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shutterstock.com/rvlsoft
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Amazon
19.08.2021
Plattform-Podium #03

Warum auf Amazon die Stunde der etablierten Hersteller schlägt

Bekannte Hersteller-Marken schaffen es in immer mehr Amazon-Kategorien, sich dauerhaft gegen kleine D2C-Konkurrenten durchzusetzen. Das liegt vor allem an einem höheren Professionalisierungsgrad auf Herstellerseite, meint Nils Zündorf von factor-a.

Amazon sperrt aktuell einen asiatischen D2C-Hersteller nach dem anderen für Rezensionsbetrug, gleichzeitig wird der Wettlauf um die vordersten Suchergebnis-Positionen immer kostspieliger. Das erschwert die Bedingungen für "ambitionierte Garagengründer", meint Nils Zündorf, Managing Director der Amazon-Agentur factor-a. Gleichzeitig rüsten die etablierten Hersteller, denen kleine Amazon-Only-Schnellboote jahrelang davongezogen sind, personell und Know-how-seitig immer weiter auf. 

"Für viele Hersteller ist Amazon, auch bedingt durch den Corona-Lockdown zum größten Kunden aufgestiegen", sagt der Amazon-Spezialist. "Deshalb haben die Hersteller ihr Amazon-Geschäft in den letzten Jahren stark professionalisiert und können jetzt immer besser mit den kleinen D2C-Brands mithalten. Außerdem haben die das nötige Kapital, um ins Marketing investieren zu können." Denn für das "Pay-to-Win-Game Amazon Advertisting" braucht man einen langen Atem. 

Hemmschuh 01: Personalmangel

Das sind gute Voraussetzungen für die etablierten Brands, gestoppt wird ihr Siegeszug aktuell vor allem durch Personal- und Know-How-Mangel. "Die Hersteller sind sich der Bedeutung des E-Commerce- und speziell des Amazon-Kanals mittlerweile bewusst, bei den meisten Brands, die auf Amazon aktiv sind, gibt es auch bereits kleine eigene Amazon-Teams", sagt Zündorf. "Aber noch fehlt es bei vielen Herstellern am nötigen Personal und Know-How fürs Amazon-Geschäft." 

Doch daran arbeiten viele Brands. Agenturen wie factor-a werden immer häufiger auch für Schulungs- und Ausbildungsmissionen eingesetzt. Manche Hersteller wie zum Beispiel Henkel kaufen einfach zum Sortiment passende erfolgreiche D2C-Marken mitsamt ihrem ganzen Personal auf, um so die Know-How-Lücke auf dem Marktplatz zu schließen. Andere arbeiten mit erfolgreichen Händlern in Broker-Modellen zusammen. 

Hemmschuh 02: Das Kreuz mit der Logistik

Problematischer und nicht so leicht zu lösen ist für Hersteller dagegen das Segment Logistik. Amazon hat sich im Corona-Jahr verkalkuliert und seine Lager mit schlecht verkäuflichen Produkten voll geladen; deshalb mangelt es aktuell an allen Ecken und Enden an FBA-Lagerplatz. Deshalb müssen Hersteller, die bisher auf die Versandabwicklung durch Amazon gesetzt haben, zunehmend selbst Verantwortung für ihre Logistik übernehmen. Zu welchen Problemen das führt - und wie sich diese lösen lassen - erklärt Nils Zündorf im Video-Interview. 

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