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Putzen eines Waschebeckens

Putzhilfe-Vermittler US-Start-up Homejoy stellt Geschäfte ein

Der aggressive Preiskampf brach dem Putzhilfe-Vermittler Homejoy das Genick

shutterstock.com/Diego Cervo

Der aggressive Preiskampf brach dem Putzhilfe-Vermittler Homejoy das Genick

shutterstock.com/Diego Cervo

Der Putzkraft-Vermittler Homejoy gibt seine Geschäfte auf. Auch in Deutschland macht der Dienst Schluss, Aufträge werden hierzulande noch bis zum 31. Juli 2015 durchgeführt.

Das 2012 gegründete US-Start-up Homejoy gibt seine Geschäfte auf. Auch in Deutschland ist nach nur einem Jahr Schluss für den Putzhilfe-Anbieter, der Fachkräfte über die Plattform vermittelt und dafür eine Gebühr von den Reinigungskräften bekommt. Wie das Unternehmen auf seinem Blog erklärt, werden hierzulande alle Aufträge bis zum 31. Juli 2015 durchgeführt, danach werden alle storniert. Bereits ab sofort können keine neuen Buchungen durchgeführt werden.

Auslöser waren laut dem Tech-Blog Recode Klagen von vier Reinigungskräften. Diese hatten gefordert, als Angestellte statt als eigenständige Unternehmer anerkannt zu werden - Vorwürfe, denen sich auch der Fahrdienst Uber stellen muss. Die Diskussionen über die Arbeitsbedingungen sowie der aggressive Preiskampf hätten für Homejoy schließlich Gespräche über frisches Kapital erschwert.

Homejoy gilt als Pionier der Putzhilfe-Vermittler, die Idee hat sich inzwischen zu einem der rentabelsten Online-Geschäftsmodelle entwickelt, in Deutschland ist etwa Helpling aus der Start-up-Fabrik Rocket Internet damit erfolgreich, und hat beispielsweise zu Beginn des Jahres zu einem unbekannten Kaufpreis die Konkurrenten CleanAgents und Familienhelfer übernommen.

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