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Hotelportal Booking.com fordert europaweit einheitliche Regelungen

Fotolia.com/styleuneed
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Das Online-Hotelportal Booking.com plant juristische Schritte gegen die vom Bundeskartellamt verhängte Untersagung der Bestpreis-Regel. Das Unternehmen fordert europaweit einheitliche Regelungen.

Das Online-Hotelportal Booking.com dringt auf einheitliche Bedingungen für das Vermittlungsgeschäft in Europa. "Für uns ist sehr wichtig, dass wir in allen Ländern Europas in derselben Art und Weise arbeiten können", sagt Gillian Tans, Vorstandschefin von Booking.com, der Süddeutschen Zeitung.

Dies sei nach der Entscheidung des Bundeskartellamts, das dem größtem Hotelbuchungsportal in Deutschland die sogenannte Bestpreis-Regel untersagt hatte, aber nicht gegeben. "Wir wollen einheitliche Regelungen für ganz Europa und weltweit. Viele Wettbewerbsbehörden sehen den Fall nicht so streng wie das Bundeskartellamt", sagte Tans, die das Unternehmen seit Ende April führt.

Verstoß gegen den freien Wettbewerb

Das Bundeskartellamt hatte Ende Dezember 2015 Booking.com die Praxis untersagt, dass die Hotels dem Online-Portal immer die günstigsten Preise anbieten müssen. Das verstoße gegen den freien Wettbewerb.

"Der Kunde wird durch unsere Bestpreis-Regelungen nicht benachteiligt. Der Preis ist ein sehr wichtiges Element in unserem Angebot", sagt dazu Konzernchefin Tans. Das Unternehmen musste nach der Untersagung die Klauseln in Deutschland im Januar streichen, will sich aber nicht geschlagen geben. "Booking geht juristisch gegen die Entscheidung vor, aber das kann natürlich länger dauern, vielleicht bis zu zwei Jahre", so Tans weiter.

Ansonsten scheint es aber ganz gut für Booking.com zu laufen: Laut BizReport wurden erstmals über eine Millionen Reservierungen über Booking.com getätigt - an einem einzigen Tag. Und: Inzwischen hat die Seite eine Million Partner, bei denen Nutzer über Booking.com über 23 Millionen Zimmer weltweit buchen können.

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