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LinkedIn-Uebernahme

Erlaubnis erteilt Microsoft darf LinkedIn unter Auflagen übernehmen

Jeff Weiner, CEO LinkedIn, Satya Nadella, CEO Microsoft, und Reid Hoffman, Mitgründer LinkedIn (v.li.)

Microsoft

Jeff Weiner, CEO LinkedIn, Satya Nadella, CEO Microsoft, und Reid Hoffman, Mitgründer LinkedIn (v.li.)

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Der Deal ist durch: Die EU-Kommission hat der Übernahme von LinkedIn durch Microsoft zugestimmt. Allerdings muss Microsoft einige Bedingungen erfüllen. Diese sollen sicherstellen, dass es weiterhin genug Konkurrenz in Europa gibt.

Die EU-Kommission erlaubt dem Softwareriesen Microsoft die Übernahme von LinkedIn - stellt aber eine Reihe von Bedingungen. Sie sollen sicherstellen, dass es weiterhin genug Konkurrenz zwischen Karriere-Netzwerken in Europa gibt, teilten die Brüsseler Wettbewerbshüter am Dienstag mit. Die Zusagen gelten für eine Dauer von fünf Jahren im gesamten europäischen Wirtschaftsraum.

Bedingungen für Microsoft

Microsoft hat zugesagt, dass PC-Hersteller und Händler nicht gezwungen werden, LinkedIn in Windows zu installieren. Wenn das Betriebssystem vorinstalliert ist, müssen Nutzer LinkedIn entfernen können. Konkurrierende Anbieter von Karriere-Netzwerken müssen die Möglichkeit haben, ihre Produkte mindestens so kompatibel mit dem Microsoft-Office-Paket zu halten, wie sie es heute sind.

Schließlich müssen andere Anbieter Zugang zum Softwareentwickler-Portal "Microsoft Graph" bekommen. Das Portal wird für die Entwicklung von Anwendungen und Diensten genutzt, die mit Zustimmung des Nutzers auf in der Microsoft-Cloud gespeicherte Daten zugreifen können. Entwickler könnten die Daten laut EU-Kommission nutzen, um neue Mitglieder für ihre Karriere-Netzwerke zu gewinnen.

Im Juni hatte Microsoft das Karriere-Netzwerk LinkedIn für 26,2 Milliarden US-Dollar gekauft. Microsoft erklärte damals, dass LinkedIn als Marke eigenständig weiter agieren und seine Unabhängigkeit bewahren solle. CEO Jeff Weiner werde weiter an Bord bleiben und direkt an Microsoft-Chef Satya Nadella berichten.

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