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E-Commerce-Trends 27.03.18 Warum Adidas alles auf eine App setzt

Adidas startet die Vermarktung seiner neuen Personalisierungs-App, Ergo und die Commerzbank bauen ihre digitalen Kanäle aus und Luxusuhrenhersteller machen sich plötzlich für den Online-Handel stark.

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- NEWS -

Adidas: Der Sportausrüster hat seine neue App "Adidas Sports & Style" vor wenigen Tagen in Deutschland gelauncht. Bislang hat das kaum jemand mitbekommen. Werbung dafür soll erst in diesen Tagen beginnen. Laut "Wirtschaftswoche" ist die App für Adidas wichtiger als jedes Turnschuh-Modell dieses Jahr. >>>Wiwo.de

Ergo: Die Assekuranz will Privatkunden Versicherungen verstärkt online verkaufen. Seit Oktober verweist das Unternehmen beim Abschluss einer Autoversicherung an Vertretern und Außendienst vorbei auf den reinen Digitalversicherer Nexible. Jetzt soll eine weitere Sparte hinzukommen. Denkbar wären Hausrat- und Gebäudeversicherungen sowie Unfall- oder Privathaftpflichtpolicen. Im vergangenen Jahr hatte Nexible 20.000 Autos versichert. >>>Süddeutsche.de

Commerzbank: Die neue Commerzbank setzt voll auf digital und bringt die Bankgeschäfte auf das Smartphone. Das kommt schon jetzt bei den Verbrauchern gut an. Vor allem Jüngere zeigen Interesse. >>>Wiwo.de

Holzland: Eine der größten Gemeinschaften von Holzhändlern in Europa stellt ihren Partnern bald einen Onlineshop zur Verfügung. Die sollen mit wenig Aufwand auch online ganz vorne mitspielen können. >>>Baumarktmanager.de

Takko: Der Textildiscounter unterstreicht die Bedeutung des Omnichannel-Geschäfts durch eine Personalentscheidung: Michael Vogel steigt als Senior Executive Director Omni-Channel in den "Leading Circle", also die erweiterte Geschäftsführung, auf. Das Gremium ist "unmittelbar an allen strategischen Unternehmensentscheidungen beteiligt", erklärte der Einzelhändler. >>>Fashion United

Purpleblicks: Axel Springer erwirbt eine Minderheitsbeteiligung an Purplebricks. Das Unternehmen unterstützt Kunden mit einer technologischen und skalierbaren Plattform beim Verkauf von Immobilien. >>>Internetworld.de

Meier Fashion: Das Ettenheimer Modehaus baut sich einen neuen Standort. Darin integriert sollen auch Lagerflächen für den Online-Handel sein. Geschäftsführer Hans-Georg Meier liebäugelt vor allem mit Curated Shopping und will Kunden nach Angaben ihrer Vorlieben passende Modepakete schicken. >>>Badische Zeitung

- INTERNATIONAL -

Amazon: Der E-Commerce-Riese steigt jetzt auch in Frankreich in den Online-Lebensmittelhandel ein. Eine der größten Supermarktketten, Monoprix, verkauft ihre Produkte in Paris über Amazon Prime Now. >>>Handelsblatt.com

Carrefour: Eine Omnichannel-Offensive soll Carrefour bis zum Jahr 2022 auf Moderne trimmen. Das kostet. >>>Etailment.de

Alibaba / Ford: Chinas größtes E-Commerce Unternehmen Alibaba Group und der US-Automobilkonzern Ford haben ein automatisiertes Verfahren für den Autokauf entwickelt. Autokäufer können mit einer Smartphone-App Autos kaufen oder testen. >>>IT Times

Tag Heuer: Die Luxusuhrenmarke ließ sich offenbar von Studien wie der von Bain & Co beeindrucken, wonach bis zum Jahr 2025 jeder vierte Dollar Umsatz im Luxussegment online erwirtschaftet wird. Jedenfalls sollen innerhalb der kommenden 18 Monate eigene Webshops entstehen. "Wir haben nicht erkannt, wie schnell Millenials Bereitschaft entwickeln, Autos oder Uhren online zu kaufen", gibt sich Jean-Claude Biver, Chef der Uhrensparte von LVMH, selbstkritisch. >>>Business Insider

Breitling: Nicht nur bei Tag Heuer, sondern auch bei der Konkurrenz wird der Online-Handel vom Saulus zum Paulus. Breitling-Chef Georges Kern will die digitale Transformation in Zukunft vehement vorantreiben. "Das Produkt bleibt analog - alles rundherum wird digital", sagt er im Gespräch mit dem "Handelsblatt" und meint damit Kommunikation, Werbung, Kundenservice und E-Commerce. >>>Handelsblatt.com (Premium)

eBay: Der Online-Marktplatz experimentiert in den USA mit Wetter-Targeting. Je nachdem ob es regnet oder die Sonne scheint spielt das Unternehmen über Digital-Out-of-Home-Kanäle andere Motive aus. >>>Tamebay

M&S: Die britische Warenhauskette expandiert online nach Israel und bietet dort kostenfreien Versand innerhalb von drei Tagen an. Klingt exotisch, ist es aber nicht: UK-Konkurrenten wie Asos oder Next sind dort schon länger präsent. >>>Globes (Israel)

Spotify: Der Streaming-Dienst will bis Ende des Jahres 200 Millionen User haben. Dennoch rechnet das Unternehmen mit roten Zahlen. >>>Internetworld.de

Amazon: Aller Bemühungen von Verdi zum Trotz ist der E-Commerce-Riese laut einer Erhebung des Karrierenetzwerks LinkedIn die neue Nummer 1, wenn es darum geht, wo man am liebsten arbeitet. Der Versandhandelsriese hat damit Google bzw. Muttergesellschaft Alphabet abgelöst, das bisher die Spitzenposition innehatte. >>>Winfuture.de

Walgreens: Die größte US-Apothekenkette war schon immer ein Vorreiter, wenn es darum ging, digitale Verkaufskanäle kundenorientiert zu gestalten. Im NRF-Podcast erzählt Walgreens Senior Product Manager Benjamin Weiss, wie das Unternehmen seine mobile App kreierte und in die gesamte Brand-Experience von Walgreens integrierte. >>>NRF.com

3e: Die Welser Heimwerkerkette mit Marken wie Let's Doit und Bad & Co. steigt in den Online-Handel ein. Das Unternehmen hat in Österreich 2.500 Mitarbeiter. Zur Gruppe gehören 142 heimische Firmen und 112 in Süd- und Osteuropa. >>>OÖNachrichten

- BACKGROUND -

Digitaler POS: Vier Trends dominieren die Entwicklung im Retail: Investitionen in Predictive Ordering, Omnichannel-Strategien mit Datenanalyse in Echtzeit, Digital Signage und Payment-Lösungen. >>>OnetoOne.de

Digitaler POS (II): Gesichtserkennung ist für stationäre Händler eine neue Möglichkeit, um Kunden bessere Einkaufserlebnisse zu präsentieren. "Forbes" stellt drei Beispiele vor. >>>Forbes.com

Window-Shopping: Die Future City Langenfeld testete im vergangenen Jahr die Verlängerung der Ladenöffnungszeiten durch virtuelle Schaufenster, in denen Kunden auch nach Ladenschluss noch durch das Sortiment stöbern konnten. So wollte man sie zum Besuch des Geschäfts zu regulären Öffnungszeiten motivieren. Das Ergebnis: Klappt nicht. >>>Zukunftdeseinkaufens.de

- ZAHL DES TAGES -

Um vier Prozentpunkte steigt die Zahl der Besuche einer Whole-Foods-Filiale, wenn sich darin auch eine Amazon-Packstation befindet, zeigen Zahlen der Werbeanalysefirma inMarket. >>>derStandard.at

- GEHÖRT -

"Chatbots werden überbewertet, Virtual Reality (VR) ist eine Enttäuschung und 3D-Druck lächerlich. Die USA hat außerdem längst ihren eigenen 3D-Drucker. Er heißt China."

Marketing-Professor Scott Galloway gab bei den "Online Marketing Rockstars" wieder neue Zukunftsprognosen zum Besten. Dass man die ernst nehmen sollte, hat er schon öfter bewiesen - beispielsweise mit seiner These 2016, Amazon würde ins stationäre Handelsgeschäft einsteigen. >>>Internetworld.de

“I think healthcare is going to be one of those industries that is elevated and made better by machine learning and artificial intelligence. And I actually think Echo and Alexa do have a role to play in that."

Bereits 2016 machte Amazon-Chef Jeff Bezos seine Ambitionen in Sachen Gesundheitsversorgung deutlich. Jetzt setzt er sie Schritt für Schritt um. >>>Futurism.com

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