Technik 16.04.2012, 14:01 Uhr

Augmented Reality

Wen muss man im Bereich Augmented Reality kennen? Robert Neuhann, Leiter Recherche & Datenbank bei der Cribb Personalberatung, nennt die fünf Leute, die derzeit die Themen bestimmen:
Hier haben endlich mal die Europäer das Sagen: In der boomenden Augmented Reality (AR)-Branche haben die Deutschen, Österreicher, Engländer, Niederländer und Franzosen die Nase vorn – und ausnahmsweise mal nicht die Amerikaner, wie sonst fast immer in der digitalen Wirtschaft. Den Marktführern vom alten Kontinent ist es am besten gelungen, Augmented Reality ‑ die Verknüpfung realer Gegenstände und Umgebungen mit eingeblendeten, serverbasierten Informationen – zu praktischen und unterhaltsamen Anwendungen für die Smartphone-Nutzung weiterzuentwickeln. Mit dem Erfolg, dass dem Siegeszug mobiler AR-Anwendungen in Handel, Gaming, Marketing und Navigation heute nichts mehr im Wege steht.
Wie lange die Marktverhältnisse noch so bleiben, ist jedoch schwer abzuschätzen: Zwar genießen die führenden AR-Companies Metaio (D) und Wikitude (A) einen enormen Entwicklungsvorsprung, den sie sich über Jahre aufgebaut haben. Angesichts der beachtlichen Wachstumsprognosen ist aber kaum zu erwarten, dass die Investoren und Entwickler im sonnigen Kalifornien noch lange die Füße still halten: Laut Juniper sollen im Jahr 2015 weltweit schon 1,5 Milliarden US-Dollar mit Augmented Reality umgesetzt werden.
Der Schlüssel zu dieser Expansion liegt natürlich in dem weltweit voranschreitenden Boom der Smartphones und der wachsenden Bandbreite in den mobilen Netzen. Von hoher Bedeutung wird aber auch die Verknüpfung von immer mehr Daten aus unterschiedlichsten Quellen innerhalb von AR-Anwendungen sein. Da jedem klar ist, bei welchen Playern derzeit die größten Datenschätze zu finden sind, liegt auch auf der Hand, wer sich in nächster Zeit nach vielversprechenden Akquisitionen umschauen dürfte. Dazu passt die Meldung, dass Google, ebenso wie die Telekom-Labs unabhängig voneinander an der Entwicklung einer Datenbrille arbeiten. Sie soll für eine permanente Verknüpfung der realen mit der virtuellen Welt sorgen und schafft aufregende Umsatzphantasien, sofern sich dieses AR-Gadget als Killerapplikation ähnlich dem iPhone erweist. Schauen wir mal, ob es soweit kommt.
Blicken wir zusammen auf die Akteure im Bereich Augmented Reality, die wir uns auch in Zukunft merken müssen.