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Axel Springer steigt aus Weltbild kauft bücher.de zu 100 Prozent

Unternehmenszentrale von Weltbild in Augsburg

Weltbild.de

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Axel Springer gibt seine Anteile an bücher.de ab - und zwar an Weltbild.de, das sich zwar in der Insolvenz befindet, den Online-Buchhändler nun aber zu hundert Prozent besitzt.

Der insolvente Konzern Weltbild kauft Axel Springer dessen Anteile von 33,3 Prozent an bücher.de ab und ist damit alleiniger Eigentümer. "bücher.de stellt für Weltbild eine wichtige strategische Beteiligung im Online-Buchhandel dar", so Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz. Die Übernahme trage der zunehmenden Verlagerung des Buchhandels in Richtung Internet Rechnung.


Axel Springer war 1999 gemeinsam mit der Weltbild-Gruppe, T-Online und Holtzbrinck NetworXs einer der Gründungsgesellschafter von bücher.de, damals noch booxtra.de. Seit der Gründung hat sich das Unternehmen mit einem durchgängig profitablen Ergebnis in den vergangenen zehn Jahren positiv entwickelt. Im Jahr 2012 wurden erstmalig über 50 Millionen Euro Umsatz erzielt.

Weltbild musste Mitte Januar 2014 Insolvenz anmelden, nachdem der Gründer und bisherige Eigentümer, die katholische Kirche, nicht bereit war, weitere 130 Millionen Euro zur Rettung zuzuschießen. Seitdem hatte sich der Konzern von rund 50 der insgesamt 220 Buchläden getrennt - und auch die Belegschaft drastisch verringert.

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