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E-Commerce-Trends 18.06.15 Amazon: Logistik-Drohnen in einem Jahr

Amazons Drohnen-Logistik rückt in greifbarere Nähe, CBR Fashion Group erwirtschaftet 47 Millionen Euro online und Apple führt "Reserve and Pickup" ein.

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- NEWS -

Die CBR Fashion Group, Händler von Modemarken wie Cecil und Street One, meldet für das Jahr 2014 Online-Umsätze in Höhe von 46,6 Millionen Euro und zieht damit erstmals an Tom Tailor vorbei (42,6 Mio. Euro). Für das erste Quartal 2015 meldet das Unternehmen ein Plus von 18 Prozent auf 11,8 Millionen Euro. Den Großteil des Online-Umsatzes generiert CBR Fashion über die eigene Website. Darüber hinaus kooperiert das Unternehmen mit den Marktplätzen Amazon, Otto, Ebay und Zalando. >>>Exciting Commerce

Fressnapf setzt auf den E-Business-Spezialisten Arithnea, um das Service-Management zu verbessern und eine skalierbare Lösung für das weitere Wachstum zu schaffen. Die Plattform von Fressnapf basiert auf Hybris. Innerhalb von zweieinhalb Monaten wurde sie vom Rechenzentrum des ehemaligen Hosters in die neue Obhut übertragen. >>>IT-Zoom.de

Das Inkrafttreten des Bestellerprinzips inspiriert Startups zu neuen Geschäftsmodellen. Nach Rocket Internet, die mit Right-Home einen Full-Service-Dienstleister für Vermieter zum Festpreis von 499 Euro etablieren wollen, startet mit 123Makler.de nun ein Vergleichsportal für Makler. Vermieter sollen so preisgünstige und fachlich geeignete Immobilienmakler finden können. >>>ecommerce-news-magazin.de

Helpling will bis Ende des Jahres allein in Deutschland zehn Millionen Euro investieren. Das Unternehmen aus dem Rocket-Internet-Reich vermittelte bislang an 150.000 Haushalte eine Putzhilfe. >>>Deutsche-Startups.de

- INTERNATIONAL -

Was haben alle im Web über Amazons vermeintlichen Drohnen-PR-Gag gelacht. Doch in rund einem Jahr könnten die Prime-Air-Flugobjekte tatsächlich in die Luft steigen. Wie ein FAA-Beamter dem US-Kongress mitteilte, könnten die notwendigen Regulierungen für kommerzielle Drohnenflüge bereits in einem Jahr in Kraft treten. Das ist rund ein Jahr früher als geplant. Amazon zuckt es bereits in den Fingern: „Wir werden mit der Auslieferung an Kunden beginnen, sobald wir dürfen“, heißt es von Seiten des E-Commerce-Riesen. >>>Engadget.com

Apple lässt seine Apple Watch über „Reserve & Pickup“ bestellen. Kunden können online die gewünschte Uhr reservieren und dann im Laden abholen. >>>Engadget.com

Ebay soll dem Vernehmen nach sein Enterprise-Geschäft noch vor der Abspaltung von Paypal verkaufen. Schon am 1. Juli könnte der neue Käufer namentlich genannt werden. Der Preis für die Abteilung, die Händlern bei Betrieb ihrer Webshops hilft, soll bei 1,5 Milliarden US-Dollar liegen. >>>Bloomberg

Ford will einige Autohäuser mit Beacons ausstatten, um Kunden informative und werbliche Push-Nachrichten auf ihre Smartphones zu schicken. So soll die Aufmerksamkeit gezielt auf neue Modelle gelenkt werden. >>>Location Insider

Petco kooperiert mit Instacart, um Kunden on demand mit Tierfutter zu beliefern. Innerhalb von einer Stunde sind die Bestellungen zuhause. >>>Retailing Today

- BACKGROUND -

E-Commerce-Wachstum: Der europäische E-Commerce ist im vergangenen Jahr um 14,3 Prozent auf 423,8 Milliarden Euro gewachsen, zeigen Zahlen des Dachverbands Ecommerce Europe. Der Anteil des E-Commerce am gesamten BIP lag bei 2,45 Prozent. Im Vergleich zu 2009 ist das zwar eine Verdoppelung, lässt aber dennoch noch Luft nach oben. Bis 2020 soll der Anteil auf sechs Prozent wachsen. Aktuell beschäftigt der europäische Online-Handel 2,5 Millionen Mitarbeiter. >>>Onlinehaendler-News.de

Produktdarstellungen: Texte und Bilder zur Produktdarstellung sind in Webshops Standard. Doch aufwändigere Formen der Produktdarstellung findet man heute noch eher selten, zeigt eine gemeinsame Studie des ECC Köln und des HDE. Nur knapp jeder fünfte Webshop integriert Produkt- oder Anwendungsvideos. 360-Grad-Ansichten gibt es nur bei fünf Prozent der Shops. Lediglich ein Prozent setzt auf eine 3D-Präsentation der Waren. >>>Haufe.de

Omnichannel-Umsetzung: Douglas, Media-Markt und Peek & Cloppenburg gelingt es am besten, Kunden über die vielen Touchpoints seiner Customer Journey zu begleiten, zeigt eine Studie von O’Donovan Consulting. Viele Branchengrößen müssten allerdings noch das Fundament für Kundenzufriedenheit legen und könnten sich erst dann Gedanken über „Wow“-Effekte machen. >>>Presseschleuder.com

Privatzustellungen: Amazons neueste Logistik-Strategie ist laut Trusted-Shops-Rechtsexperte Carsten Föhlisch keine gute Idee. Denn da Händler das Haftungsrisiko beim Paketversand an private Endkunden tragen, müssen sie den Kaufpreis rückerstatten, wenn private Zusteller die Pakete behalten oder beschädigen. Die Kosten könne man vom Gelegenheitsboten zurückfordern, wenn dort etwas zu holen sei, so Föhlisch. Doch in den wenigsten Fällen werde dies ohne Gerichtsprozess durchzusetzen sein. Auch gewerbsmäßigem Betrug öffne diese Idee Tür und Tor. >>>Shopbetreiber-Blog.de

Internet of Everything: Der Einzelhandel soll durch Hyperrelevanz vom Internet of Everything profitieren können, glaubt Cisco. Das Zukunftsszenario allerdings mag für Händler interessant sein, aus Kundenperspektive ist es eine Horrorvorstellung: WLANs und Bluetooth-Beacons verfolgen die Kundenhandys. Kameras und Infrarotsensoren scannen den Kunden und registrieren vielleicht auch den mitgebrachten Hund. Gestik und Mimik des Besuchers werden ausgewertet. Sensoren unter jedem Parkplatz, in jeder Tür, auf jedem Regal und natürlich im Einkaufswagen erfassen Ereignisse, Geschwindigkeiten, Gewicht, Regalfüllstand usw. "Vielleicht weiß der Supermarkt bald besser, ob Sie zugenommen haben als Ihr Lebenspartner, Arzt oder Apotheker“, schreibt Heise.de. >>>Heise.de

- ZAHL DES TAGES -

30 Prozent der Läden im stationären Handel werden bis 2020 schließen, ist der norwegische Trendforscher, Buchautor und Soziologe Ståle Økland überzeugt. Es zeichne sich ab, dass die Veränderungen noch viel umfassender sein werden, als es anfangs erschien. Wäre man zunächst von einem Verdrängungswettbewerb in einzelnen Segmenten ausgegangen, werde jetzt deutlich, dass sich das gesamte Handelssystem ändert. Mit Preis und Sortiment könne der Handel auf Dauer nicht mehr punkten. „Er muss das durch andere Leistungen ersetzen, die online nicht verfügbar sind“, so Økland. >>>Absatzwirtschaft.de

- GEHÖRT -

„Mit unserer Mobilesite machen wir heute auf Smartphones deutlich mehr Umsatz als über alle vier Apps zusammen.“
Für Ex-Libris-Chef Daniel Röthlin ist Mobile Commerce nicht nur App-Sache. >>>Carpathia-Blog

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