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Amazon 27.01.2022
Amazon 27.01.2022

Ungesetzliche Preisfestsetzung Amazon muss Millionenstrafe für "Sold by Amazon"-Programm zahlen

Shutterstock/Tada Images
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Das Verkäuferprogramm "Sold by Amazon" wurde von der Generalstaatsanwaltschaft Washington für rechtswidrig erklärt. Das Unternehmen hat zugestimmt, 2,25 Millionen US-Dollar zu zahlen und das Programm einzustellen.

Nach einer Untersuchung seines "Sold by Amazon"-Programms hat Amazon zugestimmt, dem Büro des Generalstaatsanwalts des Bundesstaates Washington 2,25 Millionen US-Dollar zu zahlen und - wie das Portal engadget berichtet, jährlich über die Einhaltung der Kartellgesetze zu berichten. Das Programm, das von 2018 bis Juni 2020 verfügbar war, legte eine Preisuntergrenze für bestimmte Produkte fest, was nach Ansicht der Generalstaatsanwaltschaft "eine ungesetzliche Preisfestsetzung" darstellte.

Kartellrechtsverstoß

Der E-Commerce-Riese sicherte den Verkäufern zu, dass sie einen garantierten Mindestpreis für ihre Produkte erhalten würden, sofern sie sich bereit erklärten, nicht mit dem Unternehmen zu konkurrieren. Darüber hinaus konnten die Händler zusätzliche Einnahmen erzielen, wenn Amazons Algorithmus feststellte, dass die Verbraucher bereit waren, mehr für ihr Produkt zu zahlen.

"Wenn sich ein Verkäufer und Amazon beispielsweise auf eine Mindestzahlung von 20 US-Dollar geeinigt haben und der Artikel für 25 US-Dollar verkauft wird, erhält der Verkäufer den Mindestpreis von 20 US-Dollar und teilt den zusätzlichen Gewinn von 5 US-Dollar mit Amazon, zusätzlich zu allen Gebühren", erklärte Generalstaatsanwalt Bob Ferguson.

Laut Ferguson bestand das Problem dieses Systems darin, dass es den Mindestpreis eines Produkts als Untergrenze dessen festlegte, was Amazon den Verbrauchern anbieten würde. Als der Preis für ihre Waren stieg, verzeichneten einige Verkäufer einen zum Teil "drastischen" Umsatzrückgang, da Kunden sich entschieden, ähnliche - aber günstigere - Produkte von Amazon und seinen Eigenmarken zu kaufen. Das Programm verstößt nach Ansicht des Generalstaatsanwalts deswegen gegen das Kartellrecht.

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