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ECommerce-Trends 28.04.14 Air Berlin lässt per Pebble-App boarden

AirBerlin lässt per Handgelenk-Schütteln einchecken, Consumerbrands wachsen nur mäßig beim Web-Vertrieb und der österreichische Supermarktbetreiber Pfeiffer investiert in Kochabo.at.

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- NEWS -

AirBerlin hat eine Smartwach-App für Pebble gelauncht. Über eine Verbindung zur iPhone-App lassen sich Abflugzeit, Gate und Sitzplatz jetzt auch auf der Armbanduhr ablesen. Durch Schütteln des Handgelenks erscheint außerdem der Barcode auf dem Display der Uhr und kann beim Boarden an den Scanner gehalten werden. Entwickelt wurde die App von der Bremer Agentur hmmh. >>>per Mail

Conrad Electronic hat einen neuen Geschäftsleiter. Ralph Goedecke gilt als ausgewiesener E-Commerce-Experte. "Erklärtes Ziel unserer Strategie ist es, Conrad zum führenden E-Commerce zentrierten Multichannel-Anbieter für Technik zu machen. Daher liegt es nahe, die E-Commerce- und die dazugehörige Technikkompetenz auch in der Geschäftsführung zu verankern", so Jörn Werner, Vorsitzender der Geschäftsführenden Direktoren von Conrad. >>>Channelpartner.de

Der mittelständische Online-Marktplatz Hitmeister schreibt sieben Jahre nach der Gründung noch immer rote Zahlen. Rund zwölf Millionen Euro seien in den Aufbau des Geschäfts geflossen, so Firmenmitgründer Gerald Schönbucher. Aktuell zählt das Unternehmen 1,6 Millionen registrierte Kunden. Der jährliche Warenumsatz über die Plattform betrug zuletzt 30 Millionen Euro, in diesem Jahr sollen es 35 bis 40 Millionen Euro werden. Ein Drittel davon stammt im Schnitt aus dem Weihnachtsgeschäft. >>>General-Anzeiger-Bonn.de

Der Outdoor-Händler Unterwegs erwirtschaftet rund 30 Prozent seines 25 Millionen Euro betragenden Gesamtumsatzes online. Das Unternehmen zählt zwölf eigene Läden, drei Franchisebetriebe und drei weitere enge Kooperationspartner und beschäftigt 230 Mitarbeiter. Wie der Webshop startete, erzählt der Firmenchef auf NWZonline.de. >>>NWZonline.de

Minimonsterz heißt ein Online-Shop für selbst genähte und bestickte Babydecken, Kinderkleidung, Stillkissen und Accessoires. Gründerin Jessica Eckardt hat ihr Geschäft 2010 über Dawanda gestartet, heute kann sie "sehr gut" davon leben. Aktuell habe sie 90 Aufträge liegen, insgesamt würde von der Auftragsannahme bis zum Versand eine Woche vergehen. Weil der Shop so gut läuft, denkt Eckardt inzwischen über ein eigenes Ladengeschäft und einen eigenen Webshop nach, um die Einstellgebühren und Provisionen für Dawanda zu sparen. >>>Thueringer-Allgemeine.de

- INTERNATIONAL -

Die Handelsgruppe Pfeiffer, Betreiber von Supermarktketten wie Zielpunkt, Nah & Frisch und Unimarkt in Österreich, hat sich mit fünf Prozent an dem Startup KochAbo.at beteiligt. Ziel sei die E-Commerce-Marktführerschaft bei Lebensmitteln. Ganz Österreich soll künftig bis 21 Uhr nach Hause beliefert werden. Außerdem soll es Boxen zur Selbstabholung geben. >>>Horizont.at

In der Schweiz will die mächtige Apothekerlobby den Onlineversand über eine Revision des Heilmittelgesetzes erschweren. Künftig sollen Medikamente wie Aspirin, die in Apotheken und Drogerien vor Ort frei verkäuflich sind, nur gegen ein Rezept verschickt werden dürfen, das vor der Bestellung vorliegt. Bislang hatten internationale Apothekenversender die Rezeptpflicht damit erfüllt, dass Ärzte diese Rezepte nach Bestelleingang ausstellten. >>>Carpathia-Blog

Amazon hat zwei Wochen nach der Übernahme der Comic-Plattform Comixology die Kauffunktion aus seiner iPhone- und iPad-App entfernt. Offenbar will Amazon die 30 Prozent Provision umgehen, die Apple bei in-App-Käufen kassiert. Kunden können ihre Comics ausschließlich über den Comixology-Shop erwerben. >>>Heise.de

Airbnb gibt ab sofort in seiner App auch Empfehlungen für nahe gelegene Reiseorte. Damit will das Unternehmen seinen Kunden dabei helfen, Urlaube zu planen und neue Ziele zu entdecken. >>>WSJ.com

Der britische Mode-Shopping-Club Secretsales.com hat von Partech Ventures eine Finanzspritze über 4,5 Millionen Pfund erhalten. Das Geld soll in bessere Kundenakquise- und Kundenbindungsstrategien investiert werden, aber auch in Technologie und Infrastruktur. Die Nettoumsätze des Unternehmens wuchsen 2013 um 70 Prozent auf 27,4 Millionen Pfund. 3,2 Millionen registrierte Nutzer können bei 650 Marken einkaufen. 29 Prozent seiner Gesamtumsätze erwirtschaftet SecretSales.com inzwischen via Smartphones, 26 Prozent via Tablets. >>>Internet Retailing

Die chinesische Smartphone-Marke Xiomi will in diesem Jahr den Online-Vertrieb in zehn neue Länder starten. Sechs davon sollen in Asien liegen, je zwei in Europa und Lateinamerika. Die USA stehen nicht auf der Liste der Chinesen. >>>Internet Retailer

Spotify nähert sich der Marke von zehn Millionen zahlenden Abonnenten. Das will der "Guardian" aus Kreisen der Musikindustrie erfahren haben. In den kommenden Monaten soll die Zahl geknackt werden. Vor einem Jahr lag die Abonnentenzahl bei sechs Millionen, 24 Millionen aktive Musikfans nutzten den Dienst. >>>GigaOm

Der E-Reading-Spezialist Kobo will in der kanadischen Heimat Toronto über 60 von weltweit 500 Stellen abbauen. Als Grund wird ein neuer Fokus auf Innovation, Partnerschaften und E-Reader genannt. Dazu seien Teams neu formiert worden. Branchenkenner spekulieren, der Amazon-Wettbewerber verabschiede sich vom Tablet-Geschäft, um sich komplett auf E-Reader zu konzentrieren. >>>Buchreport

Bei der Amazon-Tochter LivingSocial sinken die Umsätze weiter: Im ersten Quartal 2014 blieben sie mit 77 Millionen US-Dollar 40 Prozent unter Vorjahresniveau. Künftig will sich das Unternehmen auf bessere App-Angebote und einfachere Retourenregeln konzentrieren. >>>WSJ.com

- BACKGROUND -

Markenhersteller im Web: 68 Consumer-Brands im Top 500 Guide von "Internet Retailer" ging es beim Online-Vertrieb im vergangenen Jahr eher durchwachsen, so die Autoren. Zwar steigerten alle zusammen ihre Online-Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 14,4 Prozent. Doch ein Großteil des Wachstums ist Apple geschuldet, der 2013 geschätzt 18,3 Milliarden US-Dollar im Web umsetzte - und damit die Hälfte des Umsatzes aller 68 Marken zusammen. Rechnet man Apple heraus, haben die Marken 2013 nur um 5,5 Prozent zugelegt. >>>Internet Retailer

- ZAHL DES TAGES -

Zalando hat der Shitstorm nach dem RTL-Bericht über die Arbeitsbedingungen in Erfurt nicht einmal 1.000 Facebook-Fans gekostet. Das zeigt eine aktuelle Grafik von Socialbakers. Vor der Ausstrahlung zählte das Unternehmen etwa 507.300 Fans. Aktuell sind es 506.500. >>>Onlinehaendler-News.de

- GEHÖRT -

"Analog zu neuen Kommunikationsgeräten (Smartphones etc.), Lesegeräten, Media-Playern und Tracking Devices sehen wir nun auch im Handel das Aufkommen erster expliziter Personal Shopping Devices. Daraus ergibt sich ein Bild für den Handel von morgen, das sehr viel weniger in handels- und herstellernahen Produktkategorien (Bücher, Lebensmittel, Mode, Möbel) verankert ist als in kundennahen Anwendungsszenarien."

"ExcitingCommerce"-Blogger Jochen Krisch sieht für eine Fülle von Anwendungsfeldern wie FMCG, Konsumgüter für Frauen, hochpreisige und komplexe Konsumgüter und größere Investments noch reichlich Potenzial für neue und erheblich bessere Lösungen und in Amazon-Projekten wie der Prime Pantry Box oder Amazon Dash erste Schritte in diese Richtung. >>>ExcitingCommerce

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