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Sammlung aus fünf Business Clouds So sieht Adobes neue Cloud-Plattform aus

Die fünf Business Clouds "Creative", "Document", "Marketing", "Analytics" und "Advertising" werden in der großen Adobe-Cloud-Plattform zusammengefasst.

Shutterstock.com/PGMart

Die fünf Business Clouds "Creative", "Document", "Marketing", "Analytics" und "Advertising" werden in der großen Adobe-Cloud-Plattform zusammengefasst.

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Adobe schmeißt sein gesamtes Cloud-System um und fasst seine fünf Business Clouds "Creative", "Document", "Marketing", "Analytics" und "Advertising" in der großen Adobe-Cloud-Plattform zusammen.

Adobes neues Cloud-System, das der Software-Anbieter auf dem Digital Marketing Summit in Las Vegas vorgestellt hat, klingt nicht nur kompliziert, es ist auch kompliziert. Vor über 12.000 Teilnehmern präsentierte das Unternehmen seine neue Adobe-Cloud-Plattform. Diese ist zweigeteilt.

Die eine Hälfte besteht aus der Creative Cloud mit der darin integrierten Document Cloud. Die andere Hälfte geht an die neue Experience Cloud. Diese wiederum ist eine Sammlung der Business Clouds "Marketing", "Analytics" und "Advertising".

Die einzelnen Elemente der Adobe-Cloud-Plattform:

1. Creative Cloud

  • Die Adobe Creative Cloud soll, wie der Name schon sagt, alles für die kreativen Bedürfnisse eines Unternehmens aus einer Hand bieten, also etwa die Gestaltung und Auslieferung von Kampagnen.

  • Die darin integrierte Document Cloud stellt zusätzlich Hilfsmittel für die Digitalisierung von Dokumenten-Workflows. All diese Lösungen sind auf Basis der Adobe-Cloud-Plattform fest mit der Adobe Experience Cloud verknüpft.

2. Experience Cloud

Diese wurde neu gestaltet und ist eine Sammlung der Marketing Cloud, Advertising Cloud und Analytics Cloud.

  • Die Marketing Cloud enthält Angebote wie den "Experience Manager", "Target", "Campaign" sowie "Social und Primetime" und will Unternehmen dabei unterstützen, Kampagnen und Customer Journeys zu managen, zu personalisieren, zu optimieren und zu orchestrieren.
  • Auch die Advertising Cloud wurde erneuert. Die Werbeplattform soll die "branchenweit erste End-to-End-Plattform" sein, und die Media-Planung und den -Einkauf über alle vernetzten Endgeräte und TVs hinweg erleichtern. In ihr verschmelzen der Adobe Media Optimizer und die kürzlich erworbene Video-Technik von TubeMogul. So soll die Bereitstellung von Video-, Display- und Suchmaschinenwerbung über alle Kanäle und Bildschirme möglich sein. Die Advertising Cloud managt aktuell rund 3,5 Milliarden US-Dollar an jährlichen Werbeausgaben für über 1.000 weltweite Kunden, darunter Allstate, Ford, Johnson & Johnson, Kraft, Liberty Mutual, L’Oréal, MGM, Nickelodeon und Southwest Airlines.
  • Die Analytics Cloud ist laut Adobe die "Kundenerkenntnis-Maschine". Sie kombiniert Adobes Audience Manager und Adobe Analytics. Mit der Analytics Cloud sollen Unternehmen unterschiedlichste Daten erfassen, aggregieren, rationalisieren und verstehen und diese Daten in einzelne Kundenprofile übersetzen können. Basis dafür wiederum ist die Adobe-Cloud-Plattform mit ihren offenen APIs, einem Standard-Datenmodell und Adobe Sensei (einheitliches Framework für KI und maschinelles Lernen).

Adobe und Microsoft

Das Ziel der neuen zahlreichen Clouds ist eindeutig: Dem Kunden alles für seine Bedürfnisse aus einer Hand bieten, sodass dieser das Adobe-Ökosystem nicht mehr verlassen muss.

Dabei helfen sollen auch namhafte Partner wie Microsoft. Anlässlich des Summits 2017 gaben Adobe und Microsoft daher heute auch die Verfügbarkeit ihrer ersten gemeinsamen Lösungen bekannt. Mit Hilfe der Adobe Experience Cloud und Microsoft Azure, Dynamics 365 und Power BI sollen Werbekunden ihre kanalübergreifenden Kampagnen einfacher gestalten können.

Darüber hinaus erklärten die beiden Partner, gemeinsam an der Entwicklung eines offenen Industrie-Standards zu arbeiten. Ziel sei es, eine einheitliche Basis für den Einsatz von Daten im Marketing, Vertrieb und in weiteren Services zu schaffen.

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