet, das neue Strategien und Technologien für In-Store- und Mobile-Shopping entwickeln soll. Ein paar Projekte stehen schon kurz vor dem Launch: Nach einem erfolgreichen Piloten in San Francisco will das Unternehmen Beacons in allen US-Läden integrieren und in Echtzeit personalisierte Botschaften an Kunden senden. Mit einer Versandflatrate von zehn US-Dollar pro Jahr will das Unternehmen mehr Kunden zu Stammkunden machen und dafür innerhalb von zwei Tagen gratis liefern. Über Augmented Reality können sich Kunden näher mit der Marke auseinandersetzen. Und „Pocket Contour“ heißt ein neues mobiles Schmink-Feature, das Hilfestellung bei der Gesichtskonturierung bietet. >>>Retailing Today

L’Oreal will seine E-Commerce-Aktivitäten in Indien ausbauen. Grund: Die Online-Umsätze mit Make-Up und Bartpflege steigen deutlich. >>>Business-Standard.com

Amazon schleicht sich durch die Hintertür in China ein und eröffnet einen Shop auf Alibabas Tmall. Spielzeug, Schuhe, Lebensmittel und Küchengeräte sollen über den Shop verkauft werden. Die chinesischen Verbraucher sollen das Wachstum des E-Commerce-Riesen wieder ankurbeln, die sich zuletzt deutlich verlangsamten. Auch Indien sieht Amazon als lohnendes Wachstumssegment. >>>manager-magazin.de

Der US-Büroausstatter Staples meldet für das Gesamtjahr 2014 ein E-Commerce-Umsatzplus von 4,8 Prozent auf 20,9 Milliarden US-Dollar. Insgesamt soll sich die Umsatzsumme laut „Internet Retailer“ allein für das vierte Quartal auf 663,2 Millionen US-Dollar belaufen. >>>Internet Retailer

Bei Chinas größtem Online-Händler JD.com verdoppelte sich 2014 der Online-Umsatz auf 41,9 Milliarden US-Dollar. Im vierten Quartal stiegen die Umsätze gar um 119 Prozent. Grund sei der gute Ruf in Sachen Produktechtheit und eine sehr schnelle Lieferung. >>>Internet Retailer

- BACKGROUND -

Elektronikhandel: Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) will große Geschäfte mit mehr als 400 Quadratmetern Fläche und Online-Händler jeglicher Größe per Gesetz verpflichten, sämtliche Elektrogeräte zurückzunehmen. Der Online-Handel ist naturgemäß wenig begeistert. Der Bundesverband Online-Handel sieht in dem geplanten Gesetz „eine unverhältnismäßige Pflicht zur Rücknahme gefährlichen Abfalls und zu dessen Weiterverbringung“. HDE und bevh haben sich dazu noch nicht öffentlich geäußert. >>>Bild.de

Online-Payment: Online-Händler dürfen ihren Kunden nur dann Gebühren für eine Zahlungsart berechnen, wenn eine weitere gängige und zumutbare Variante unentgeltlich angeboten wird. Für das Oberlandesgericht Dresden sind das die Alternativen „Visa Electron“ und „Fluege.de MasterCard Gold“ nicht, die das Online-Flugportal Fluege.de unentgeltlich anbot. Für die Richter gelten eher Vorkasse per Überweisung oder Rechnungskauf als gängig und zumutbar. Darüber hinaus dürfen Shops nur die tatsächlich anfallenden Gebühren für eine Zahlart berechnen und müssen diese auch gesondert ausweisen. 32,99 Euro für die Zahlung per Lastschrift schienen den Richtern deutlich zu hoch gegriffen. >>>Onlinehaendler-News.de

Online-Touristik: Im Vergleich zu den Online-Pure-Playern haben klassische Reiseveranstalter in Sachen Online-Marketing noch großen Nachholbedarf, zeigt eine Studie der Online-Marketing Agentur Mauf Schmidt zusammen mit dem IT-Dienstleister Neofonie. Ab besten schnitten TUI.com, AIDA.de und LTUR.de ab. >>>Adzine.de

- ZAHL DES TAGES -

63 Prozent aller Online-Käufer brechen bei unzureichenden Produktbeschreibungen den Online-Kauf ab, zeigt eine Befragung von 1.645 Online-Käufern durch den Wohnaccessoire-Versender Connox Wohndesign. Persönliche Beratung würde im Webshop allerdings nicht erwartet. >>>ecommerce-vision.de

- GEHÖRT -

„Rocket ist am Ende nicht so viel anders als ein Industriekonzern wie Siemens. Genau wie Siemens bauen wir etwas: Die Systematisierung des Aufbaus von Unternehmen im Internet ist unsere Kernkompetenz. Nur sind wir viel kleiner und noch keine 165 Jahre alt. Wenn Sie sich mal die Nettokalkulation ansehen, dann hat Rocket in den vergangenen Jahren sicher mehr Arbeitsplätze geschaffen als Siemens.“

Rocket-Internet-Mitgründer Oliver Samwer gab dem Magazin“Bilanz“ einen kleinen Einblick in sein Unternehmen und in sein Privatleben: Dass er während des Skiurlaubs ständig am Telefon hing, gefiel Ehefrau und Kindern gar nicht. >>>via Gruenderszene.de

„Es ist zu vermuten, dass es auf Mitgliederseite Interessen gibt, die Kluft zwischen Branchenwachstum und eigenem Unternehmenswachstum nicht zu groß werden zu lassen."

Gerrit Heinemann, Leiter des eWeb-Research-Center an der Hochschule Niederrhein, wird mit den aktuellen bevh-Zahlen ebenso wenig warm wie Exciting-Commerce-Berater Jochen Krisch. Seine Kritik an der Methodik haben wir schon einige Male publiziert. Der Shopbetreiber-Blog hat sie nochmal zusammengefasst. >>>Shopbetreiber-Blog.de

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