INTERNET WORLD Business Logo Abo

E-Commerce-Trends 05.09.16 Deliveroo schickt das Känguruh in Rente

Eventim erleidet eine Schlappe vor Gericht, Mercedes Benz könnte beim Online-Shop nachbessern, Unister stellt Befangenheitsantrag gegen seine Richter und Deliveroo schickt das Känguruh in Rente.

Die E-Commerce-Trends des Tages liefern wir Ihnen auch gerne bequem und kostenfrei vor 8.00 Uhr in Ihr E-Mail-Postfach. Hier geht's zum Gratis-Online-Abo.

- NEWS -

Eventim darf für die digitale Übermittlung von bestellten Tickets keine Pauschale berechnen, entschieden die Richter am Landgericht Bremen (Az.: 1 O 969/15). Wer Eintrittskarten über das Internet verkauft, muss diese den Kunden auch übermitteln, heißt es zur Begründung. Entgelte dürften nur verlangt werden, wenn dem Händler selbst Kosten entstehen. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. >>>Heise.de

Mercedes Benz verschenkt mit seinem neuen Online-Shop Potenzial, urteilt Lead Digital. Kritik gibt es an fehlender Berücksichtigung individueller Nutzersituationen auf Desktop, Smartphone und iPad, langen Ladezeiten, der Darstellung verbraucherrelevanter Informationen, fehlenden Filterfunktionen sowie mangelhafter Sichtbarkeit in Suchmaschinen. >>>Lead Digital

Die Adidas-Gruppe hat den Intralogistikspezialisten Knapp AG aus Graz mit der Automatisierung ihres neuen E-Commerce-Zentrums in Rieste bei Osnabrück beauftragt. Mit der Bereitstellung einer All-in Shuttle-Lösung unterstützen die Österreicher den Sportartikelspezialisten aus Herzogenaurach bei der Abwicklung seines Warenverkehrs im Bereich E-Commerce. >>>Logistra

Das insolvente Internetunternehmen Unister wehrt sich im laufenden Verfahren gegen ehemalige Manager gegen die Besetzung des Gerichts. Die Unister GmbH habe einen Befangenheitsantrag gegen drei zuständige Richter der 15. Strafkammer gestellt, sagte ein Sprecher des Landgerichts Leipzig am Freitag. >>>Wiwo.de

Die Berliner Start-up-Fabrik Rocket Internet ist vor allem wegen Wertberichtigungen bei mehreren Modehändlern tief ins Minus gerutscht. Im ersten Halbjahr gab es einen Verlust von 617 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Die Global Fashion Group habe die Bilanz mit 383 Millionen Euro belastet. Die Bewertung des Bereichs war bei der im April gestarteten Finanzierungsrunde von 2,8 Milliarden Euro im Vorjahr auf eine Milliarde Euro gesunken. >>>Internetworld.de

StoryDocks, die Digitalschmiede des Verlags Oetinger, bringt über ihre Sparte TigerBooks zusammen mit dem Technikhersteller Odys Mitte Oktober ein Tablet für junge Zielgruppen auf dem Markt. Darauf sollen Kinder ein kuratiertes Medienangebot mit Inhalten von mehr als 100 Verlagen in einer sicheren Umgebung finden. >>>Buchreport.de

Die Hotelkette AO hat einen neuen Head of E-Commerce. Constantin Rehberg verantwortet neben dem Online-Marketing jetzt auch den Online-Vertrieb des Unternehmens. >>>AHGZ.de

- INTERNATIONAL -

Deliveroo verpasst sich eine neue Corporate Identity, verabschiedet sich von seinem Känguru als Eyecatcher und führt „Roo“ als neues Logo und Favicon ein. Das neue Designkonzept soll das Essen und die Restaurants mehr ins Rampenlicht stellen. Für die Fahrer wurde eine neue, strahlend bunte und reflektierende Ausstattung entwickelt, die ihre Sicherheit und Sichtbarkeit verbessern soll - und die sie mit Stolz tragen können. >>>Deliveroo-Blog

Uber lässt die selbstfahrenden Autos los. Nach Tests in Pittsburgh wurde jetzt auch ein autonomes Taxi in San Francisco gesichtet. Das Startup selbst schweigt dazu noch. >>>Fortune.com

Condé Nast hat seine Shopping-Seite Style.com in Großbritannien vom Stapel gelassen, meldete WWD.com bereits am Freitag. Bei unserem Test war die Seite aber noch immer nicht zugänglich. Weitere europäische und ein US-Auftritt sind später im Jahr geplant. Die Website will Luxusmode verkaufen, die in Titeln wie Vogue.co.uk und GQ.co.uk vorgestellt werden. >>>WWD.com

Apple räumt seinen App-Store auf. Titelbeschreibungen werden auf 50 Zeichen limitiert, Karteileichen aus dem Shop gelöscht. Unternehmensangaben zufolge habe sich die Entwickler-Community diese Maßnahmen gewünscht. >>>Golem.de

- BACKGROUND -

Internet of Things: 13 Prozent der Briten würden heute schon vernetzte Geräte wie Kaffeemaschinen, Kühlschränke oder Amazons Dash Button Produkte automatisiert nachbestellen lassen, wenn sie zur Neige gehen, zeigt eine Umfrage der Unternehmensberatung Salmon. 57 Prozent signalisieren entsprechende Bereitschaft innerhalb von zwei Jahren. 35 Prozent der Briten haben bereits entsprechend vernetzte Geräte im Haushalt, 58 Prozent würden über eine Anschaffung nachdenken, wenn die Technik automatisierte Einkäufe ermögliche. >>>Warc.com

Logistikprozesse: Wer wissen möchte, wie gut er als Logistiker in der digitalen Welt aufgestellt ist, kann sich jetzt Klarheit darüber verschaffen: Der „Digital Maturity Check“, entwickelt vom Frankenthaler IT-Dienstleiter AXIT, liefert Unternehmen Auskunft über den Reifegrad und die Potenziale ihrer digitalen Logistikprozesse. >>>Allaboutsourcing.de

- ZAHL DES TAGES -

40 von insgesamt 540 Millionen Euro, die österreichische Tierbesitzer pro Jahr für ihre Lieblinge ausgeben, werden inzwischen von deutschen Online-Händlern abgeschöpft, meldet das österreichische „Wirtschaftsblatt“. Auch wenn Österreicher in Summe mehr für ihre Tiere ausgeben, seien die Ausgaben innerhalb Österreichs deshalb rückläufig. >>>Wirtschaftsblatt.at

- GEHÖRT -

"About You ist in der Otto-Gruppe offenbar ähnlich schnell an seine (Kapital-)Grenzen gestoßen wie einst Yalook, Yourhome oder Mirapodo. Und hat sich nun bemerkenswert geschickt aus der Affäre gezogen, indem es Verbündete außerhalb der Otto-Gruppe gewinnen konnte. (…) Fehlt jetzt nur noch eine strategische Antwort auf das neue Zalando, aktuell sicherlich About Yous größte Schwäche/Herausforderung."
Exciting-Commerce-Blogger Jochen Krisch wirft einen gewohnt kritischen Blick auf das Otto-Imperium - und hadert noch immer mit der zu frühen Einstellung des About-You-Vorgängers Yalook. >>>Exciting Commerce

Das könnte Sie auch interessieren