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Black Friday

Gastbeitrag E-Mail-Marketing-Maßnahmen zum Black Friday

Fotolia.com/Olena Pantiukh
Fotolia.com/Olena Pantiukh

Der Black Friday wird auch in Deutschland von Online-Händlern mehr und mehr entdeckt. Mit welchen Maßnahmen aus dem E-Mail-Marketing dieser Tag zum Erfolg für Webshop-Betreiber werden kann, erklärt optivo.

Am 27. November 2015 ist Black Friday. Black Friday als Brückentag nach Thanksgiving ist in den USA seit Jahrzehnten der Beginn der Weihnachtseinkaufsaison. Doch der "schwarze Freitag" ist inzwischen keine ausschließliche US-Spezialität mehr - auch hiesige Händler entdecken das Datum für ihre Angebotsaktivitäten im Jahresendgeschäft. Für erfolgreiche Maßnahmen kommt hierbei E-Mail-Marketing ins Spiel. Der optivo Email-Marketing Evangelist René Kulka gibt nachfolgend Tipps für ein gekonntes E-Mail-Marketing am Black Friday.

Gemäß einer aktuellen Befragung des HDE und des ECC Köln greifen 2015 bereits ein Viertel aller deutschen Online-Händler den Black Friday auf. Die Unternehmen setzen hierbei unter anderem auf Sonderangebote für das gesamte Sortiment oder ausgewählte Produkte. Auch Amazon bringt erstmals Black Friday auf die deutsche Plattform, wobei Blitzangebote im Zehn-Minuten-Takt platziert werden.

Im E-Mail-Kanal empfiehlt es sich, vorab etwas Zeit für die Abstimmung von Absendernamen, Betreffzeilen und E-Mail-Vorschauzeilen einzuplanen. Nicht zuletzt am Black Friday steigt der Pegel in den E-Mail-Posteingängen der Endverbraucher. Entsprechend droht, die Öffnungswahrscheinlichkeit der eigenen Botschaft deutlich zu sinken. Die Online-Händler, die am 27. November "Business as usual" betreiben, laufen Gefahr am Black Friday nicht wahrgenommen zu werden.

Den Endverbraucher auf Black Friday vorbereiten

Es empfiehlt sich, die Endverbraucher auf Black Friday vorzubereiten. Deshalb sollten die Händler das Datum und die Maßnahmen vorab bekannt machen, indem Previews und Pre-Black-Friday-Deals angeboten werden. Denkbar ist hierbei, bereits am vorausgehenden Freitag einen Countdown mit den zu erwartenden Sales-Highlights einzuläuten. Allerdings gilt es auch zu beachten, dass der Black Friday anders als in den USA hierzulande noch nicht jeden Endverbraucher geläufig ist.

Anhand historischer Responsedaten lässt sich etwa prognostizieren, zu welcher Tageszeit die E-Mail-Öffnungen, Klicks und Käufe am Black Friday ihre Hochpunkte erreichen werden. Sofern beispielsweise in der Vergangenheit um 12:30 Uhr besonders viel interagiert wurde und diese Response zum Großteil auf Smartphones und Tablets zurückging, so empfiehlt es sich, genau diesen Zeitpunkt erneut anzuvisieren und hierbei ein besonderes Augenmerk auf eine Mobil-optimierte E-Mail-Kommunikation zu legen.

Mehrere Botschaften am Black Friday versenden

Am Stichtag lassen sich problemlos mehrere Botschaften per E-Mail platzieren: Vom Beginn des der Sales-Aktivitäten bis zu den abschließenden Verkaufsaktivitäten am Abend. "Agile" Countdown-Elemente, die in Echtzeit bis zum Angebotsende herunterzählen, und dringliche Hinweise wie "nur heute bis 23:59" erhöhen den Handlungsdruck und steigern die Response.

Zudem können die Online-Händler am Wochenende noch diejenigen Endverbraucher abholen, die den Stichtag nicht aktiv geworden sind. Der passende Trigger kann bereits im Betreff platziert werden. Ein möglicher Aufhänger in der Betreffzeile ist "Der Black Friday geht bei uns in die Verlängerung!".

Black Friday - "Ein Online Phänomen"

Da der Black Friday hierzulande vorrangig ein "Online-Phänomen" ist, empfiehlt es sich am 27. November auch entsprechende Mehrwert-Informationen zu vermitteln. Es lohnt sich deshalb, die Rabatte in Verbindung mit einer gezielten Vorteilskommunikation im Online-Shop zu vermitteln. Der Online-Händler sollte deshalb kommunikativ darauf fokussieren, dass es keinen Ladenschluss und keine Schlangen gibt. Zugleich sollten Vorbehalte bezüglich der Versandkosten ausgeräumt werden.

Eine umsatzwirksame Maßnahme für E-Mail-Marketing-Profis sind Erinnerungsmails an Warenkorbabbrecher. Einmal eingerichtet lassen sich Bestellabbrecher dadurch per Versandsoftware und Webanalyse gezielt ansprechen. Mit wenigen Klicks können Black Friday-Angebote wieder aufgenommen und zum Abschluss gebracht werden. Es empfiehlt sich auch, den Black Friday-Bezug inhaltlich prominent aufzugreifen ("Unser Black Friday Special gilt für Sie immer noch.")

Kurzum: Der Black Friday ist auch im deutschen Online-Handel angekommen. In den Köpfen der Endverbraucher mag dieser Stichtag nicht immer fest verankert sein, doch nicht zuletzt durch ein gekonntes E-Mail-Marketing, können die Online-Händler an diesem Stichtag punkten und beachtliche Umsätze generieren.

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