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Mobile App-Markt Mobile Apps: Die wichtigsten Datentrends 2022

Shutterstock/panuwat phimpha
Shutterstock/panuwat phimpha

Werbeausgaben, App-Installationen, Owned Media: AppsFlyer hat zum Ende des Jahres die wichtigsten Datentrends im Mobile App-Markt zusammengefasst.

15 Jahre nach dem allerersten iPhone wächst der Mobile App-Markt zwar mittlerweile etwas weniger stark - die Marketing-Ausgaben der Branche lagen in 2022 weltweit jedoch immer noch bei etwa 80 Milliarden US-Dollar. Dies ist ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr, nachdem die Werbeausgaben 2021 aufgrund des pandemiebedingten digitalen Booms um 40 Prozent angestiegen waren.

Gaming ist mit 27 Milliarden US-Dollar die größte App-Marketing-Kategorie, gefolgt von Finance (8,5 Milliarden US-Dollar), Casino-Apps (5,2 Milliarden US-Dollar) und Shopping mit Werbeausgaben (3,4 Milliarden US-Dollar - ohne China).

Weitere wichtige Mobile Datentrends hat die SaaS-Plattform AppsFlyer zusammengefasst:

Werbeausgaben

Auf das gesamte Jahr gesehen sind die Werbeausgaben für Apps um 5 Prozent gesunken. Betrachtet man jedoch die letzten drei Monate, zeigt sich ein deutlicher Unterschied zu 2021: Damals stiegen zum Ende des Jahres die Budgets um 8 Prozent, während sie zum Jahresende 2022 um 20 Prozent zurückgingen.

Finance Apps und Lieferdienste müssen sparen

Gaming Apps konnten ihre Werbebudgets erhöhen, während die Nicht-Gaming-Branche ihre Budgets kürzen musste. Dabei ging der Rückgang in diesem Bereich vor allem auf Finance Apps im Allgemeinen und Krypto-Apps im Besonderen zurück - diese Apps hatten zugleich die höchsten Kosten pro Installation (CPI) im Nicht-Gaming-Bereich. Auch die Lebensmittel-Liefer-Apps konnten im Jahr 2022 bei Weitem nicht mehr so viel Budget in Werbung investieren wie im Jahr zuvor.

Gesamtzahl der App-Installationen steigt

2022 wurde ein Anstieg der gesamten Installationen um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Android-Installationen verzeichneten ein Wachstum von 9 Prozent. Die iOS-Installationen stiegen nach ihrem Tiefstand mit der Einführung von Apples Datenschutz-Framework ATT vom letzten Jahr um 16 Prozent.

Höhere Werbelast nach Apples ATT

Durchschnittsnutzer bekommen nach den Änderungen von iOS 14 mehr Werbung angezeigt: Instagram, YouTube und TikTok haben neue Anzeigen-Formate mit größerem Inventar eingeführt, da die bestehenden Formate nach Apples ATT schlechter dastehen.

Owned Media-Einsatz steigt weiter an

Angesichts der Herausforderungen durch steigende Kosten und Datenschutz-Einschränkungen boomt die Nutzung von Owned Media bei iOS Apps. Die Ansprache bestehender Nutzer:innen durch Push-Benachrichtigungen, E-Mails und In-App-Nachrichten stieg bei iOS Apps seit April um fast 45 Prozent - im Vergleich dazu wuchs der Owned Media-Einsatz bei Android Apps nur um 17 Prozent. 

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