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E-Commerce-Trends 25.11.14 Conrad wird zum E-Commerce-Unternehmen

Conrad sieht sich dem Wettbewerb in Sachen Multichannel um Meilen voraus, Google integriert mehr lokale Produktverfügbarkeiten und A.T.U. verkauft über eBay.

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- NEWS -

Conrad will zu einem echten E-Commerce-Unternehmen werden und setzt dabei auf mobile Devices. Künftig sollen Kunden über eine Smartphone-App ihren ganzen Kaufprozess vereinfachen können - von der Vereinbarung eines Beratungstermins in der Filiale über die Navigation zum gewünschten Produkt bis hin zum Bezahlen auf dem Smartphone, verriet CEO Jörn Werner gegenüber "Channelpartner". Man sei bei vielen unauffälligen, aber umso wichtigeren Backend-Prozessen viel weiter als andere Marktteilnehmer, die nur ihre Printwerbung ins Web verlagert hätten und dies als Multichannel präsentieren. >>>Channelpartner.de

Der Designer Guido Maria Kretschmer setzt einen Fuß in den Online-Handel. Im eigenen Shop wird allerdings ausschließlich eine eigene Online-Kollektion vertrieben. >>>Textilwirtschaft.de

Der KFZ-Teilehändler A.T.U will über den Online-Marktplatz eBay seine Kundenzielgruppe erweitern. Kunden können ihre Wunschprodukte auf eBay bestellen und anschließend in einer A.T.U-Filiale abholen. Zum Start stehen 25.000 verschiedene Artikel zur Verfügung. Eine ausführliche Analyse, warum eBay nicht so tot ist, wie man derzeit vielerorts hört, lesen Sie übrigens in der aktuellen Ausgabe der INTERNET WORLD Business. >>>tmta.de / zum kostenlosen Schnupperabo

SportScheck erweitert seine Multichannel-Strategie und hat sein Kundenprogramm in die neue Shopping-App integriert. Kunden können mobil auf ihre Gutscheine und Bonuspunkte zugreifen. Für die Umsetzung zeichnet die TWT Group verantwortlich. >>>OnetoOne.de

Der Computerversender Alternate wickelt seine Kreditkartenzahlungen und Sofortüberweisungen ab sofort über den Payment-Dienstleister Heidelpay ab. Entscheidend für den Wechsel war laut Pressemitteilung die Heidelpay Intelligence Platform, die mehr Informationen zum Kundenverhalten zur Verfügung stellt als der bisherige Dienstleister. >>>ecommerce-news-magazin.de

Das Modelabel Gap, im Jahr 2004 fulminant in Deutschland gescheitert, kehrt über den Marktplatz von Zalando wieder zurück und hofft auf dessen 100 Millionen Pageviews pro Monat. Ab Mai 2015 soll Kleidung der US-Marke in Europa über einen eigenen Online-Shop innerhalb von Zalando vertrieben werden. >>>Internetworld.de

- INTERNATIONAL -

Nach Mytheresa steht offenbar auch der Online-Luxusmodeshop Net-à-Porter zum Verkauf. Die schweizerische Luxusgüter-Gruppe Richemont will den Shop Agenturberichten zufolge entweder an die Börse bringen oder verkaufen. Das Unternehmen selbst äußerte sich zu den Gerüchten nicht. Im ersten Halbjahr 2014/15 hat der Auftritt erstmals seit dem Launch im Jahr 2000 schwarze Zahlen geschrieben. >>>Textilwirtschaft.de

Amazon (I) launcht im Londoner Stadtteil Shoreditch das größte Fotostudio in Europa. Auf einer Fläche von 4.300 Quadratmetern soll der ganze Modebereich von Amazon in Europa mit Produktfotos und Model-Bildern versorgt werden. >>>Textilwirtschaft.de

Amazon (II) setzt auf mehr Kundenservice. In drei US-Städten testet der E-Commerce-Service ein Vermittlungsangebot für örtliche Dienstleister wie Elektriker oder Schlosser, die gekaufte Produkte beim Nutzer installieren. Die Angebote werden eingeblendet, nachdem Kunden ein Produkt gekauft haben. >>>WSJ.com

Google integriert zunehmend Produktverfügbarkeiten des stationären Handels in seine mobile Suche. Bei Macy's gibt es den Service schon länger, weitere Ketten folgten. Darüber hinaus können Kunden detaillierte Shopping-Informationen, 360-Grad-Ansichten von Produkten und Kundenbewertungen abrufen. Klingt nach Arbeit in Sachen Produktdatenoptimierung. >>>Location Insider

eBay hat seine App "eBay Now" aus den App-Stores entfernt. Laut einer Sprecherin bedeutet dies aber nicht das endgültige Aus des Dienstes, vielmehr soll das Angebot in das Kerngeschäft von eBay integriert werden. eBay-Noch-CEO John Donahoe allerdings sieht das Thema Same Day Delivery bekanntermaßen kritisch. Das sei ein Thema für Lebensmittelbestellungen, bei denen eBay aber nicht aktiv sei, sagte er jüngst gegenüber "Re/Code". Kunden würden lieber Online-Bestellungen vor Ort abholen. Deswegen wolle man Click & Collect-Services forcieren. >>>TechCrunch.com

Die österreichische Unito-Gruppe fürchtet sich nicht vor Amazons Prime-Vorstoß im eigenen Land. Denn bei dem Betreiber von Webshops wie Otto Österreich, Universal oder Quelle gibt es ein solches Angebot schon lange: Wer für mehr als 500 Euro im Jahr bei Universal einkauft, erhält ein Jahr lang versandkostenfreie Lieferungen ohne Mindestbestellwert. >>>Neuhandeln.de

- BACKGROUND -

Web-Weihnachten: 39 Prozent der eBay-Händler erwarten, dass sie den Weihnachtsumsatz auf Vorjahresniveau halten können, 46 Prozent träumen von höheren Umsätzen. Bei mehr als einem Viertel der Händler macht das Weihnachtsgeschäft 20 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Dies ergab eine Umfrage von TNS Emnid unter 300 eBay-Händlern. >>>tmta.de

Käuferschutz: PayPal verlängert seinen Käuferschutz von bislang 45 auf 180 Tage. Die Regelung tritt mit den neuen AGB am 29. Januar 2015 in Kraft. Für Händler wird der Payment-Dienst damit zunehmend zum finanziellen Risiko. >>>Stern.de

SEO-Fallen beim Relaunch: Ein Relaunch birgt viele Chancen, aber auch Risiken - vor allem im Bereich Suchmaschinenoptimierung. INTERNET WORLD Business zeigt vier Aspekte, die Unternehmen beachten sollten. >>>Internetworld.de

- ZAHL DES TAGES -

43 Prozent aller Verbraucher wissen laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Einkaufscenter-Betreibers ECE noch nicht, was sie ihren Lieben schenken sollen. Das wäre doch ein besserer Aufhänger für E-Mail-Marketing-Kampagnen als die ewigen und langweiligen Rabattversprechen. Zumal sich die Einkäufer der Studie zufolge auch nur ungern in stationären Geschäften inspirieren lassen. 55 Prozent finden die Geschäfte zu voll, 26 Prozent finden keinen Parkplatz und 24 Prozent haben zu wenig Zeit. >>>Nordic Market

- GEHÖRT -

"Menschen ändern automatisch ihr Verhalten, wenn sie überwacht werden. Jeder kann das an sich selbst beobachten. Es reicht, wenn ein Auto anzeigt, wie viel Sprit es gerade verbraucht - schon fahren wir schonender. Steht ein Mensch vor einer Kamera, versucht er, ein liebenswertes oder cooles Gesicht zu machen. Der Mensch ist ein Sozialtier, und soziale Ordnungen beruhen immer auf Hierarchien, also Rankings. Je mehr wir "vermessen" werden, desto mehr werden wir verglichen. Und desto stärker gehorchen wir Mechanismen, die wir in Wahrheit nicht selbst kontrollieren, weil sie von Krankenkassen, Arbeitgebern, Schulen oder Sicherheitsbehörden entwickelt und angewendet werden."

Die Schriftstellerin Juli Zeh hat in ihrem Roman "Corpus Delicti" die düstere Vision einer institutionalisierten Gesundheitsüberwachung schon vorweggenommen. Die Quantified-Self-Bewegung und den Vorstoß von Generali, den gesunden Lebensstil der Versicherten per App zu dokumentieren, sieht sie daher naturgemäß sehr kritisch. >>>Sueddeutsche.de

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