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Erste Klage gegen Klickbetrüger

Erste Klage gegen Klickbetrüger

Microsoft hat drei Personen ausfindig gemacht, die mutmaßlich massenhaft auf bezahlte Suchergebnisse zu bestimmten Suchbegriffen im Onlinedienst Live Search geklickt haben und damit nicht nur die Preise für die Anzeigen drastisch erhöht, sondern auch die Platzierung ihrer Auftraggeber verbessert haben.

Der Softwarekonzern hat gegen den Klickbetrug vor dem Bundesbezirksgericht in Seattle Klage erhoben, berichtet die New York Times. Damit will das Unternehmen einerseits eine Unterlassungsverfügung erwirken und verlangt andererseits 750.000 US-Dollar Schadensersatz. Die Beklagten hatten es dabei auf Begriffe wie auto insurance und WoW abgesehen.

Durch das massive Klicken der Suchergebnisse schnellten die Kosten für diese Suchbegriffe in die Höhe. Jeder Klick kostet dabei den Werbenden Geld. Somit wurde relativ schnell das Budget der Mitbewerber ausgeschöpft, so dass in der Folge keine Werbeanzeigen des jeweiligen Webseitenbetreibers mehr eingeblendet wurden. Anschließend rankten die Webseiten der Auftraggeber vor denen der Konkurrenten.

Bereits im vergangenen Jahr beschwerten sich die Anbieter von Autoversicherungen über massiv gestiegene Zugriffe über die Anzeigen. Microsoft konnte die Klicks jedoch nur bis zu zwei Proxyservern zurückverfolgen, hinter denen sich die Rechner der Beklagten versteckt hätten. Erst durch einen Hinweis von Dritten sei der Konzern aus Redmond auf die Spur der drei Prozessgegner gekommen.

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