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Microsoft Lumia 950

Mit Windows 10 Microsoft zeigt neue Lumia-Smartphones 950 und 950 XL

Das neue Microsoft Lumia 950

Das neue Microsoft Lumia 950

Microsoft zeigte mit den Lumia-Modellen 950, 950 XL und 550 die ersten eigenen Smartphones für das Betriebssystem Windows 10. Das Surface Pro 4 ist das neue Tablet-Flaggschiff des Herstellers.

Auch wenn Windows 10 schon vor einigen Wochen erfolgreich Premiere auf PCs feierte, mussten Smartphone-Freunde noch auf Endgeräte für die mobile Version des Betriebssystems von Microsoft warten. Doch das hat jetzt ein Ende, denn der Konzern zeigte in New York unter anderem seine neuen Lumia-Smartphones.

Microsoft-Vizepräsident Terry Myerson nannte die Geräte, die mit ihren Komponenten speziell für Windows 10 entworfen wurden, den "nächsten Schritt für das Betriebssystem". Zu den Microsoft-Produkten sollen in den nächsten Monaten noch viele Geräte von Partnern kommen, wobei er offen ließ, ob das auch Smartphones sein werden.

Die Lumia 950 und Lumia 950 XL sind die Flaggschiffe der Serie, die im oberen Marktsegment verlorene Marktanteil zurückgewinnen sollen. Sie haben zwei Antennen, die den Empfang verbessern. Das Lumia 950 mit 5,2-Zoll-Display und 2.560 x 1.440 Bildpunkten Auflösung hat einen 1,8 GHz-Sechskern-Prozessor von Qualcomm. Das 950 XL mit 5,7 Zoll Diagonale bei gleicher Auflösung nutzt einen Snapdragon-Achtkern-Chip mit 2,0 GHz und hat ansonsten die identische Ausstattung. 

Die Kameras beider Modelle haben 20 Megapixel und 5 Megapixel Auflösung mit optischem Bildstabilisator und einem dreifachem Blitz, der rote Augen vermeiden soll. An Bord sind ebenfalls 3 GB Arbeitsspeicher und 32 GB Datenspeicher, außerdem gibt es einen MicroSD-Slot, einen USB-C-Stecker sowie LTE. Positiv ist der wechselbare Akku unter dem ebenfalls austauschbaren Rück-Cover.

Beide neuen Smartphones sollen im November auf den Markt kommen: Das Lumia 950 kostet 549 US-Dollar, das 950 XL soll für 649 US-Dollar angeboten werden. Deutsche Liefertermine und Preise gab es noch nicht. Vom Lumia 950 soll auch eine Dual-SIM-Variante kommen, beim 950 XL ist diese aber offenbar noch nicht angekündigt.

Continuum mit Windows 10

Eine Besonderheit von Windows 10 ist Continuum mit dem das Smartphone wie ein PC funktionieren soll. Das erfolgt über das Display Dock, einen Stecker mit drei USBs, einem Display-Port und einem HDMI-Anschluss, über den das Telefon Grafiken und Sound auf große Monitore bringen kann. Während des Arbeitens im speziellen Desktop-Modus kann das Smartphone parallel weiter genutzt werden. Apps wie Office sollen die Darstellung automatisch an die Bildschirmgröße anpassen.

Das Lumia 550 ist ein günstigeres Einsteiger-Smartphone mit LTE, das im Dezember für 139 US-Dollar kommen soll. Es hat ein 4,7-Zoll-HD-Display und einen Quadcore-Prozessor.

Bei den Tablets wird die Surface-Linie um das 8,4 Millimeter schlanke Pro 4 erweitert. Es besitzt ein 12,3-Zoll-Display mit dünnem Rahmen, außerdem hat es einen Fingerabdrucksensor, einen G5-Chip und 16 GB Arbeitsspeicher. Der Surface Pen wurde auch erneuert und hat jetzt eine Art "Radiergummi" am anderen Ende und ist per Magnet an das Tablet anheftbar. Weiteres Zubehör sind eine neue Type-Cover-QWERTZ-Tastatur und eine Docking-Station. Das Surface Pro 4 soll Ende Oktober zu Preisen ab 899 US-Dollar verfügbar sein.

Außerdem gab es ein neues Microsoft Band zu sehen, ein Smartband, das besonders Gesundheits- und fitnessorientierte Menschen ansprechen soll. Es hat ein gebogenes Display aus widerstandsfähigem Gorilla Glas 3. An Bord sind diverse Sensoren unter anderem für die Höhe, auch der Sprachassistent Cortana ist nutzbar. Es wird ab dem 30. Oktober für 249 US-Dollar verfügbar sein.

Klartext:

Die neuen Lumia-950-Phones schaffen bei der Hardware den ersehnten Anschluss zu den Highend-Konkurrenten und bieten dank Windows 10 einige interessante Funktionen. Doch auf den ersten Blick wirken sie optisch wenig spektakulär und bieten keine ganz großen Innovationen. Der Charakter der Veranstaltung und die Zeit, die den Smartphones insgesamt eingeräumt wurde, zeigen aber auch deutlich, dass diese Produkte im großen Microsoft-Universum künftig wohl nur noch eine Nebenrolle spielen werden. Vielleicht ist das auch der Grund, warum andere Hersteller wie Apple, Samsung oder Huawei mit diesen Produkten erfolgreicher sind ...

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