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Microsoft-Gebäude

Microsoft AOL übernimmt Mehrheit am Werbegeschäft von Bing

Microsoft.com
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Microsoft schraubt seine Aktivitäten bei Bing herunter: Der Softwaregigant veräußert Teile von Bing an die Taxi-App Uber. Gleichzeitig übernimmt AOL den Großteil von Bings Anzeigengeschäft.

Bei Microsoft dürfte in Kürze eine regelrechte Völkerwanderung einsetzen: Dank zweier Deals mit AOL und Uber könnten demnächst zahlreiche Mitarbeiter von Bing in die Teams von AOL und Uber wechseln. Und Microsoft will sich offenbar auf das Anzeigengeschäft in der Suche beschränken.

Das sonstige Werbegeschäft übergibt Microsoft an AOL: Im Rahmen des Deals übernimmt AOL den Verkauf von Display-, Mobile- und Video-Ads auf den Microsoft-Seiten in den USA und acht internationalen Märkten. Im Gegenzug soll Microsofts Suchmaschine Bing bei AOL eingesetzt werden und damit die bisherige Partnerschaft zwischen AOL und Google ersetzen. Die etwa 1.200 Mitarbeiter in der Advertising-Sparte bei Microsoft sollen laut Informationen des Wall Street Journals Angebote erhalten, zu AOL zu wechseln.

Beim Deal mit Uber geht es um verschiedene Entwicklungen und Werte, die Microsoft aus dem Bereich Bildtechnologie an die Taxi-App veräußert. Im Zuge dessen sollen etwa 100 Mitarbeiter von Microsoft zu Uber wechseln, so Techcrunch. Die Investitionen beinhalten auch Datenbanken mit 3D-, Luft- und Straßenaufnahmen, die für die Taxi-App von Wert sind. Genauere Informationen über den Technologietransfer gibt es jedoch nicht.

Finanziert Uber den Technikeinkauf über die letzte Finanzierungsrunde, die zwei Milliarden US-Dollar in die Konten des Start-ups gespült haben sollen? Im Mai 2015 war bekannt geworden, dass der US-Telekommunikationsgigant Verizon AOL für satte 4,4 Milliarden US-Dollar übernehmen will.

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