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E-Commerce-Trends 08.11.16 Deutsche Bahn gründet Digital-Tochter

Die Deutsche Bahn investiert eine Milliarde Euro in den digitalen Wandel, Amazon erschreckt Australien, Bankräuber digitalisieren sich und Apple kämpft gegen gefälschte Marken-Apps im App-Store.

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- NEWS -

Deutsche Bahn: Die Deutsche Bahn, die derzeit damit kämpft, WLAN in die ICEs zu bringen, will in den kommenden beiden Jahren eine Milliarde Euro in den digitalen Wandel investieren. Über die neue Gesellschaft Bahn Digital Venture sollen die verschiedenen Engagements gesteuert werden. >>>Wiwo.de

Zalando: Verkauft eure Zalando-Aktien, raten die Analysten der UBS. Sie rechnen mit viel Gegenwind von Seiten Amazons. Um sich gegen die Mode-Offensive des E-Commerce-Giganten zu erwehren, müsse Zalando viel investieren, glauben die Analysten. >>>Handelsblatt.com

Intersport: Die mittelständische Verbundgruppe im Sportfachhandel, Intersport, will die Digitalisierung der Gruppe forcieren und besetzt die neu geschaffene Position des Chief Digital Officer mit Carsten Schmitz. Der 41-Jährige kommt von der Rewe Group, wo er zuletzt als Leiter Omnichannel tätig war. Er soll den Transformationsprozess des Verbunds zu einer digitalen Handelskooperation gestalten. >>>Versandhausberater.de

Airbnb: Trotz des Zweckentfremdungsgesetzes in Berlin wachsen die Angebote von Wohnungen und Zimmern beim Anbieter Airbnb wieder. Das geht aus einer Untersuchung von Studio Karat hervor. Die Zahl der Vermietungsangebote hatte kurz vor dem Gesetz bei knapp 20.000 gelegen und fiel dann auf etwa 11.000 zurück. Mittlerweile ist die Zahl der wöchentlichen Angebote wieder auf 12.400 angewachsen. >>>Netzpolitik.org

Keksliebe.de: Die Keksbäckerei eröffnet in der Münchner Maxvorstadt ihr erstes Ladengeschäft. Pünktlich vor Weihnachten wird es die hübsch dekorierten Kleingebäcke dann auch stationär zu kaufen geben.

- INTERNATIONAL -

Amazon: Der E-Commerce-Riese lässt mit der Ankündigung, im September 2016 nach Australien zu expandieren, die ansässige Händlerschaft zittern. Bislang bedient das Unternehmen australische Kunden von den USA aus, doch die Nutzung ist wegen immenser Logistikkosten und Vertriebsbeschränkungen gering. Jetzt will Amazon in Australien eigene Logistikzentren aufbauen und auch frische Produkte versenden. Auch stationäre Läden, so munkeln Insider, sind geplant. >>>Perthnow.com

Tesco Bank: Die digitale Transformation macht auch vor der Bankräuber-Branche nicht halt. Statt Maske und Pistole braucht man nun Hacker-Fähigkeiten. Aktuelles Opfer ist die Tesco-Bank. Insgesamt 20.000 Kunden-Konten wurden geplündert, auf 40.000 Konten gab es verdächtige Transaktionen. Bis die Situation unter Kontrolle ist, werden alle Online-Buchungen gestoppt. >>>Handelsblatt.com

Blue Nile: Der US-Online-Juwelier verlässt das Börsenparkett. Für 500 Millionen US-Dollar will ein Consortium, zu dem Bain Capital und Bow Street LLC gehören, das Unternehmen übernehmen. 2015 erzielte Blue Nile 480,1 Millionen Dollar Umsatz, 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr. >>>Internet Retailer

Russland: Die russische Sberbank plant ein „nationales Ökosystem“ für elektronischen Handel, schreibt die Tageszeitung Kommersant. Als Vorbild dient die chinesische Alibaba Group. Sowohl Endverbraucher als auch Unternehmen aus verschiedenen Branchen sollen Dienstleistungen in Anspruch nehmen können. >>>Ostexperte.de

PetSmart.com: Der US-Tierbedarfsversender führt Same-Day-Delivery ein. Gepicht wird aus ausgewählten Filialen. Darüber hinaus wird im neu überarbeiteten Online-Shop übersichtlicher dargestellt, welche Produkte in den Filialen gerade vorrätig sind. >>>Internet Retailer

Amazon: Der E-Commerce-Riese will künftig auch Haushälter an Prime-Mitglieder vermitteln. Diese sollen zuhause putzen, die Wäsche machen oder einkaufen. Darauf lassen zumindest Stellenausschreibungen in Amazons Heimatstadt Seattle schließen. Der Name des Programms: „Amazon Assistants“. >>>CNet.com

- BACKGROUND -

Mobile Commerce: Gefälschte Shopping-Apps fluten derzeit Apples App-Store. Die Anbieter launchen Apps von bekannten Marken und Händlern wie Puma, Foot Locker oder Christian Dior, die teilweise nur über eingeblendete Werbung Geld verdienen wollen, teilweise aber auch die Kreditkarteninformationen und andere Daten von Nutzern abgreifen. Allein vergangene Woche hat Apple Hunderte dieser gefälschten Apps aus dem Store geworfen. >>>Heise.de

Kundenbewertungen: Die Kundenbewertungs-Plattform Proven Expert hat aufgrund eigener Daten vier Mythen über Kundenrezensionen widerlegt. >>>ibusiness.de

Einkaufsverhalten: In Deutschland interessiert sich mehr als die Hälfte der Internet-Nutzer für Online-Shopping mit Virtual Reality, zeigt eine Studie von Marktforscher Ipsos. Am affinsten sind natürlich die Millenials. Auch andere Technologien wie Chatbots, Sprachassistenten, automatisierter Nachkauf, Touchscreens und digitale Schaufenster-Avatare stoßen auf Interesse. >>>Absatzwirtschaft.de

Fintech: Fintech-Anbieter gewinnen bei jungen, technikaffinen sowie vermögenden Kunden immer mehr an Bedeutung. So nutzt bereits jeder zweite Verbraucher irgendeinen Service eines Start-ups aus dem Finanzdienstleistungssektor. Wie eine Umfrage von Capgemini, LinkedIn und Efma ergab, stammt der Zuspruch hauptsächlich aus Schwellenländern. >>>Internetworld.de

Repricing: Der Preis ist auf Online-Marktplätzen mit der wichtigste Faktor, um eine Kaufentscheidung zu treffen. Eine Repricing-Software kann dabei eine Möglichkeit sein, Verkäufe und damit auch die Umsätze zu steigern. >>>Internetworld.de

Medikamentenversand: Der Zoll weist auf die Risiken bei Bestellungen von Medikamenten im Internet hin: Nicht alle Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel und Heilmittel, die online gekauft werden können, dürfen legal nach Deutschland eingeführt werden. Bundesweit wurden im Jahr 2016 aber erst 133 Sendungen gestoppt. Überwiegend handelt es sich dabei um Einfuhren aus den USA und der Schweiz. >>>Pressemitteilung

Preisvergleich: Wer über Google Shopping nach Produkten sucht, kann Geld sparen, zeigt eine Analyse der Preis-Monitoring-Firma 360pi Corp. Nur in einem Viertel der Fälle waren die Produkte auf Amazon günstiger als die, die über Google Shopping aufzufinden waren. >>>Internet Retailer

- ZAHL DES TAGES -

115.711 Euro jährlichen Nettoumsatz erzielen Marktplatzhändler bei Amazon. Bei eBay sind es 45.096 Euro, ermittelte Shopanbieter.de in seinem Marktplatzreport. >>>Shopanbieter.de

- GEHÖRT -

"Internet, Big Data und das Smartphone haben das Konsumverhalten disruptiv verändert. Diese Veränderungen verlangen von uns Händlern keinen Change, sondern eine ebenso grundlegende Revolution: Weg vom Vertriebskanaldenken, hin zu Omni-Channel-Konzepten. Weg von der Angebots-, hin zur ganzheitlichen Markendenke. Weg von Me-too, hin zu emotional differenzierenden Geschäftsmodellen – und das alles bei schneller Adaption neuer Technologien."
Otto-Chef Hans-Otto Schrader ärgert sich darüber, dass er in der Medienwahrnehmung nur noch unter „&Co“ läuft, während Amazon und Zalando als erfolgreich gelten. Dabei werde der stationäre Einzelhandel der bedeutendste Vertriebskanal bleiben. >>>Horizont.net

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