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E-Commerce-Trends 09.10.2015 Amazon startet Etsy-Konkurrenten "Handmade"

Etsy und Dawanda müssen sich warm anziehen: Seit gestern verkauft Amazon.com auch handgemachte Produkte von rund 5.000 Händlern. Außerdem: Delivery Hero lässt sich von Rocket nicht zum IPO drängen.

- NEWS -

Delivery Hero will sich beim Gang an die Börse (geplant für 2016) Zeit lassen. „Ich treffe meine Entscheidung gemeinsam mit allen Investoren, da kann Oliver Samwer Druck machen, wie er möchte“, so Unternehmenschef Niklas Östberg gegenüber der "Wirtschaftswoche". Damit Rocket auch weiter nur drängen, aber nichts erzwingen kann, will Delivery Hero unabhängig bleiben. Eine Übernahme der Mehrheit durch Rocket Internet schloss östberg aus. >>>Wirtschaftswoche

Rewe konzentriert sich auf die Auswertung der Kundendaten, die im Online-Shop und über den Einsatz der Bonuskarte Paypack im Stationärgeschäft gesammelt wurden. ZIel ist eine 360-Grad-Sicht auf den Kunden, die Einfluss auf die Sortiments- und Preisgestaltung haben soll. >>>Lebensmittelzeitung (nur für Abonnenten)

Die Mär vom CO2-Sünder Online-Handel ist genau das: eine Mär. Einer aktuellen Studie von Hermes, überprüft vom Öko Institut zeigt, dass eine Online-Bestellung auch bei mehrfacher Anfahrt durch den Paketboten deutlich weniger CO2 produziert als der individuelle Einkauf im stationären Einzelhandel, wenn der mit dem Auto angefahren wird. Vor allem auf dem Land ist der Umwelt-Vorsprung des Online-Handels aufgrund der weiteren Strecken besonders signifikant. >>>Welt.de

- INTERNATIONAL -

Amazon macht Plattformen wie Etsy oder Dawanda Konkurrenz und launcht eine eigene Kategorie für Handgemachtes. Amazon handmade bietet zum Start 80.000 Produkte von 5.000 Verkäufern - einige davon direkt abgeworben von Etsy. Die bezahlen den Zugang zur deutlich breiteren Käuferschaft bei Amazon teuer: 12 Prozent Provision steckt Amazon ein, bei Etsy sind es nur 3,5 Prozent. >>>Wall Street Journal

Uber-Konkurrent Lyft vermietet ab sofort Autos zu vergünstigten Preise an Fahrer, die mit diesem Mietauto für Lyft aktiv werden. Damit will das Unternehmen seine Fahrerbasis steigern - immerhin gibt es über 60 Millionen Amerikaner über 25, die kein eigenes Auto besitzen und von der Möglichkeit auf Mobilität plus Zusatzverdienst angesprochen fühlen könnten. >>>Wall Street Journal

In Singapur hat ein Drohne der Singapure Post ein Päckchen zugestellt. Das Paket enthielt ein T-Shirt und einen Brief und flog in fünf Minuten eine zwei Kilometer lange Strecke. Singapur hat Anfang des Jahres ein Gesetz zur Regulierung von Drohnen erlassen. >>>Internet Retailer

- BACKGROUND -

Amazon - Freund oder Feind? Auf der Neocom wurde diese Frage in einer CEO-Runde heiß diskutiert. Douglas mag Amazon nicht, weil dort keine Markenbildung möglich sei. Aponeo mag Amazon auch nicht, verkauft aber trotzdem wegen der nicht übermäßig preissensiblen Kundschaft. EMP fürchtet eine Übernahme seinen Sortiments durch Amazon, kommt aber dennoch um Amazon nicht herum, um neue Kunden zu erreichen. >>>neuhandeln

Zielgruppe Silver Surfer: Der typische deutsche Online-Shopper ist immer noch überwiegend männlich und an Unterhaltungselektronik interessiert. Aber er wird immer älter, so eine Studie des bevh. Demnach liegt die Online-Präferenz der Konsumenten unter 40 Jahren nur noch 2,4 Prozentpunkte über dem Wert der über 40-Jährigen. >>>Internetworld

Online-Lieferdienste: Das Geschäft mit der Auslieferung von Essen boomt. Den Hype machen sich einige Start-ups zunutze. INTERNET WORLD Business präsentiert vier vielversprechende Neugründungen, die mit Restaurants zusammenarbeiten, um hochwertige Alternativen zur Pizza zu liefern. >>>Internetworld

- ZAHL DES TAGES -

Jede zweite Frau kauft ihre Hosen mittlerweile im Netz. Hauptgrund: Das Drumherum beim Anprobieren im Geschäft nervt. >>>Textilwirtschaft

- GEHÖRT -

„Das Glatteis bereitet uns jedes Jahr weitaus mehr Kopfzerbrechen als die Verdi-Aktionen.“
Amazon Deutschland-Chef Ralf Kleber macht sich wenig Sorgen über die Verdi-Streiks. Im diesjährigen Weihnachtsgeschäft will das Unternehmen auch Flüchtlinge als Saisonkräfte beschäftigen. Deren Streikpotenzial ist ja eher gering. >>>Wirtschaftswoche

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