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Bringmeister Lieferdienst
Amazon 23.05.2017
Amazon 23.05.2017

Online-Lebensmittel-Handel Bringmeister startet Offensive gegen Amazon Fresh

Bringmeister
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Die Edeka-Tochter Bringmeister hat Amazon Fresh in Berlin den Kampf angesagt. Hierzu hat der Lebensmittel-Lieferservice eine umfassende Werbekampagne gestartet und sein Sortiment um mehrere Tausend Artikel erweitert.

Anfang des Jahres hatte Edeka die ehemalige Tengelmann-Tochter Bringmeister übernommen. Nun schlägt sich die Übernahme auch im Sortiment des Lebensmittel-Online-Händlers nieder: In Berlin und München können User nun aus rund 13.000 Artikeln wählen. Bisher war die Auswahl auf 8.000 Produkte beschränkt. Das Besondere: Bei frischen Produkten können die Online-Shopper individuelle Mengen auswählen. Obst und Gemüse sowie Fleisch, Wurst und Käse werden als Wiegeware angeboten.

Das neue Angebot ist eine Kampfansage an Amazon Fresh, dem Lebensmittel-Lieferdienst von Amazon, der vor wenigen Wochen in ausgewählten Teilen von Berlin und Potsdam gestartet ist und den Kunden gleich zu Beginn über 85.000 Artikel zur Verfügung stellt.

Kampagne gegen Amazon Fresh

Auch beim Marketing fährt Bringmeister in Berlin gegen Amazon Fresh auf und wirbt mit dem provokanten Slogan "Wir besorgen's ganz Berlin". Damit spielt die Edeka-Tochter darauf an, dass Amazon Fresh in Berlin nur in bestimmten Regionen verfügbar ist. Der Claim wirbt ab sofort online, im Radio und Out-of-Home für das Angebot von Bringmeister.

Abgesehen vom Liefergebiet und der Größe des Sortiments unterscheiden sich die Services allerdings nur gering. Bringmeister stellt die Lebensmittel von Montag bis Samstag von 6 bis 24 Uhr in einem ausgewählten Zwei-Stunden-Fenster zu. Der E-Commerce-Riese Amazon bringt die Waren Montag bis Samstag zwischen 5 und 22 Uhr ebenfalls innerhalb des gewünschten Zwei-Stunden-Fensters. Bei Bringmeister werden die Nutzer mit der eigenen Lieferflotte angefahren, Amazon hat für die Zustellung die DHL als Logistikpartner an seiner Seite.

Auch zahlreiche andere Player tummeln sich in Deutschland auf dem Markt des Lebensmittel-Online-Handels. Obwohl dieses E-Commerce-Segment von deutschen Usern noch recht selten in Anspurch genommen wird. Aber warum ist das so? Die Gründe haben wir für euch analysiert.

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