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Weihnachtsbaum am Meer
Amazon
25.06.2021
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25.06.2021

Pricing-Strategien Weihnachten 2021: Kampagnen auf Amazon jetzt planen

Shutterstock/Leah-Anne Thomson
Shutterstock/Leah-Anne Thomson

Auf Amazon beginnt für Online-Händler in wenigen Monaten die wichtigste Zeit des Jahres. Wer  jetzt datenbasierte Werbestrategien festzurrt, hat in Q4 gute Chancen auf hohe Umsätze. Ein Gespräch mit Stephanie Richter, Geschäftsführerin von Adspert.

Noch sind es etwa sieben Monate bis Weihnachten. Doch wer seine Kampagne auf Amazon genau auf die heißesten Wochen des Jahres zuspitzen möchte, sollte jetzt mit den Planungen beginnen. Und man sollte sich Gedanken machen, ob man dann alles manuell managen möchte. Oder ob der Einsatz eines automatisieren System vielleicht sinnvoll wäre.

Frau Richter, der Sommer steht vor der Tür. Ist es jetzt schon an der Zeit, an Weihnachten zu denken?

Stephanie Richter:
Für Händler auf Amazon auf jeden Fall. Im Idealfall sollte im August die Strategie für das Weihnachtsgeschäft im Wesentlichen feststehen. Das größte Erfolgspotenzial liegt in einer akribischen und rechtzeitigen Vorbereitung.

 

Was gehört aus Ihrer Sicht zu einer solchen Strategie auf Amazon dazu?

Richter:
Als Erstes sollten die Produktlistings gut vorbereitet werden. Und zwar für alle Produkte, mit denen man im Weihnachtsgeschäft Umsätze erzielen möchte. Oft sind beispielsweise weiterführende Produktbeschreibungen nur für Topseller vorhanden. Aber im Weihnachtsgeschäft möchte man vielleicht nicht nur seine Top-Produkte verkaufen. Hier gilt es also genau hinzusehen. Ebenso müssen die eigenen Kapazitäten auf den Prüfstand gestellt werden. Bereits im Sommer sollten sich Onlinehändler fragen, ob sie es schaffen, in der heißen Phase des Jahres alle Kampagnen manuell zu managen oder ob ein System zur Unterstützung nötig ist, das datenbasiert und automatisiert arbeitet. Nicht zuletzt sollte man frühzeitig dafür Sorge tragen, dass die Lager bei Amazon ausreichend gefüllt sind und Fallback-Lösungen aufsetzen.

 

… das bedeutet?

Richter:
Drohen die Lager eines Händlers bei Amazon leerzulaufen, sollte der Händler die Möglichkeit haben, die gleichen Produkte nahtlos über seinen Seller-Account zu verkaufen und die Kunden dann aus eigenen Lagern zu beliefern. Spätestens Ende August sollten alle Rahmenbedingungen gesichert sein und die grobe Strategie für das Weihnachtsgeschäft stehen.

 

Wie ist es mit Pricing-Strategien zum Fest?

Richter:
Auch darüber muss man sich frühzeitig Gedanken machen. Eine Entscheidungshilfe für die Produktauswahl können neben der zu erwartenden Nachfrage auch die Margen sein, die mit den Produkten möglich sind. Ebenfalls kann man sich schon frühzeitig überlegen, ob man auf Amazon Deals anbieten möchte - was insbesondere rund um den Black Friday weit verbreitet ist. Für viele Produkte kann das sinnvoll sein. Aber wer nahe an der Profitabilitätsgrenze arbeitet, kann auf Amazon im Weihnachtsgeschäft auch auf Deals verzichten und zu seinen normalen Preisen verkaufen.

 

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