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E-Commerce-Trends 25.11.15 AO.de: 60 Millionen Euro Jahresergebnis

Trotz Problemen mit den Lieferanten erwartet AO.de ein hochgerechnetes Jahresergebnis von 60 Millionen Euro, Otto stoppt Yapital für Endkunden und Jet.com sammelt erneut 350 Millionen US-Dollar ein.

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- NEWS -

Der britische Weiße-Ware-Versender AO.com hat seine Halbjahreszahlen veröffentlicht. Demnach stiegen die Umsätze in den ersten sechs Monaten 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 21,7 Prozent auf 264,3 Millionen Pfund. Das Ebitda betrug minus 9,6 Millionen Pfund. Für Deutschland beziffert das Unternehmen das hochgerechnete Jahresergebnis auf 60 Millionen Euro. Dabei wollen die Briten den Werbedruck aus dem ersten Halbjahr weiter beibehalten. Die Kundenzufriedenheit liege hierzulande über der in Großbritannien. Allerdings gibt es in Deutschland Probleme mit den Lieferanten. Manche würden AO.com bereits umfänglich unterstützen, mit anderen sei man wohl auf einem längeren Weg, heißt es im Geschäftsbericht. 2016 will das Unternehmen in die Niederlande expandieren. >>>Geschäftsbericht

Die Otto-Gruppe zieht die Reißleine und nimmt ihr Payment-System Yapital vom Markt. Bis zuletzt war es dem Unternehmen nicht gelungen, bei den Verbrauchern für eine akzeptable Markenbekanntschaft und vor allem auch Nutzung von Yapital zu sorgen. Lediglich im B2B-Geschäft soll die Payment-Plattform erhalten bleiben. >>>Internetworld.de

Ein halbes Jahr nach der Übernahme durch 21sportsgroup kann der Multichannel-Händler Planet Sports Gutes vermelden: Der Umsatz stieg um 20 Prozent, der angestrebte Break-Even wurde erreicht. >>>Internetworld.de

Für die Daimler-Tochter myTaxi deutet sich vor dem Landgericht Frankfurt in Sachen Rabattaktion eine Schlappe an. Die Vorsitzende Richterin Anette Theimer gab zu bedenken, dass die Rabatte die festgesetzten Beförderungsengelte unterschritten und das Unternehmen so gegen das Personenbeförderungsgesetz verstoßen könnte. Eine Entscheidung soll am 19. Januar 2016 fallen. >>>Wiwo.de

eBay wehrt sich gegen die Vorwürfe eines NDR-Berichts, wonach Amazon und eBay zu wenig gegen den Handel mit in Deutschland verbotenen oder sogar lebensgefährlichen Produkten unternehmen würden. Man stünde mit einer Vielzahl von Aufsichtsbehörden in Deutschland und aller Welt regelmäßig in engem Kontakt und lösche jedes unzulässige Angebot, sobald es gemeldet wurde, heißt es von Seiten des Online-Marktplatzes. >>>Onlinehaendler-News.de

Aus Deals.com wird RetailMeNot: Das fließende Rebranding der deutschen Plattform sei der nächste logische Schritt, um RetailMeNot weiter zu vereinheitlichen und auszubauen, heißt es von Unternehmensseite. >>>Internetworld.de

- INTERNATIONAL -

Jet.com hat erneut die Kriegskasse für seinen Kampf gegen Amazon aufgefüllt: Im Rahmen einer Finanzierungsrunde, die das Startup mit einer Milliarde US-Dollar bewertet, wurden 350 Millionen US-Dollar eingesammelt. >>>Re/code

Die Unito-Gruppe hofft darauf, im Weihnachtsgeschäft durch eine gute Logistik gegenüber der Konkurrenz  Wettbewerbsvorteile erzielen zu können. Innerhalb von zwei Jahren wurden die Lieferzeiten um 50 Prozent reduziert, seit Oktober wurde die letzte Meile zum Kunden verkürzt. Darüber hinaus bietet das Unternehmen Serviceleistungen wie Samstagszustellungen an. >>>Pressemitteilung

Die britische Supermarktkette Ocado setzt auf Vorhersehung: Das Unternehmen bastelt an einer automatisierten Lösung, die mit so wenig menschlicher Interaktion wie möglich Bestellungen vorhersagen und Lebensmittel picken und ausliefern kann. Künstliche Intelligenz und Roboter sollen den Lebensmittelversand rentabler machen. >>>Wired.co.uk

Amazon (I) informierte verschiedene Kunden per Mail darüber, dass ihre Passwörter zurückgesetzt wurden, weil Befürchtungen bestünden, die Login-Daten könnten so gespeichert oder übertragen worden sein, dass andere darauf hätten zugreifen können. Dies sei zwar unwahrscheinlich, doch sei man lieber übervorsichtig, heißt es von Unternehmensseite. Genaue Details gab der E-Commerce-Riese nicht bekannt. >>>Engadget.com

Amazon (II) könnte eine eigene Frachtfluggesellschaft betreiben. In Ohio agiert seit September die Fluggesellschaft Aerosmith, die Waren eines anonymen Kunden transportiert. Gerüchte besagen, dieser Kunde könnte Amazon sein. >>>Motherboard

- BACKGROUND -

Customer Experience: Wie schaffen es Onlineshop-Betreiber, ihren Kunden ein gutes Einkaufserlebnis zu bieten und welche Punkte müssen dabei beachtet werden? >>>Internetworld.de

Logistik: Auch Volvo-Fahrer können künftig ihre E-Commerce-Lieferung in den eigenen Kofferraum zustellen lassen. Ein entsprechender Pilot wird derzeit in Göteburg getestet. Bei Erfolg soll der Service in ganz Schweden ausgerollt werden. Voraussetzung ist ein Abonnement des Dienstes „Volvo on Call“. >>>auto-motor-sport.de

Beacons: Die US-Frauenzeitschrift „Elle“ hat unter dem Motto „Shop Now“ eine Beacon-Kampagne gestartet. Nutzer in der Nähe von entsprechend ausgestatteten Geschäften wurden per Push-Nachricht auf die von „Elle“ kuratierten Produkte und die September-Ausgabe der "Elle" hingewiesen. Das Ergebnis: Die CTRs der Push-Nachrichten lagen bei zwölf Prozent, insgesamt wurden 500.000 Kunden an den POS geführt. >>>Mobile Zeitgeist

- ZAHL DES TAGES -

Ein Insider, der einen der führenden Lieferdienstvermittler aufgebaut hat, hat für Gruenderszene.de eine Rentabilitätsberechnung für die Premium-Restaurantliefererdienste Foodora und Deliveroo aufgestellt und kommt zu dem Ergebnis, dass das Modell nicht skaliert: Bei einem durchschnittlichen Warenkorb von 16 Euro und drei Lieferungen pro Stunde und Fahrer ergäbe sich ein Umsatz von 48 Euro. Das mache etwa 15 Euro Kommission und 7,50 Euro Liefergebühr. Abzüglich des Stundenlohns für den Fahrer von zwölf Euro blieben von den 22,50 Euro am Ende zehn Euro übrig. Davon sei die Organisation und das teure Marketing auch nicht bezahlt. >>>Gruenderszene.de

- GEHÖRT -

„Online-Riesen bauen sich ein Netz von Sklaven für die Distribution auf. Und dann parken sie ihren Gewinn in einer Steueroase.“
Peter Schnedlitz, Handelsprofessor an der WU, glaubt, dass die Macht von Amazon noch größer werden wird als die von Walmart, während die meisten österreichischen Webshops keine 100.000 Euro Jahresumsatz machen. >>>Kurier.at

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