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Sprachlern-App E-Learning-Plattform Babbel bläst Börsengang ab

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Babbel hat seinen geplanten Börsengang abgesagt. Die Sprachlern-App wollte die Einnahmen unter anderem zum Ausbau des Unternehmensgeschäfts und zur Beschleunigung der internationalen Expansion verwenden.

Update vom 22. September:

Der Sprachlernanbieter Babbel hat seinen geplanten Börsengang nur wenige Tage vor dem Start abgesagt. Wegen der "derzeit ungünstigen Marktbedingungen" werde der Börsengang verschoben, teilte das Unternehmen nach Börsenschluss mit.

Als erster Handelstag war ursprünglich der 24. September vorgesehen. Babbel und seine Aktionäre strebten aber weiterhin mittelfristig eine Notierung an der Frankfurter Wertpapierbörse an, hieß es nun.

In der vergangenen Woche hatte Babbel die Preisspanne für den Börsengang noch auf 24 bis 28 Euro je Aktie festgelegt. Dies entsprach einer Marktkapitalisierung von bis zu rund 1,3 Milliarden Euro. Der Vorstand rechnete damals mit einem Bruttoerlös in der Mitte der Spanne von rund 190 Millionen Euro. Das mit dem geplanten Börsengang erlöste Geld sollte in Innovation und Wachstum fließen.

News vom 7. September:

Die Berliner Sprachlern-App Babbel geht an die Börse. Die Aktienplatzierung soll brutto rund 180 Millionen Euro einbringen und voraussichtlich bis Ende des Jahres über die Bühne gehen, wie Babbel am Dienstag mitteilte. Außerdem werde eine Mehrzuteilungs-Option von "bestimmten veräußernden Aktionären" bereitgestellt.

Die Einnahmen sollen unter anderem zum Ausbau des Unternehmensgeschäfts und zur Beschleunigung der internationalen Expansion verwendet werden.

Mit der Ankündigung veröffentlichte Babbel auch einige Geschäftszahlen. So stieg im ersten Halbjahr dieses Jahres der Umsatz um 18 Prozent auf 83 Millionen Euro. Im Corona-Jahr 2020 seien Erlöse von 147 Millionen Euro erwirtschaftet worden, hieß es ohne einen Vergleichswert. Ausführlichere Informationen soll es demnächst im Börsenprospekt geben.

Im Sommer war der Babbel-Konkurrent Duolingo an die Börse gegangen. Der US-Rivale kam im ersten Halbjahr 2021 auf einen Umsatz von gut 114 Millionen US-Dollar (aktuell 96 Millionen Euro).

2007 gegründet ist Babbel lange Zeit vor allem für seine Sprachlern-App bekannt gewesen. Mittlerweile, so das Unternehmen, bietet es aber weitere Sprachlern-Angebote, wie beispielsweise Lektionen zum Selbstlernstudium, sowie virtuelle Gruppenkurse an.

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