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Die E-Commerce-Trends des Tages - 16.05.2012 Beate Uhse in E-Commerce-Not

Die Versandhandelsbranche wächst und wächst - nur Beate Uhse hat nichts davon. Hier schrumpft der Versandhandel schneller als der stationäre Umsatz, zeigen die jüngsten Quartalszahlen. Derweil hat sich Otto einen Spezialisten für Nischenshops in die Gruppe geholt und Zalando gibt es fortan auch in Südafrika - unter dem Namen Sabunta.

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- NEWS -

Bei Beate Uhse bröckeln weiter die Umsätze. Im ersten Quartal gingen sie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 36 Millionen Euro zurück. Untypischerweise sanken die Erlöse im Versandhandel stärker als im stationären Handel. Während der Versand ein Minus von 17 Prozent auf 14,5 Millionen Euro konstatierte, sanken die Erlöse stationär nur um 800.000 Euro auf elf Millionen Euro. Rund drei Viertel der Versandhandelserlöse wurden via E-Commerce erwirtschaftet. Unter dem Strich kehrte Beate Uhse jedoch mit einem Gewinn von 700.000 Euro wieder in die schwarzen Zahlen zurück. >>>Der Handel

Otto hat den Nischenshop-Betreiber vStores Trading in die Otto Group geholt. Das Unternehmen nennt als Geschäftszweck den Aufbau und Betrieb von zahlreichen Online-Nischenshops, die über ein zentrales Backend eine einheitliche Technologie abbilden, die Fortenwicklung und die Lizenzierung der entsprechenden Software sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte. Beispielshops sind Longboard-Rider oder der Trendartikel-Onlineshop. >>>Exciting Commerce

Mit Sabunta will Rocket Internet jetzt von Nigeria aus Südafrika erobern. Den Zalando-Ableger für Mode und Schuhe leitet der ehemalige Business-Development-Manager bei Zalando, Leonard Stiegeler. >>>Deutsche-Startups.de

Payback hat auf Facebook die "Likes-Lounge" gegründet. Über den Gamification-Ansatz können Spieler zusammen mit Freunden Missionen erfüllen und dafür Badges und Payback-Punkte sammeln. >>>Etailment

Spreadshirt hat eine europaweite TV-Kampagne gestartet, die Kunden zeigen soll, wie leicht es ist, individuelle Kleidung zu kreieren. Jetzt rätseln Branchenkenner, ob dies der Auftakt zum Börsengang ist, über den im Zusammenhang mit Spreadshirt seit Jahren spekuliert wird. >>>Etailment

Unter dem Namen Bloomy Days ist ein Abodienst für Blumen live gegangen. Für 19,90 Euro wöchentlich können sich Nutzer jeden Mittwoch "frische und mit Liebe ausgesuchte" Blumen nach Hause liefern lassen. >>>Deutsche-Startups.de

- INTERNATIONAL -

Amazon wurde von SAP für den Betrieb seiner Mittelstandssoftware All-in-One zertifiziert. Weitere SAP-Produkte sind in Planung. Die Nachfrage von Unternehmensseite sei Unternehmensangaben zufolge groß. Experten schätzen das Einsparpotenzial des Amazon-Services gegenüber einer vor Ort installierten Lösung auf 69 Prozent. >>>Handelsblatt.com

Die US-Kaufhauskette Macy's hat sich eine führende Rolle in Sachen Omni-Channel-Strategie erarbeitet und bietet auf vorbildliche Art und Weise ein technisch-unterstütztes Indoor-Shopping an. Das Unternehmen hat sein Online-Inventar ausgebaut und bietet Kunden Store-to-Door-Fulfillment-Services. Daneben gibt es WLAN in allen stationären Geschäften, in Zusammenarbeit mit Google arbeitet die Kaufhauskette an Laden-Maps und M-Payment. Und das Unternehmen nutzt RFID, um das Inventar zu managen. "Wir glauben, das Umsatzpotenzial für diesen Omni-Channel-Ansatz ist enorm", erläutert Macy's-CFO Karen Hoguet. >>>Retail Info Systems News

Der US-Preisvergleichsdienst PriceGrabber hat den Besitzer gewechselt. Alteigentümer Experian hat die Seite zusammen mit den Lead-Generierungs-Seiten LowerMyBills und ClassesUSA für 175 Millionen US-Dollar an das indische Digitalmarketing-Unternehmen Ybrant Digital verkauft. Kein guter Deal: 2005 zahlte Experian allein 485 Millionen US-Dollar für PriceGrabber und weitere 330 Millionen für LowerMyBills. >>>Internet Retailer

Der US-Schuhhersteller Skechers hat gute Erfahrungen mit einem Frage- und Antwort-Tool auf seinen Produktdetailseiten gemacht. Darüber können Kunden Fragen an den Kundenservice oder andere Kunden stellen und erhalten innerhalb von drei Stunden die passende Antwort. Die Konversionsraten von Seiten mit diesem Tool sind 32 Prozent höher als die auf anderen Produktdetailseiten, so die Erfahrung. >>>Internet Retailer

- BACKGROUND -

Gegen Beratungsklau sind Beratungsgebühren der letzte Rettungstrohhalm, den stationäre Händler ergreifen sollten. Welche Möglichkeiten es sonst noch gibt, hat Mobile Commerce Daily zusammengestellt. Die Tipps: Kreative Schaufenster- und Ladendekorationen, die Kunden zum Spontankauf verführen, wettbewerbsfähige Preise, Markting über Coupons und Google-Anzeigen, die für lokal verfügbare Produkte mit Rabatten werben. >>>Mobile Commerce Daily

Kleine und mittelständische Online-Händler in den USA hatten einer Studie des Order-Management-Software-Herstellers Dydacomp einen schwierigen April zu überstehen. Die Umsätze sanken gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Prozent. Die Zahl der Transaktionen sank um 7,6 Prozent. Besonders hart traf es die Schmuckbranche. Hier fiel das Umsatzminus mit 20,9 Prozent besonders hoch aus. Das Buchsegment hingegen war das einzige, das im April noch um 17,5 Prozent zulegen konnte. >>>Internet Retailer

Wie bedrohlich ist Amazons neuer B-to-B-Service "Amazon Supply" für Unternehmen wie Fastenal Co. McMaster-Carr Supply, W.W.Grainger und andere Anbieter? Experten sind sich uneins. Während einige glauben, die Bedürfnisse vieler Großkunden in punkto MRO (Maintenance, Repair, Operations) seien für Amazon zu komplex, glauben andere, dass gerade kleinere Anbieter mit nur einem Distributionskanal durch Amazon in echte Schwierigkeiten geraten könnten. >>>B-to-B

- ZAHL DES TAGES -

49 Prozent der Kunden, die sich für ein Co-Buying-Angebot interessieren, kaufen bei Zustandekommen eines solchen auch, zeigt die Auswertung der eigenen Kundenprojekte des Co-Buying-Dienstleisters BuyaPowa.com. Die Profis haben alles, was Sie schon immer zum Thema Co-Buying wissen wollten, in einer Infografik zusammengetragen. >>>Social Commerce Today

- GEHÖRT -

"Wer die Möglichkeiten der digitalen Welt auf die Entscheidung "Shop unter der gleichen Marke wie stationärer Handel, ja oder nein" beschränkt, der springt deutlich zu kurz. (...) Im Bereich Consumer Electronic wird der Online-Absatz durch Pure Player getrieben. Die allerwenigsten hiervon machen übrigens nachhaltig Gewinn. Große Handelsunternehmen, die nicht erst seit gestern unter einer Marke online und stationär zu verkaufen versuchen, geben entweder offen zu, dass dies wirtschaftlich derzeit nicht erfolgreich ist, oder sie belegen es ernüchternd durch ihre publizierten Ergebnisse. Das gilt aktuell gleichermaßen für vermeintliche Vorreiter, Mitreiter, Nachreiter und Jetzt-noch-mal-anders-Reiter. Manch einer, der mit dem Feuer unbedacht gespielt hat, hat sich schon die Finger verbrannt, statt ein angenehmes Wärmegefühl zu erhalten."
Dr. Jörg Ehmer, Sprecher des Vorstands ElectronicPartner, hält von E-Commerce nach wie vor wenig. >>>IT-Business.de

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