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Nadella vor Berufung als Microsoft-Chef

Nachfolge von Steve Ballmer Nadella vor Berufung als Microsoft-Chef

Satya Nadella auf der Konferenz Le Web 2013

Satya Nadella auf der Konferenz Le Web 2013

Wer folgt Steve Ballmer an der Microsoft-Spitze nach? Seit fast einem halben Jahr ist diese Frage unbeantwortet. Jetzt soll Satya Nadella kurz vor der Berufung als CEO stehen. Er leitet derzeit das Cloud-Computing-Geschäft des Software-Konzerns.

Der Mann, der Microsoft künftig leiten soll, hat fast sein ganzes Berufsleben bei dem Software-Konzern verbracht: Satya Nadella werde die Nachfolge von Steve Ballmer antreten, berichtet . Der 46-Jährige verantwortet derzeit die Cloud-Computing-Sparte des Unternehmens. Ein spannender Hinweis darauf, dass das Unternehmen seine Zukunft (auch) im Vermieten statt im Verkauf von Programmen sieht. 

Ballmer hatte im August vergangenen Jahres überraschend verkündet, Microsoft nach rund 13 Jahre an der Konzernspitze verlassen zu wollen. Fortan wurde nach einem geeigneten Nachfolge-Kandidaten gesucht. Doch obwohl sich der Aufsichtsrat vorgenommen hatte, bis Ende 2013 einen Kandidaten zu präsentieren, wurde die Entscheidung aufgrund des komplexen Auswahlprozesses immer wieder vertagt.

So sind laut Aufsichtsratsmitglied John Thompson über einhundert externe und interne Kandidaten geprüft und mit zahlreichen von ihnen Gespräche geführt worden. Im Folgenden habe man sich auf 20 Personen konzentriert, von denen jeder auf seine Weise eindrucksvoll gewesen sei, betonte Thompson. Nun ist die Wahl wohl auf Nadella gefallen. Ebenfalls zum engsten Favoritenkreis für die Ballmer-Nachfolge zählte Ford-Chef Alan Mulally, der allerdings bekannt gegeben hat, beim Autobauer bleiben zu wollen.

Microsoft wurde seit seiner Gründung lediglich von zwei CEOs geführt: Steve Ballmer - und Bill Gates. Dieser könnte im Zuge des Chef-Wechsels indes den Vorsitz im Microsoft-Verwaltungsrat aufgeben, wie Insider spekulieren. Gates hat sich zwar schon seit längerer Zeit aus dem aktiven Tagesgeschäft zurückgezogen. Gleichwohl übt er in seiner Funktion als Chefkontrolleur immer noch großen Einfluss beim Software-Riesen aus.

Dem Unternehmen geht es gut: Spielen und auf Tablets surfen - diese beiden Trends haben Microsoft ein sehr gutes Ergebnis fürs vierte Quartal 2014 beschert. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 24,5 Milliarden US-Dollar (plus 14 Prozent), der Gewinn auf 6,6 Milliarden US-Dollar (plus zwei Prozent).

Dafür sind in erster Linie zwei Faktoren verantwortlich: Der Umsatz mit den Surface-Tablets verdoppelte sich - in diesem Fall gegenüber dem Vorquartal - auf 893 Millionen US-Dollar. Und auch das Geschäft mit den Spielekonsolen lief, verstärkt durchs Weihnachtsgeschäft, glänzend: Der Konzern verkaufte 7,4 Millionen Konsolen, davon 3,9 Millionen Stück von der Xbox One und 3,5 Millionen von der Xbox 360.

Gute Nachrichten gab es auch aus dem Online-Bereich: Im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2013, den Microsoft als zweites Quartal seines Geschäftsjahres ausweist, wuchs der Anteil von Bing auf dem US-Suchmarkt auf 18,2 Prozent. Zugleich legten die Einnahmen aus der Suchwerbung um 34 Prozent zu. Rückläufig war der Windows-Umsatz.

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