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Fahrdienst-App Uber will trotz Verbot weitermachen

Shutterstock.com/maridav
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Mit einer einstweiligen Verfügung hat das Landgericht Frankfurt am Main dem Uber die Vermittlung von Fahrern untersagt - für ganz Deutschland. Doch das Start-up gibt nicht auf und meldet neue Rekorde.

Bis zu 250.000 Euro Bußgeld - und zwar pro Fahrt - muss Uber unter Umständen berappen, sollte sich das US-amerikanische Start-up nicht an das aktuelle Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main halten. In einer einstweiligen Verfügung haben die Richter der Fahrdienst-App untersagt, weiterhin private Fahrer über die Apps "Uber" und/oder "UberPop" zu vermitteln und Taxi-Unternehmen damit Konkurrenz zu machen.

Das Landgericht ordnete in einem Eilverfahren an, dass Uber ohne offizielle Genehmigung nach dem Personenbeförderungsgesetz keine Fahrgäste mehr über seine App vermitteln darf, weil Personen gegen Entgelt befördert würden. Als Klägerin war die Taxi Deutschland Servicegesellschaft für Taxizentralen, der der Fahrdienst seit dessen Start in Deutschland ein Dorn im Auge ist, aufgetreten. Gegen das Urteil kann das Unternehmen zwar Widerspruch einlegen und um Aufhebung des Beschlusses bitten, die einstweilige Verfügung bleibt allerdings bis zum Start einer weiteren mündlichen Verhandlung gültig.

Der Fahrdienst will sich jedoch von dem Verbot nicht ausbremsen lassen. "Uber wird seine Tätigkeit in ganz Deutschland fortführen", teilte die Start-up-Firma Reuters zufolge mit. Das Frankfurter Landgericht habe die einstweilige Verfügung zu Unrecht erlassen. Die Wahlmöglichkeiten der Bevölkerung einzuschränken, sei noch nie eine gute Idee gewesen. Uber werde gegen das Urteil Widerspruch einlegen und seine Dienste weiterhin über das Internet anbieten. Deutschland sei schließlich einer der am schnellsten wachsenden Märkte in Europa.

Die einstweilige Verfügung scheint dem Start-up nicht zu schaden. Die Zahl der Neuanmeldungen in Deutschland hätten sich versiebenfacht, meldet das Unternehmen am Mittwoch auf seiner Webseite.

Uber ist inzwischen in mehr als 200 Städten aktiv, zuletzt war der Service jedoch bereits in einzelnen deutschen Städten, darunter in Berlin, verboten worden. Im Mai 2014 gab es allerdings auch positive Nachrichten: Das Start-up soll sich in Verhandlungen zu einer Finanzierungsrunde befinden, die knapp eine Milliarde US-Dollar frisches Kapital einbringen soll. Damit könnte der Wert von Uber auf rund zehn Milliarden US-Dollar ansteigen.

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