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ECommerce-Trends 13.03.14 Amazon will im B-to-B-Segment Gas geben

Amazon will im B-to-B-Segment Gas geben, Adidas muss bei den Online-Umsätzen bis 2015 noch aufholen und die Zalando-Geschäftsführer dürfen sich auf das Jahresende freuen.

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- NEWS -

Der Sportartikelhersteller Adidas meldet für das Gesamtjahr 2013 Online-Umsätze in Höhe von 347,22 Millionen US-Dollar. Das entspricht zwar einem satten Plus von 58,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch das Unternehmen hat sich auf die Fahnen geschrieben, 2015 695 US-Dollar Umsatz über das Internet erwirtschaften zu wollen. Bis dahin ist es aber doch noch ein ordentlich weiter Weg. Auch der Online-Anteil am Gesamtumsatz ist mit 1,7 Prozent (Vorjahr: 1,2 Prozent) noch mehr als marginal. >>>Internet Retailer

Die Zalando-Geschäftsführer Robert Gentz und David Schneider erhielten bislang Bezüge von unter 200.000 Euro pro Jahr. Zum Jahresende allerdings dürfen beide auf üppigere Summen hoffen. Dann nämlich haben sie die Möglichkeit, Optionsrechte in Anteile umzuwandeln und gegebenenfalls zu verkaufen. Laut "Bundesanzeiger" erhielten sie 2011 Optionsrechte zum damaligen Wert von 6,94 Millionen Euro. Der Wert soll sich inzwischen um etwa ein Drittel erhöht haben. >>>Textilwirtschaft.de

Tchibo hätte niemals Versicherungen über das Internet verkaufen dürfen, urteilte der Bundesgerichtshof und gab damit einer Klage des Verbandes für Wirtschaft und Wettbewerb statt. Wer wie Tchibo als Versicherungsvermittler auftritt, müsste unter anderem als Versicherungsmakler registriert sein, heißt es zur Begründung. Bis 2010 verkaufte Tchibo Policen für private Renten- oder Zahnzusatzversicherungen über das Internet. >>>Handelsblatt.com

Der Online-Maßschneider YouTailor hat Claudia Sterrer-Pichler, Ex-CFO von eBay Deutschland, als CFO an Board geholt. Sie soll die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens steuern. >>>OnetoOne.de

Amazon Publishing startet sein Verlagsprogramm nun auch in deutscher Sprache. Für den Markt hierzulande standen bislang lediglich Übersetzungen aus dem US-Portfolio und einzelne Test-Ausgaben zur Verfügung. Jetzt weitet der Großverlag des Onlinehändlers sein Angebot in deutscher Sprache deutlich aus. Ab Frühjahr 2014 liegt der Fokus auf Belletristik und Genreliteratur. >>>Internetworld.de

Die Klingel-Gruppe will laut Bundeskartellamt den Biolebensmittel-Versender Wilhelm Egle übernehmen. Egle arbeite mit knapp 70 Mitarbeitern profitabel bei stagnierenden Umsätzen und werfe im operativen Geschäft rund eine Million Euro Gewinn pro Jahr ab, meldet "Exciting Commerce". >>>Exciting Commerce

- INTERNATIONAL -

Da kommt mit Sicherheit Schwung in den B-to-B-Markt: Amazon will sich dem Handelssegment dem Vernehmen nach künftig stärker widmen und auch neue Produktkategorien einführen. Dabei ist der B-to-C-E-Commerce-Riese mehr als selbstbewusst: "Ich glaube nicht, dass es nur ein einziges Unternehmen gibt, das sich im B-to-B-Handel kein Amazon-artiges Einkaufserlebnis wünschen würde", so Sebastian Gunningham, Amazons Senior Vice President Seller Services. Unter AmazonSupply.com ist Amazon bereits 2012 im B-to-B-Segment aktiv und verkauft darüber mehr als 1,25 Millionen Produkte. >>>Internet Retailer

Bei dem britischen Online-Supermarkt Ocado flaut das Umsatzwachstum ab. Für die zwölf Wochen bis zum 23. Februar meldet das Unternehmen nur noch ein Plus von 18 Prozent - nach 21 Prozent im Weihnachtsquartal. Der Webhändler, der bereits im Jahr 2000 gegründet wurde, kämpft immer noch mit dem Erreichen des Break-Even. >>>Telegraph.co.uk

Mit stationären Shop-in-Shops hat Google ja bereits experimentiert, jetzt steht das Unternehmen Medienberichten zufolge vor der Eröffnung seines ersten eigenen Stores in New York. 8.000 Quadratmeter Fläche soll der Laden haben und in Manhattan liegen. >>>Crain's New York Business

Zu Amazons vermeintlich geplantem Musikstreamingdienst gibt es neue Details: Das Angebot soll auf Prime-Abonnenten beschränkt sein und diese sollen Songs oder Alben auch nicht unbeschränkt anhören können. Den Plattenstudios bietet Amazon Mediengerüchten zufolge eine Pauschale von zunächst 30 Millionen Dollar pro Jahr an. Gespräche liefen mit Sony, Universal und Warner Music. >>>WSJ.com

Die Schweizer Textilkette Tally Weijl baut ihre internationale Präsenz aus und lässt jetzt auch Kunden in Belgien, Bulgarien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Luxemburg, den Niederlanden, Rumänien und der Slowakei von zuhause aus online einkaufen. >>>Textilwirtschaft.de

Die Modemarke French Connection erzielt inzwischen rund ein Fünftel ihrer Umsätze über das Internet. Gegenüber dem Vorjahr wuchsen die Online-Umsätze 2013 um acht Prozent, während die Gesamtumsätze um vier Prozent fielen. Für die Zukunft kündigte die Marke weitere Investitionen in Multichannel-Angebote an. >>>Internet Retailing

Starbucks hat seine mobile iPhone-App dahingehend optimiert, dass Kunden ihren Baristas jetzt darüber auch Trinkgeld zahlen können. Die Bandbreite reicht von 50 US-Cent bis zwei US-Dollar. Die App kann in den USA, Großbritannien und Kanada eingesetzt werden. >>>TechCrunch.com

- BACKGROUND -

Retourenquoten: Von durchschnittlich 1,9 auf 2,15 Prozent ist laut IFH die Retourenquote im deutschen Stationärhandel von 2012 auf 2013 geklettert. Nur 13,1 Prozent aller Shops verzeichnen Retourenquoten von über fünf Prozent (Vorjahr: 13,1 Prozent). Nur 4,1 Prozent der stationären Shops sagen, dass die Rückgabe benutzter Ware für sie ein Problem darstelle. Bei Webshops sieht das anders aus: Hier jammern 10,9 Prozent über "Wardrobing".  >>>per Mail

Online-Lebensmittelhandel: Wenn einer Joghurt im Web bestellt, kann er was erleben. Was genau, hat die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in einem Selbsttest recherchiert. Testsieger, soviel vorab, wurde Food.de. >>>FAZ.net

E-Payment: In Großbritannien wollen sich die Banken von PayPal & Co. nicht die Butter vom Brot stehlen lassen und haben in einem Schulterschluss ein eigenes mobiles Bezahlsystem entwickelt. Hinter "Pay Em" stehen unter anderem Barclays und die Bank of Scotland. Über den Dienst können Kunden per Smartphone direkt über ihr Bankkonto bezahlen, ohne fremde Dienste dazwischenzuschalten. >>>Onlinehaendler-News.de

- ZAHL DES TAGES -

Auf 1,57 Billionen Euro summierten sich 2013 die Konsumausgaben der Privathaushalte in Deutschland, meldet das Statistische Bundesamt. Nominal entspricht die Summe einem neuen Rekordwert. >>>Textilwirtschaft.de

- GEHÖRT -

"Die Folgen des Online-Handels sind nicht nur Leerstände, sondern auch fehlende Steuereinnahmen der Kommunen zur Finanzierung von Kindergärten oder Schwimmbädern."
Uwe Stephan, Geschäftsführer beim Einzelhandelsverband für Bonn, Rhein-Sieg und Euskirchen, sieht den Online-Handel naturgemäß kritisch. >>>Wochenspiegellive.de

"Von stationären Händlern hören wir immer wieder, der Onlineshop sei die 37. Filiale. Hallo?! Da ist das grundsätzliche Verständnis falsch. Der Kunde erwartet keine Filiale online - er erwartet das beste Einkaufserlebnis. Wer den Onlineshop als Filiale denkt, rechnet, prozessual einbindet, der druckt sich auch E-Mails aus und wird nie die wahren Möglichkeiten des Onlinehandels ansatzweise erreichen können."
Thomas Lang, Gründer der Schweizer E-Commerce-Beratung Carpathia Consulting, sieht die Endstufe der Multi-Cross-Omnichannel-Entwicklung schlicht und ergreifend münden in "Commerce" und plädiert dringend dafür, in jedem Kanal der beste sein zu wollen, sonst könne man es gleich lassen. >>>Carpathia-Blog


"Gut 20 Prozent der innerstädtischen Einzelhandelsfläche entfallen in München auf Warenhäuser. Aber bundesweit betrachtet haben Warenhäuser nur noch 1,8 Prozent Marktanteil am Einzelhandel. Also müssen diese Flächen zukünftig nicht mehr in dieser Anzahl als Warenhaus betrieben werden."
Joachim Stumpf, Chef der Handelsberatung BBE München, rechnet mit spitzem Bleistift vor, warum Karstadt, entgegen der eigenen Ankündigung, Flächen schließen wird. >>>Der Handel

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